Das Geheimnis einer guten Figur

Warum Stress unser Hirn hungrig macht, wie Muskeln die Fettzellen tyrannisieren und wie das mit dem Po eine echt runde Sache wird. Plus: Tipps, Übungen und Ayurveda-Weisheiten, die wirklich eine schöne Figur machen.

In diesem Artikel:

Was ist eigentlich eine gute und gesunde Figur?

Im Prinzip Geschmackssache: Dem einen gefällt Fliegengewicht Victoria Beckham, der andere steht auf weibliche Formen à la Scarlett Johansson. Allerdings gibt es Merkmale, die geschmacksunabhängig auf alle Menschen anziehend wirken, fanden Attraktivitätsforscher heraus. Zum Beispiel das Verhältnis von Taille zu Hüfte, auf Englisch "Waist-to-Hip-Ratio" oder WHR. Man errechnet diesen Wert, indem man den Taillenumfang durch den Hüftumfang teilt. Sowohl Sexbombe Marilyn Monroe als auch das magere Model Twiggy hatten die gleiche WHR, einen Wert von 0,7.

Was die gesunde Figur angeht, gibt es ebenfalls eine Formel: den berühmten Body-Mass-Index (BMI). Um den zu errechnen, teilt man sein Gewicht durch die Körpergröße (in Metern) im Quadrat. Ein Wert zwischen 19 und 24 gilt als Ideal- bzw. Normalgewicht. Im leicht erhöhten Bereich, also zwei, drei Punkte drüber, gibt es noch keinen medizinischen Grund zum Abnehmen. Ganz im Gegenteil. Viele Studien haben bewiesen: Leichtes Übergewicht scheint sogar einen lebensverlängernden Effekt zu haben. Erst bei starkem Übergewicht oder gar Fettleibigkeit (ab einem BMI-Wert von 30 aufwärts) ist Abspecken unbedingt angeraten, um das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Probleme zu senken.

Übrigens schaden die typisch weiblichen Fettpölsterchen an Beinen, Po und Hüfte der Gesundheit deutlich weniger als solche am Bauch. "Bauchfett entwickelt stoffwechselaktive Eigenschaften, der Hormonhaushalt gerät durcheinander, und Entzündungsprozesse im Körper werden begünstigt - alles Risikofaktoren für Herz- und Gefäßerkrankungen ", erklärt Ernährungspsychologin und Gesundheitscoach Dr. Ilona Bürgel aus Dresden. Steigt der Taillenumfang über 80 Zentimenter (bei Männern: 94 Zentimeter), sollte man gegensteuern. Nur durch Abnehmen, nicht durch operatives Fettabsaugen, lässt sich die Gefahr senken.

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  • Fotos: Jan Rickers
    Produktion: Joanna Claro
    Text: Tanja Pöpperl
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