Fitnesstrend
Outdoor-Fitness: Wir wollen raus!

Zum Bodystyling ins Fitness-Studio? Nö, jetzt ist das ideale Wetter für Outdoor-Fitness - noch nicht zu warm, nicht mehr zu kalt.

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Foto: Anja Lubitz

Menschen, die ihre Figur in Ordnung bringen oder endlich ohne Atemnot in den dritten Stock laufen wollen, haben genau zwei Möglichkeiten. Entweder: Sie melden sich in einem Fitness-Studio an und versuchen, regelmäßig 45 Minuten auf einem Crosstrainer zu überleben. Vielleicht klappt das, vielleicht fragen diese Menschen sich aber auch zwischendurch, was sie da eigentlich tun, während draußen die Sonne scheint, drinnen die Luft im besten Fall nach nichts riecht und ihr Ausblick aus 30 anderen Gesichtern besteht, die sich genauso verzweifelt verzerren wie das eigene. Oder: Sie laufen durch einen Park, trainieren ihren Bauch zwischen Gänseblümchen und Rhododendron, spüren Regentropfen auf der Haut und haben dabei auch noch nette Begleitung.

Die zweite Möglichkeit ist attraktiver als die erste? Das ist wohl der Grund, warum immer mehr Sportler und solche, die es werden wollen, in einen Outdoor-Fitnessclub eintreten. Auch wenn die Vermutung naheliegt, hinter "Outdoor" verbergen sich weder Rafting noch Freeclimbing, sondern ganz simpel Ausdauer-, Kraft- und Koordinationstraining in Gruppen, unter Anleitung eines Profi-Trainers in der Natur. Und zwar bei Wind und Wetter, Sonne, Regen und Schnee.

"Wir wollen eine Alternative zum Fitness- Studio bieten", erklärt Maike Haselmann, 31, die mit zwei Freunden "Onlysports" in Hamburg gegründet hat. Inspiriert durch British Military Fitness aus London, ein Freilufttraining, entwickelt vom englischen Offizier Robon Cope, das in Großbritannien in Hunderten von Parks angeboten wird. Maike Haselmann und ihre Partner veränderten das Programm nach ihren Vorstellungen, arbeiteten dabei mit Profis von der Sporthochschule zusammen - und fertig war Onlysports. "Im Grunde wird bei uns nicht anders als in jedem Studio trainiert. Mit zwei kleinen Unterschieden: Wir sind IMMER draußen, und es dreht sich bei uns nur um den Sport. Keine Bar, keine Musik, keine Sauna - nur Training."

Das sieht in Hamburg so aus: Fünf Mal in der Woche finden nach Feierabend im Park Planten un Blomen oder in der Hafencity Onlysports-Kurse statt. Dauer: 60 Minuten, Anspruch: mittel bis ziemlich anstrengend. "Wir achten darauf, dass der ganze Körper voll beansprucht und herausgefordert wird", erklärt Maike Haselmann.

Die Trainer haben unterschiedliche Schwerpunkte - von Kampfsport bis Aerobic - und dürfen ihre Kurse aufbauen, wie es ihnen gefällt. Für die Teilnehmer heißt das Auswahl, Abwechslung und niemals Langeweile. Onlysports-Trainerin Sonja hält sich jedenfalls an die gute Mischung aus Kraft und Ausdauer. An einem Montagabend macht sie das "Regulär"-Training, das sich an Leute wendet, die mehr vertragen als zehn Liegestütze und drei Hampelmänner. Anfänger treffen sich in den "Technik"-Kursen, Supersportler beim "Speed"-Training.

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  • Fotos: Anja Lubitz
    Text: Nina Grygoriew
    Ein Artikel aus BRIGITTE BALANCE
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