Doppeltes Training: Laufen und Yoga

Laufen und Yoga haben wenig gemeinsam, aber sie ergänzen sich ideal. Genau deshalb ist ein kombiniertes Training aus beiden Sportarten unschlagbar für Ausdauer, Kraft und Biegsamkeit.

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Anstrengung oder Entspannung? Längere Puste oder mehr Kraft? Dynamisches Bewegen oder statisches Halten? Laufen und Yoga können unterschiedlicher nicht sein. Das Besondere bei diesem Paar: Eine Sportart profitiert von der anderen - und letztendlich bringt das den größten Gewinn. "Beim Laufen geht man nach draußen und tobt sich aus - beim Yoga geht man nach innen und wird ruhig", erklärt Yoga-Lehrerin Claudia Geis. Zudem werden Muskelpartien, die beim Laufen extrem beansprucht werden, durch Yoga bestmöglich gedehnt und regeneriert. Damit wird das Körpergefühl erheblich verbessert.

So profitieren Sie vom Trainingsmix:

Mehr Ausdauer: Herz und Kreislauf kommen beim Laufen effektiver auf Trab. Das wiederum wirkt sich positiv bei der Durchführung der Yoga-Übungen aus. Zudem ist man an der frischen Luft, erlebt die Natur und kann seine Sinne nach außen richten.

Mehr Luft: Durch die speziellen Atemübungen (Pranayama) wird die Atmung tiefer, ruhiger und rhythmischer. Zudem nutzt man die Bauchatmung intensiver. Die aufrechtere Körperhaltung sorgt zusätzlich für mehr Platz im Brustkorb - die Lunge kann besser Luft aufnehmen. Dieses Sauerstoff-Plus bringt mehr Laufleistung.

Regenerations-Turbo: Pranayama und Abschlussentspannung beschleunigen die Selbstheilungskräfte sowie den Abbau von Milchsäure und Schlackenstoffen, die beim Laufen entstehen. Zudem wird der Schlaf tiefer und die Erholung dadurch größer. Der Effekt: Man ist schneller wieder fit für die nächste Trainingseinheit. Bessere Körperhaltung: Yoga verbessert das Körpergefühl und fördert eine aufrechte Haltung. Fehlhaltungen (z. B. Beckenschiefstand) können korrigiert werden und verschlimmern sich durchs Laufen nicht. Zudem läuft man ökonomischer.

Perfekter Laufstil: Yoga steigert die Beweglichkeit - das bringt einen besseren Kniehub beim Laufen, die Schritte werden "runder", länger und können sich besser an unterschiedliche Geschwindigkeiten und Untergründe anpassen. Dadurch kann man sowohl länger als auch schneller laufen.

... die üblichen Joggingbeschwerden bekommt man auch in den Griff: Gezielte Yoga-Übungen (Asanas) kräftigen die Läufer-Muskulatur von Beinen, Hüften, Bauch und Rücken. Fehlbelastungen und Abnutzung können vor allem in den Sprung- und Kniegelenken sowie in der Achillessehne verringert werden. Das ist die Verletzungsvorbeugung par excellence!

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  • Text: Michaela Rose
    Fotos: Jan Rickers; Getty Images (1)
    Produktion: Joana Claro