Startrainer David Kirsch: Die vier besten Knackpo-Übungen

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Grund Nummer zwei seines Erfolgsrezepts spüre ich nach Kniebeuge 14. Mein Oberschenkel zittert, David sagt, das sei gut. Genau der richtige Zeitpunkt, um noch mindestens sechs Squats draufzulegen. "Immer ein bisschen über die Schmerzgrenze gehen." Das Overthe- top-Credo nehme ich mir fest vor für daheim.

Nach den Squats kommt der berühmte Entengang (erfand David für den Klumschen Po). In kniegebeugter Haltung nach vorn "watscheln" und zurück. Wieder bis ans Zitter-Limit. Und immer schön abrollen über die Spezialsohle - man spürt plötzlich Muskeln, von deren Existenz man bis dato keinen Schimmer hatte. Eine Stunde und vier weitere gesäßstraffende Übungen später kommt der Schlusspfiff. Und ein Lob (!) vom Po-Papst: "Good job!", ruft er gnädig.

Juchu, der sportliche Part wäre geschafft. Kommen wir noch mal zurück zum Ernährungsteil, gehört ja beim Kirsch-Programm zwingend dazu, zumindest für die punktgenauen Powerpläne der Stars.

Davids Spezial- Diät empfiehlt viel Proteine, Gemüse, Mandeln bei Süß- Appetit, gedünstetes Huhn und Fisch, und verzichtet auf Milch, Käse, Fett, weitgehend auf Kohlenhydrate und Obst, wegen des Fruchtzuckers ("sehr einseitig und nicht besonders gesund", sagt meine Kollegin aus dem Diät-Ressort). Und der Trainer selbst hält das durch? "Es kommt vor, dass ich einen Burger esse, wenn mir danach ist", gesteht der als Asket bekannte 49-Jährige. Hoppla! Sollte das eine Art Altersmilde sein? "Ja, das hat wohl was mit dem Alter zu tun. Zwischen 20 und 30 war ich kompromisslos strikt, was meine Ernährung angeht. Das hat sich ein wenig geändert. Natürlich sind Burger die Ausnahme", sagt David Kirsch.

Ich bin erleichtert, menschliche Züge beim Trainings-Terminator zu sehen. Bis er hinterherschiebt: "Aber du musst die deutschen Schnitzel jetzt weglassen, wenn du das Po-Programm durchziehen willst." Schnitzel? Esse ich nie. Ich könnte Cappuccino und Lakritz einsparen. Aber weniger wollte ich ja gar nicht werden, bloß straffer. Und dann wäre da ja noch das Trainerproblem. Leider kann ich es Sängerin Sarah Connor nicht gleichtun und Mister Kirsch für Sportstunden (eine Stunde kostet 350 Dollar, rund 262 Euro) mal eben nach Deutschland einfliegen lassen. Ich beschließe, mir meinen "David Kirsch" im Hamburger Studio zu suchen. Kniebeugen mit Knackarsch-Ergebnis - das müsste doch wohl auch in Hamburg-Eimsbüttel funktionieren, nicht bloß in Manhattan.

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  • Text: Stefanie Höfle
    Fotos: Corbis, Douglas Holt Photography
    Ein Artikel aus BRIGITTE 12/10
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