Workout
Functional Training: Übungen, die alles können

Functional Training motzt alte Gymnastik-Klassiker auf und bringt ganz viel: Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination. Hier gibt es die Übungen zum neuen Trend.

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Es ist so einfach wie bestechend - gemeinsam ist man stärker. Das gilt für Menschen, aber auch für Muskeln: Functional Training trainiert den Körper mit ganzheitlichen Bewegungen. Im Leistungssport und in der Reha wird es schon lange angewendet. Jetzt krempelt es auch den Freizeitsport um. Neue Kursformate wie "deepWork", "CXWorks" oder "Naked Warrior" setzen das Prinzip Functional Training um, und Studios richten eigene Bereiche ein, in denen mit den speziellen Geräten trainiert wird.

Stark ist das neue Schlank
Das Workout ist so erfolgreich, weil es so wirkungsvoll ist: Es macht den Körper fitter, Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination werden gleichzeitig trainiert. Das beugt Verletzungen vor, bringt Körperstabilität und macht stark für den Alltag - und ganz nebenbei formt es die Figur. Dabei wird im Functional Training auf Kraftmaschinen verzichtet. Muskeln werden nicht als Beuger oder Strecker getrimmt, sondern als Muskelketten von den Beinen über Hüften und Po bis in den Schultergürtel mit natürlichen und komplexen Bewegungen wie z. B. Ausfallschritten, Klimmzügen, Sprüngen und Liegestützen. Einfach Übungen, die mit dem eigenen Körpergewicht arbeiten. Wer mehr will, kann aber auch zu den neuen Trainingsgeräten greifen. Sie bieten Widerstand oder sind wackelig, so dass die Muskeln gegenhalten müssen. Das Angebot ist groß. Die vier wichtigsten Geräte sind:

TRX- oder Slingtrainer: Zwei Gurte hängen von der Decke oder an der Tür, die Trainierende hängt, lehnt oder stützt sich mit Händen oder Füßen in zwei Schlaufen und muss zusätzlich zu den Bewegungen den eigenen Körper ausbalancieren - das stabilisiert den Rumpf. Für einen ähnlichen Balance-Effekt sorgen auch zwei Turnringe an der Decke, ein großer Gymnastikball oder der halbrunde Bosu-Ball, auf dem man beispielsweise wackelige Kniebeugen absolviert.

Kettlebells: Die Kugelhanteln mit Griff werden vor allem bei Schwungbewegungen eingesetzt und bringen den Körper dabei in seine natürlichen Bewegungsmuster zurück.

Hartgummiröhre Beim VIPR-Workout wird eine etwa ein Meter lange Hartgummiröhre mit zwei Griffen angehoben, geworfen, gedreht oder gerollt.

Medizinball: Der Klassiker kommt wieder zum Einsatz - er intensiviert Rotationsbewegungen für den Rumpf und kann prima für ein Ausdauertraining genutzt werden.

Alle Trainingsgeräte gibt es in unterschiedlichen Gewichtsstufen. Gemeinsam ist allen Geräten der unschlagbare Effekt: Die gesamte Körpermuskulatur kommt noch intensiver zum Einsatz, vor allem die tiefe Haltemuskulatur. Sie muss permanent stabilisieren und ausbalancieren - ein Turbo für den Trainingserfolg.

Sie haben Lust, mal reinzuschnuppern?
Versuchen Sie es doch mit unseren drei Übungen für zu Hause auf den folgenden Seiten. Am besten, Sie machen sie an zwei Tagen pro Woche und zwischen den Übungen nur kurze Pausen.

  • Illustrationen: Malika Favre
    Teaserfoto: Yuri Arcurs/Fotolia.com
    Ein Artikel aus der BRIGITTE
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