Pilates am Gerät
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Das sagen die Experten
Bei Gravity-Pilates wird wie beim Pilates-Mattentraining nur mit dem eigenen Körpergewicht und gegen die Schwerkraft trainiert. Der Gravity-Trainer ist kein eigentliches Pilates-Gerät, doch das Prinzip ist ähnlich. Der Widerstand wird hier durch die Schräglage erreicht, bei den klassischen Pilates-Geräten (wie "Reformer" oder "Cadillac") durch Sprungfedern. Auch klassische Pilates-Trainingsgeräte werden in Deutschland zunehmend zum Training genutzt (zum Beispiel in "Holmes-Place"-Fitnessstudios und in vielen Studios, die ausschließlich Pilates anbieten).
Matte oder Gerät? Das Gerät bedeutet eine zusätzliche Herausforderung, Trainerin Diana rät absoluten Pilates-Anfängern daher eher davon ab. Wer die Grundprinzipien des Pilates beherrscht, sollte aber ruhig auch mal am Gerät trainieren, empfiehlt sie. Es habe einige Vorteile gegenüber dem reinen Mattentraining: So wird die Aufrollübung durch die Schräglage unterstützt, der Beckenboden arbeitet durch die Beinarbeit intensiver und die Beine werden insgesamt mehr trainiert, was vor allem bei Knieproblemen hilfreich sein kann.
Qualifizierte Trainer findet man am besten über den im Frühjahr neu gegründeten Pilates-Verband unter der Rubrik "Mitglieder". Bei "Details" kann man nachlesen, was die einzelnen Trainer anbieten (zum Beispiel nur Mattentraining oder auch Training mit Pilates-Geräten). Verena Geweniger, Präsidentin des Verbandes, erklärt, dass dort ausschließlich qualifizierte Trainer aufgeführt werden, die, wie Diana, eine umfangreiche Ausbildung nach US-Standard absolviert haben.
Qualität, die ihren Preis hat: Für ein qualifiziertes Pilates-Training muss man beim Mattentraining (Gruppe) ab 10 Euro investieren, für das Gerätetraining (Gruppe) ab 12 Euro. Richtig teuer wird es beim Einzeltraining, ab 50 Euro pro Stunde sind laut Verena Geweniger üblich - je nach Region. Doch vor allem bei Kursen mit festgelegter Stundenzahl zahlen die Krankenkassen häufig mit. Nachfragen lohnt sich.
Günstige Alternativen gibt es an Volkshochschulen, in Vereinen oder an der Uni. Doch da sollte man genauer hinsehen: "Pilates ist nicht gleich Pilates, das hängt sehr vom Trainer ab", sagt Verena Geweniger. Vielfach hätten Pilates-Trainer lediglich eine Wochenend-Ausbildung absolviert.
Wichtig: Auf den eigenen Körper hören. Wenn man sich beim Training nicht wohl fühlt, dann sollte man es lassen.
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