Die Wahrheit über ... Kohlenhydrate

Saftiges Brot, köstliche Pasta: Kohlenhydrat-Schwergewichte, die wir uns oft nur mit schlechtem Gewissen gönnen. Sind das nicht alles Dickmacher? Richtig essen und abnehmen.

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Machen Kohlenhydrate dick?

Nein, solange die tägliche Kalorienbilanz im Lot ist. Aber: Brot, Nudeln und Kuchen aus Weißmehl halten nicht gut satt, so dass man dazu neigt, öfter mal was zwischendurch zu naschen. Das ist nicht gut zum Abnehmen, weil die Fettverbrennung am besten klappt, wenn man ein paar Stunden nichts isst. Wer aber aus Sorge vor Extrapfunden nur sehr wenig Kohlenhydrate isst, riskiert, zum Ausgleich schon mal mehr Fett und Eiweiß auf seinen Speiseplan zu packen. Fett enthält doppelt so viele Kalorien wie Kohlenhydrate, und es besteht daher das Risiko, auf diesem "Umweg" überflüssige Pfunde anzusammeln. In flüssiger Form können Kohlenhydrate tatsächlich dick machen. Fruchtsäfte und gezuckerte Softdrinks sättigen nicht so gut wie feste Nahrung, wir trinken sie leicht mal literweise weg. Und sie liefern viele Kalorien, treiben den Blutzuckerspiegel rasch in die Höhe, und damit tritt das Fettspeicherhormon Insulin vermehrt in Aktion. Wer sich regelmäßig Säfte und Limonaden in größeren Mengen gönnt, erhöht sein Diabetes-Risiko, zeigen Studien.

Fazit: Wer abnehmen möchte, braucht eine negative Energiebilanz, um vermehrt Fett verbrennen zu können. Das klappt am besten, wenn man bei den Kohlenhydraten – speziell Weißmehlprodukte, Zucker und Süßes - bremst. Die machen nicht lange satt und haben in punkto Vitamine und Mineralstoffe ohnehin nicht viel zu bieten. Auf Kohlenhydrate nahezu komplett zu verzichten, ist aber keine gute Idee und macht den Speiseplan einseitig und langweilig.

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  • Text: Katja Töpfer, Susanne Gerlach
    Foto: iStockphoto