Ball-Training: Jede holt sich einen!

Diesen Satz kennen Sie noch aus der Schule? Aber neuerdings findet auch in den Fitness-Studios ein regelrechtes Ball-Training-Revival statt.

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Auf einer Hitliste der meistgehassten Sätze aus dem Sportunterricht steht der Aufruf zum Ballholen garantiert weit vorn. Was früher das pure Grauen auslöste, ist heute der Fitness-Geheimtipp. Ob Figurformen, Rückenschule oder Pilates: Klassische Workouts werden mit Ball zum Turbotraining. Denn Bälle erhöhen den Widerstand für unsere Muskeln, bringen uns trainingswirksam aus der Balance und intensivieren simple Übungen zu effektivem Ganzkörpertraining. Gleichzeitig machen sie selbst aus eher langweiligen Kraftübungen eine spielerische Herausforderung. Und jetzt dürfen Sie sich einen holen - wir stellen Ihnen je zwei Übungen aus den besten Workouts mit unterschiedlichen Bällen vor.

1. Groß und gut: Gymnastikball

Unsere Rumpfmuskulatur fordert er bis in die Tiefe. Rückentrainer Andy Voigt (Holmes Place) weiß, warum: "Um der Unruhe im Ball gegenzusteuern, arbeiten permanent mehrere Muskelgruppen gleichzeitig."

Rückenstrecker
Gut für Rückenmuskeln und Körperhaltung

So geht's: Auf den Ball setzen, die Füße sind deutlich über Schulterbreite. Po nach vorn rollen, Becken nach vorn kippen. Oberkörper mit geradem Rücken vorneigen, bis der Kopf über den Knien ist. Blick auf den Boden richten. Handinnenflächen seitlich an den Ball legen. Beim Einatmen die gestreckten Arme in einem Halbkreis langsam von außen nach oben bringen, Handinnenflächen zeigen in Schulterbreite zueinander. Die Arme aktiv vom Körper wegschieben, kurz halten, dann beim Ausatmen wieder zurückführen. 2 Sätze à 8 bis 15 Wiederholungen.

Balanceakt
Gut für Rückenmuskeln und Gleichgewicht

So geht's: Im Sitzen die Füße schließen, Steißbein in den Ball drücken. Wirbelsäule aufrichten, Hände im Nacken verschränken. Ellenbogen vor dem Gesicht zusammenführen, dann beim Einatmen langsam so weit wie möglich nach hinten bringen. Spannung drei bis fünf Sekunden halten. Dabei Bauch anspannen, Brustbein anheben, Blick nach vorn. Mit dem Ausatmen Arme schließen. Beim nächsten Öffnen zusätzlich das rechte Bein anheben, strecken und halten, beim Armschließen wieder absenken. 3- bis 8-mal pro Bein, dann Seite wechseln. Pause und Übung wiederholen.

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  • Text: Michaela Rose
    Illustrationen: Gesa Sander
    Ein Artikel aus der BRIGITTE 16/09
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