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Die Aerobic-Stunde zum Mitnehmen, das Tanzstudio im Wohnzimmer, der Tennisplatz im Einbauschrank. Für alle Spielkonsolen gibt es mittlerweile Sportprogramme. Und im Vergleich zu Workout-DVDs sind die einen entscheidenden Schritt weiter: Wir sind nicht mehr allein. Kamera und Sensoren beobachten unsere Bewegungen, und virtuelle Trainer tadeln misslungene Übungen und loben Erfolge. Das weckt den spielerischen Ehrgeiz weitaus stärker als eine hüpfende Jane Fonda vom Band, haben Experten festgestellt. Und so boomt der Cyber-Heimsport bereits. "Dieser Trend erklärt sich auch durch den allgegenwärtigen Zeitmangel", meint Antje Schünemann vom Hamburger Trendbüro. "Jeder ist sieben Tage in der Woche 24 Stunden verplant. Zur Fitness kommen wir nur, wenn wir Zeitlücken zwischendurch nutzen." Aber ist das wirklich Sport, wenn man mit einer Art Fernbedienung hin und her fuchtelt, als wäre sie ein Tennisschläger? "So kritisch braucht man nicht zu sein. Dass die Spiele die Lust an Bewegung wecken, ist ein sehr positiver Effekt", sagt Felix Matthäi von der Deutschen Sporthochschule in Köln. Wer also beim Fitness-Daddeln Spaß hat, der sollte sich ruhig mal zu einem ganz realen Trainingskurs anmelden. Denn das Konsolen- Workout allein macht uns noch nicht zum Sport-Profi, sondern ist vor allem ein Spiel: Man würde ja auch nicht denken, dass man das Zeug zum Immobilienhai hat, wenn man beim Monopoly gewinnt.













