Nachhaltiger Konsum

Öko-Tipps: Essen mit gutem Gewissen

Öko-Essen ist langweilig? Von wegen! Mit kleinen Tricks tun Sie mit Ihrer Ernährung nicht nur was für die Umwelt, Sie bereichern gleichzeitig auch Ihren Speiseplan.

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Öko-Grundwissen: Das Wichtigste auf einen Blick

Foto: Gomez/istockphoto

  • Biologisch: Biologisch erzeugte Lebensmittel bieten gleich eine ganze Reihe an Vorteilen. Sie kommen ohne chemische Düngemittel und Pestizide aus. Und das wiederum sorgt für sauberes Grundwasser. Tiere vom Bio-Bauernhof werden artgerecht gehalten und Bio-Landbau ist klimaschonender als der konventioneller: Er verursacht nur drei Viertel bis halb so viel klimaschädliche Treibhausgase.
  • Regional: Lebensmittel aus Ihrer Region haben in der Regel einen kürzeren Transportweg hinter sich. Das macht in der Klimabilanz eine Menge aus: Lebensmittel, die mit dem Flugzeug transportiert werden, schneiden am schlechtesten ab. Diese Flüge belasten das Klima etwa 80 Mal stärker als ein Transport per Schiff und bis zu 300 Mal mehr als bei einem regionalen Verkauf.
  • Saisonal: Obst und Gemüse der Saison kann draußen wachsen und muss nicht im Gewächshaus gezüchtet werden. Das ist für das Klima optimal, denn im beheizten Unterglasanbau wird bis zu 60 Mal mehr Energie als im Freilandbau verbraucht. Außerdem haben die Lebensmittel aus dem Gewächshaus oftmals einen längeren Transport-Weg hinter sich. Somit belasten sie das Klima doppelt. Im Saisonkalender können Sie nachsehen, wann welches Obst und Gemüse gerade frisch auf dem Markt ist.
  • Ist Bio gesünder? Diese logische Schlussfolgerung liegt nahe, ist aber nicht wissenschaftlich bewiesen. Ob ein Lebensmittel gesund ist oder nicht, hängt beispielsweise auch von der Sorte ab. Ein Braeburn-Apfel enthält immer mehr Vitamin C als ein Golden Delicious, egal ob er vom Bio-Baum gepflückt wurde oder nicht. Zudem glauben viele Menschen, dass Sie sich mit "Bio" automatisch gut ernähren. Doch wer den ganzen Tag Bio-Schokolade isst und abends zum Bio-Fleisch ganz viel Bio-Wein trinkt, hat sich definitiv schlechter ernährt als jemand, der mit konventioneller Ware ausgewogen isst. Richtig ist aber, dass Obst und Gemüse aus biologischem Anbau deutlich weniger Rückstände an chemischen Pflanzenmitteln enthalten. Das bedeutet nicht, dass Sie von den Rückständen aus dem konventionellen Anbau krank werden. Aber es bleibt ein besseres Gefühl und das ist ja auch schon gesund.
  • Schmeckt Bio besser? Dafür gibt es ebenfalls keinen wissenschaftlichen Beweis. Bio-Obst und -Gemüse enthält jedoch häufig weniger Wasser und ist deshalb fester. Das bedeutet, dass die Geschmacksstoffe konzentrierter sind, als bei konventioneller Ware. Doch Geschmack ist immer individuell und hängt nicht unbedingt an der besseren Qualität. Einigen schmeckt anscheinend auch das gute Gewissen besser. Wissenschaftler untersuchten bei Probanden, ob ihnen Bio- oder konventionelle Kost besser schmecke. Das erstaunliche Ergebnis: Sobald die Menschen dachten, sie probierten Bio-Lebensmittel, verbesserte sich ihre Bewertung. Auch wenn das Produkt gar nicht Bio war.

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  • Text: Bianka Echtermeyer/Beate Koma
    Stand der Informationen: September 2011 Foto: cydonna/ photocase.com