Jivamukti-Yoga: Was ist dran am Promi-Sport?

Jivamukti-Yoga: Was ist dran am Promi-Sport?

Eigentlich hatte BRIGITTE.de-Mitarbeiterin Denise Klink mit Yoga nichts am Hut - zu ruhig und zu vergeistigt. Das dynamischere Jivamukti-Yoga wollte sie jetzt dennoch ausprobieren. Immerhin macht es auch Sharon Stone und Sting fit.

Meine erste Yogastunde vor ein paar Jahren war ein Flop: erdrückende Stille und unglaubliche Ernsthaftigkeit. Danach blieb ich lieber bei meinem wöchentlichen Herumgehampel zu lustiger Popmusik in der Gruppe, das auch Aerobic genannt wird.

Ein neuer Yoga-Trend aus den USA mit dem exotischen Namen "Jivamukti" hat mich jetzt aber doch wieder neugierig gemacht. Zwar werden auch hier die traditionellen Yoga-Positionen, die so genannten Asanas, geübt, jedoch läuft dabei laute Musik. Bei Popmusik und Sanskrit-Gesängen sind angeblich schon Madonna, Sharon Stone und Sting fit geworden. Ob das auch was für mich ist?

Als ich das Yoga-Studio betrete, liegt ein süßlicher Geruch in der Luft, der an Schokokuchen erinnert. Im hellen Kursraum versammeln sich die Teilnehmer in einer Sitzecke mit braunen Riesenkissen. In der Mitte dampft "Heiße-Liebe-Tee", es gibt vegane Gummibärchen. Ein paar Teilnehmer nippen bedächtig an ihren Tassen.

Dann erklärt die Lehrerin den Neuen, worum es bei Jivamukti-Yoga geht. Zum ersten Mal höre ich das Wort richtig ausgesprochen: mit einem weichen "J". Dschiewaaamuktiee. Das klingt gut und steht für "die Befreiung der Seele". Dahinter verbergen sich die fünf Säulen der Lehre: Gewaltlosigkeit (Ahimsa), Hingabe (Bhakti), die Kraft des Klanges (Nada), Meditation und das Studium der Schriften. Uff. Ich bin beeindruckt.

Statt der erhofften Popmusik entweichen den Boxen eher meditative Klänge. Dann bekommt jede Teilnehmerin ein Blatt mit Sanskrit-Texten überreicht. Alle singen der Lehrerin nach, die mit monotoner Stimme die Sanskrit-Laute vorträgt. Üblich ist beim Jivamukti-Yoga zum Beispiel das Friedensgebet: "Sarvay bhavantu sukhinah". Die beim Singen entstehenden Vibrationen sollen gut für den Körper sein - so wie eine Massage von innen.

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