Lebensmittelverschwendung

Mindesthaltbarkeitsdatum: Teilen statt Tonne

Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen? Weg damit! Nach der Devise handeln die meisten Verbraucher. Das ist schlimm. Denn viele Lebensmittel landen unnötig auf dem Müll. Davon berichtet der inzwischen preisgekrönte Film "Taste the Waste". Jetzt haben die Filmemacher eine Idee, was man dagegen tun kann.

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Sie fahren in den Urlaub und der Kühlschrank ist noch halbvoll? Von der Party sind noch Unmengen Reste übrig? Sie haben auf dem Markt drei Ananas und ein Kilo Weintrauben zum halben Preis gekauft und nun droht alles zu verderben? Oder Sie möchten spontan gemeinsam mit Leuten kochen, haben aber nichts verabredet? Dann wäre es doch superpraktisch, mit einem Blick aufs Handy oder den Bildschirm festzustellen, welche Nachbarn etwas gebrauchen können oder Lust haben, zu kochen. Möglich machen sollen das eine App und eine Datenbank.
Das ist die ebenso einfache wie geniale Idee des Netzwerkes gegen Lebensmittelverschwendung um die Filmemacher Valentin Thurn und Sebastian Engbrocks: Ihr Dokumentarfilm zur Lebensmittelverschwendung Taste the waste hat mittlerweile zwölf Preise bekommen, mehr als 110 000 Zuschauer haben ihn im Kino oder bei Veranstaltungen gesehen. Und der Film hat eine Diskussion über Sinn und Unsinn des Mindesthaltbarkeitsdatums in Gang gebracht.

Essen teilen statt in die Tonne werfen

Um eine Internetdatenbank und eine Web-App zu konzipieren und zu programmieren, braucht das Netzwerk mindestens 10 000 Euro – obwohl sich etliche IT-Fachleute bereit erklärt haben, kostenlos zu arbeiten. Foodsharing heißt das neue Projekt, das nun über einen Crowdfund finanziert werden soll. Jede – auch noch so kleine – Spende ist willkommen. Belohnt werden die Spender mit handsignierten T-Shirts, Büchern und DVDs bis hin zu einem virtuellen "High five". Alle Infos dazu unter www.startnext.de.

Und wenn das Geld nicht zusammenkommt? Drei Monate soll die Finanzierungsphase dauern, es gilt das Alles-oder-Nichts-Prinzip: Wird die Mindestsumme nicht erreicht, geht das Geld an die Unterstützer zurück.

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  • Text: Beate Koma
    Fotos: Getty; iStockphoto.com