Nährstoffe: Ihr fehlt mir!

Ohne Eisen, Zink oder Magensium fühlt man sich mies und schlapp. Am besten also, diese Nährstoffe ausreichend auf dem Speiseplan zu haben.

  • 0 Kommentare
  •  
  •  
In diesem Artikel:

Eisen: Wachmacher für die Zellen

Eisen regelt den Sauerstofftransport im Körper. Viel Sauerstoff brauchen unsere Zellen z. B. beim Sport. Insgesamt kursieren etwa 2,5 bis 4 Gramm des Metalls in unserem Organismus, am meisten davon im Blut, etwa 10 Prozent werden in der Leber gespeichert.

Zu wenig davon? Ein Mangel macht sich nicht sofort bemerkbar, da unser Körper Eisenvorräte in Blut und Leber speichern kann. Nach einiger Zeit aber ist unsere Haut blass und fahl, wir fühlen uns abgespannt, die Nägel sind brüchig, die Haare stumpf, wir haben keinen Appetit. Häufig reißt auch die Haut an den Mundwinkeln ein. Ein Bluttest kann den Eisenmangel schnell nachweisen. Frauen mit starker Monatsblutung, Vegetarierinnen, Ausdauersportlerinnen und Schwangere leiden besonders häufig darunter. Vegetarierinnen fehlt ohne Fleisch eine wichtige Eisenquelle. Schwangeren entzieht das Baby Eisen, um eigene Zellen zu bilden. Ausdauersportlerinnen schwitzen viel Eisen aus. Ein weiteres Problem: Eisen ist für den Körper schwer verwertbar. Wir müssen etwa viermal so viel über die Nahrung aufnehmen, wie unser Körper braucht.

Das hilft: Die Premiumklasse unter den Eisenquellen ist Fleisch. Eine Tagesration steckt z. B. in 300 Gramm Rindersteak oder 100 Gramm Kalbsleber. Auch pflanzliche Lebensmittel enthalten Eisen, das unser Körper jedoch nicht so gut verwerten kann. Aber es gibt einen Verbündeten, das Vitamin C. Der Alleskönner aus der Obstkiste unterstützt die Eisenaufnahme.

Als Saboteure gelten: Tannine (z. B. in Schwarztee, Kaffee), Kalzium (Milchprodukte), Oxalsäure (Spinat) und Zink (Käse). Sie blockieren die Eisenaufnahme im Darm. Für unseren Speiseplan bedeutet dies zum Beispiel keinen Joghurt-Dip zum Steak, sondern ein großes Glas Orangensaft dazu trinken. Eine Nahrungsergänzung kann sinnvoll sein, aber nur, wenn ein Eisenmangel vom Arzt festgestellt wurde, denn zu viel Eisen erhöht den oxidativen Stress im Körper und kann dann mehr schaden als nützen. Bei Eisenmangel gibt's Tabletten. Ideal sind auch Säfte (z. B. Kräuterblut) aus dem Reformhaus, die noch weitere Nährstoffe wie zum Beispiel die Vitamine B6 und B12 sowie Folsäure enthalten. Dieses Dreiergespann sorgt dafür, dass wir genügend neue Blutkörperchen produzieren.

Seite:

  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  • Foto: Masterfile
    Text: Katja Töpfer
    Ein Artikel aus der BRIGITTE-Balance
  • 0 Kommentare
  •  
  •  
Sie interessieren sich für unsere Themen? Kostenlosen Newsletter bestellen

BRIGITTE im Abo

Jetzt bis zu 30% sparen
und Geschenk sichern