Kalorien-Check im Biergarten: Wurstsalat, Rettich & Co

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Wurstsalat - verachtet Vegetarier

Das ist drin
Fleischwurst, Essig, Öl, evtl. Käse, Kräuter, Zwiebeln.

Das Gute daran
Wenig, leider, auch wenn er toll schmeckt: Die Wurst enthält reichlich tierische Fette, der Käse leider auch. Prima sind die rohen Zwiebeln, deren Sulfi de lassen sie scharf schmecken, sie wirken aber auch antibakteriell und desinfi zierend.

Und?
Im Prinzip ist Wurstsalat eine klassische Aufschnittplatte fürs Abendbrot, nur noch mit Essig und Öl abgeschmeckt. Also auch so zu genießen: in Maßen, mit Vollkornbrot und Gemüserohkost dazu.

Nährwert
Pro Portion (200 g): 610 kcal, 55 g F, 28 g E, 9 g KH

Rettich - rührt zu Tränen

Das ist drin
Rettich, Salz.

Das Gute daran
Rettich besteht wie alle Gemüse aus sehr viel Wasser, dazu kommen Kalzium, Kalium, Vitamin C und B-Vitamine. Scharf machen ihn die Senföle, sie wirken antibiotisch, können das Immunsystem stärken und regen die Verdauung an.

Und? Beim Rettich gilt
Je schärfer, desto besser! Wenn es zu scharf wird: mit Salz bestreuen, das treibt die Scharf- und Bitterstoffe aus. Ansonsten lindern z. B. ein geriebener Apfel oder alle Arten von Milchprodukten wie Joghurt oder Milch die Schärfe. Die meisten Vitamine und sekundären Pfl anzenstoffe sitzen direkt unter der Schale, also den Rettich nur abwaschen, nicht schälen.

Nährwert
Pro Portion (200 g): 48 kcal, 0 g F, 2 g E, 10 g KH

Obatzda - liebt das Durcheinander

Das ist drin
Camembert, Butter oder Frischkäse, Zwiebeln, Kräuter und Gewürze wie z. B. Paprika.

Das Gute daran
Er schmeckt einfach gut. Im Käse steckt viel Kalzium, das stärkt Knochen und Zähne. Das Milchfett aus Butter und Käse macht lange satt, liefert aber auch jede Menge gesättigte Fettsäuren und Cholesterin. Besser: wenn Frischkäse statt Butter drin ist.

Und?
Eine Riesenportion Obatzda pur ist nicht gut, wenn er aber als Bayern-Tapas mit Rettich, Krautsalat und Brezel auf den Tisch kommt, ist die Gesamtbilanz wieder okay.

Nährwert
Pro 100 g: 350 kcal, 18 g F, 14 g E, 3 g KH (Frischkäse-Variante)

Vorsicht!

Biergarten ist toll, aber mit dem Bier sollte man bei Hitze vorsichtig umgehen. Alkohol regt die Nierentätigkeit an, so werden zusätzlich zum Schwitzen Mineralien ausgeschieden. Weil Alkohol und Hitze die Gefäße weiten, kann die Kombination schnell auf den Kreislauf schlagen. Daher in der prallen Sonne keinen Alkohol trinken und sowieso viel Mineralwasser oder Apfelschorle dazu bestellen, damit Flüssigkeitshaushalt und Mineralstoffbilanz im Soll bleiben.

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  • Foto: Maike Jessen
    Styling: Dörthe Schenk
    Food-Styling: Pia Westermann
    Text: Annette Leitz
    Ein Artikel aus BRIGITTE Balance 04/10
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