Ernährungs-Wissen

Vegan essen: Appetit auf Weltretten

Vegan essen ist Trend. Vegan sein ist sexy. Die Zahl an veganen Kochbücher und veganen Restaurants steigt stetig. Aber macht vegan essen auch Sinn?

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Foto: Credit: Martina Marschall / Fotolia.com

Kein Fleisch? Okay. Aber auch kein Käse, keine Eier, keine Milch? Das schreckt nicht mehr ab, sondern zieht an: Vegan sein ist sexy. Immer mehr vegane Kochbücher kommen auf den Markt. In vielen Städten haben Restaurants, Sandwichbars oder Coffeeshops eröffnet, deren Angebot vom bodenständigen Rote-Bete-Strudel über vegane Currywurst und Döner bis zur Haute Cuisine reicht. Um Neu-Veganern langes Suchen zu ersparen, finden sie unter www.schnell-veg.de gleich einen persönlichen Supporter oder eine Supporterin in ihrer Nähe - erfahrene, vegan lebende Frauen und Männer, die Restauranttipps geben und beim Einkaufen und Kochen helfen. Und angriffslustig heißt es auf dem FoodBlog www.veganguerilla.de: Die Revolution beginnt in der Küche.

Revolution? Man hätte beinahe vergessen, dass es hier nicht nur um Lifestyle, sondern um mehr geht: Veganer wenden sich gegen das Töten und die Ausbeutung von Lebewesen. Und sie stehen für Umweltschutz mit Messer und Gabel: Klimaschädliche Gase, die in der industriell betriebenen Nutztierhaltung entstehen, tragen weit mehr zum Klimawandel bei als der weltweite Flug- und Transportverkehr. Zudem werden 50 Prozent der Weltgetreideernte und 90 Prozent der Weltsojaernte zum Mästen der Tiere verwendet. Die Erde verfügt über ausreichend Ressourcen, um alle Menschen satt zu bekommen - nicht aber, wenn das angebaute Getreide als Futter für Nutztiere dient, sagen Veganer. Hinzu kommt: Die Weltbevölkerung wächst. Und verzehrt immer mehr Fleisch, weil sich westliche Essgewohnheiten durchsetzen.

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  • Ein Artikel aus BRIGITTE Heft 22/2012
    Text: Verena Lugert
BRIGITTE
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