Gehören Sie schon zu den Nordic Walkern, oder wollen Sie es noch werden? Keine Sportart außer Fußball in den 50er Jahren hat in so kurzer Zeit so viele Anhänger/innen gefunden. Schon 600.000 sind in Deutschland mit den Spezialstöcken unterwegs. Kein Wunder, denn Nordic Walking ist nicht nur ein guter Fatburner, sondern auch ein toller Sport für Neueinsteiger und alle, die sonst nur Krafttraining machen. Richtig intensiv wird es beim Nordic Jogging. Aber auch schon beim langsamen Nordic Walking wird der ganze Körper optimal durchblutet, Herz und Kreislauf kommen in Schwung, Knie- und Hüftgelenke werden geschont - und man kann dabei abschalten und den Stress loswerden. Stressforscher haben nämlich herausgefunden, dass Sport am besten entspannt, wenn man sich weder über- noch unterfordert; auf das rechte Maß kommt es an. Und diese Balance kann beim Nordic Walking gut gehalten werden. Faustregel: Sie müssen immer so viel Puste haben, dass Sie sich beim Walken noch mit Freunden unterhalten können.
Und so wird's gemacht:
In vier Schritten zum Nordic-Walking-Feeling
Schritt 1:
Stecken Sie die Hände durch die Handschlaufen und gehen Sie einfach los. Dabei die Stöcke nicht festhalten, sie schleifen über den Boden. Die Schlaufen sollten möglichst eng sitzen. Die Schultern sind locker, die Arme schwingen vor und zurück. Die Füße immer mit der ganzen Ferse aufsetzen, dann über die Außenkante zum Großzehballen abrollen und kräftig abdrücken.
Schritt 2:
Konzentrieren Sie sich jetzt auf die Handschlaufen. Sobald ein Arm nach vorn schwingt und der Stock Bodenkontakt kriegt, mit der Hand Druck auf die Schlaufe geben und die Finger fest um den Griff schließen. Beim Armschwung nach hinten die Hand bewusst öffnen, der Stock wird durch die Handschlaufe gehalten. Und wieder nach vorn schwingen lassen... Dieses Wechselspiel zwischen Druckgeben und Loslassen erst mal üben.
Schritt 3:
Jetzt lernen Sie die Koordination von Armen und Beinen: Wenn der rechte Fuß vorn ist, am linken Stock bewusst Druck auf die Handschlaufe und den Griff geben und dann den Stock mit langem Arm locker nach hinten schwingen lassen. Der Schwung nach hinten ist die wichtigste Stockbewegung. Er hält den Oberkörper aufrecht und entlastet den Nacken. Die Schultern bleiben immer locker.
Schritt 4:
Setzen Sie den rechten Stock an der Körperseite auf, sobald die linke Ferse den Boden berührt. Und umgekehrt. Die Stöcke nah am Körper führen, fest aufsetzen und kraftvoll nach hinten ausschwingen lassen. Das vordere Knie immer leicht gebeugt lassen, also keine Riesenschritte machen. Wer schon ein bisschen Übung hat, wird merken, dass sich durch den Stockeinsatz linke Schulter und rechte Hüfte, rechte Schulter und linke Hüfte immer gleichzeitig nach vorn bewegen. Diese Gegenbewegung stabilisiert die Wirbelsäule optimal.
Wenn der Bewegungsablauf stimmt, merken Sie, dass Sie richtig Tempo machen. Starten Sie jetzt mit dem Programm.













