Krav Maga, Pole Dance, EMS-Training - wird man davon fit?

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Bodystreet (EMS-Training)

Wie funktioniert es?
Wenn wir einen Muskel anspannen, um etwas hochzuheben zum Beispiel, sendet unser Hirn über das Zentralnervensystem einen elektrischen Impuls an den betreffenden Muskel. Diese elektrische Stimulation lässt den Muskel die Bewegung ausführen. EMS (Elektrische Muskelstimulation) aktiviert diese Nerv- Muskel-Autobahn direkt und viel stärker, als man das ohne Hilfe selbst könnte. Ein Krafttraining von außen, sozusagen. Die Effizienz von EMS-Training rührt daher, dass sich gezielt die für Kraft notwendigen Typ-II-Muskelfasern ansprechen lassen und dass sämtliche Muskelfasern zur gleichen Zeit aktiviert werden.

Was kostet es?
Ein Probetraining kostet 19,90 Euro. Im Jahresabo kostet jedes weitere Training ebenfalls ca. 20 Euro.

Aufwand
Überschaubar. Gut, man muss erst mal zum nächsten Studio hinkommen und auch wieder nach Hause, aber man braucht ansonsten keinerlei Ausstattung, noch nicht mal Turnschuhe.

Für wen?
Für alle, die nicht schwanger oder krank sind, Herzprobleme haben oder einen Herzschrittmacher ihr Eigen nennen, der sich aufgrund des Stroms vielleicht verwirren lassen könnte. Besonders geeignet für Sportler, die sich verbessern wollen, und Leute, die schon laufen oder schwimmen, da mit EMS Kraft trainiert wird und nicht die Ausdauer, was für die Fitness nur die Hälfte der Miete ist. Elektrostimulation wird außerdem als Therapieform eingesetzt, wenn Muskeln nach Unfällen zum Beispiel nicht mehr willkürlich bewegt werden können.

Wer macht denn so was?
Mehr Frauen als Männer, das Verhältnis ist ca. 60 zu 40.

Vorteile

  • Man spart viel Zeit gegenüber einem normalen Krafttraining, weil EMS so effektiv ist.
  • Die Kontraktionen sind viel stärker, als das willkürlich möglich wäre.
  • Es wird auch die Tiefenmuskulatur trainiert (wie bei Yoga oder Pilates beispielsweise).
  • Man hat einen persönlichen Kilian, der den Schweinehund im Zaum hält.
  • Die Kiliane sehen prima aus.
  • Es ist sehr gelenkschonend.
  • Es können gezielt verschiedene Muskelgruppen trainiert werden. (Das ist besonders wichtig, wenn muskuläre Unterschiede ausgeglichen werden sollen. Langes Sitzen am Schreibtisch führt beispielsweise zu einer Verkürzung der Brustmuskulatur mit gleichzeitiger Schwächung der Schulter und Rückenmuskulatur.)

Nachteile

  • Es macht nicht so viel Spaß, dass man dabei vor Freude jauchzt.
  • Man steht verkabelt in einem Schaufenster.

  • Fotos: Cathy Dupre, Mauritius Images/Cusp, Stas Perov/Fotolia.com, istockphoto, Christopher Fulcher/istockphoto.com, PR
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