Nitrat und Vitamine in Salat - die Facts

  • 2 Kommentare
  •  
  •  

Salat darf überall mitmischen

Ist Salat ein guter Vitaminlieferant? Die Antwort: nicht wirklich. Große Mengen an Vitaminen, Mineral- oder Ballaststoffen hat das Grünzeug im Vergleich mit Gemüse oder Obst nicht einmal in der Hauptsaison zu bieten. Beispiel: Eine Paprikaschote liefert 210 Milligramm Vitamin C, 75 Mikrogramm Folsäure und 530 Mikrogramm Betakarotin. Die Schote ist zwar auch 150 Gramm schwer (eine Portion Salat in unserem Check hat 50 Gramm), sie ist aber ein super Fastfood - im Gegensatz zu Salat, den man ja nicht einfach mal so aus der Hand isst.

Trotzdem lieben wir Salat, weil er frisch, knackig und superleicht ist - sofern er nicht in Soße ertrinkt. Aufpassen bei bei fertig abgepackten Mischsalaten aus dem Supermarkt. Dies sind zwar superpraktisch, aber hygienisch nicht immer im grünen Bereich. So ergaben Untersuchungen des Bundesinstituts für Risikobewertung, dass die Salate zum Ende ihres angegebenen Verbrauchsdatums überdurchschnittlich hoch mit Keimen belastet waren. Sogar krank machende Keime wie Listerien wurden nachgewiesen. Der beste Schutz: Das Blattwerk vor dem Essen gründlich waschen - auch wenn "gewaschen und verzehrfertig" auf der Verpackung steht.
Gut an Salat: Die Blätter bestehen zu 93 bis 96 Prozent aus Wasser. Das füllt den Magen bei wenig Kalorien - wenn man's beim Dressing nicht übertreibt. Unser Tipp: Mixen Sie Blattsalate als Schlank- und Sattmacher unter Nudel-, Geflügel-, Kartoffel- Gemüse- oder Hülsenfrüchtesalate, um deren Kalorien zu "verdünnen". Mit Tomaten, Paprika und anderem rohen Gemüse wird aus dem etwas dürftigen Blattsalat eine runde, nährstoffreiche Mahlzeit.

Am besten frisch ans Werk

Durchweg ist Salat eine gute Quelle für Betakarotin. Darüberhinaus enthält er noch weitere Sekundäre Pflanzenstoffe wie Farb- und Bitterstoffe. Zu den Farbstoffen gehören die Flavonoide, die hauptsächlich in den äußeren Blättern der Salate vorkommen. Sie senken das Risiko für Lungen-, Brust- und Dickdarmkrebs. Welche Mengen davon in einem Salatblatt stecken, ist kaum untersucht. Man weiß aber, dass der Gehalt stark vom Erntezeitpunkt abhängt, und dass Lagern die Stoffe abbaut. Deshalb taugt Salat nicht als Hauptquelle für diese Schutzsubstanzen. In fast allen Salaten steckt Vitamin C und Folsäure. Beide Vitamine sind sehr sauerstoffempfindlich bzw. leicht flüchtig. Deshalb Salat auch immer erst kurz vor dem Verzehr verarbeiten. Wann immer Sie die Gelegenheit haben, Salat frisch vom Feld zu bekommen, nutzen Sie sie.

Seite:

  1. 1
  2. ...
  3. 9
  4. 10
  5. 11
  6. 12
  7. 13
  • Artikel vom 28.02.2011
  • Text: Susanne Gerlach
    Fotos: Fotolia (9), iStockphoto (3)
Letzte Kommentare
  • carmen
    am 02.04.12 um 20:37
    ist es nicht ergebnis neuester forschung, daß nitrat nicht mehr so kritisch gesehen werden muß?
  • Schulz
    am 02.04.12 um 19:07
    -beim Kopfsalat ist Feldsalat zu sehen.
Kommentar schreiben
Wird nicht angezeigt.
Unter diesem Namen erscheint Ihr Kommentar
Bitte schreiben Sie den Sicherheitscode ab * Andere Zeichenfolge
noch 1000 Zeichen übrig!
Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder, alle anderen sind optional.
BRIGITTE BALANCE
im Abo