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"Früher benötigten Anfänger mindestens eine Woche Skikurs für den Einstieg, heute reichen oft schon zwei, drei Tage", sagt Max Holzmann vom Deutschen Skilehrerverband. Früher, das war, als die Skifahrer noch mit langen, schmalen und untaillierten Brettern unterwegs waren. Ende der neunziger Jahre haben sich die deutlich kürzeren, breiteren und taillierten Carving-Ski durchgesetzt und inzwischen auch die noch breiteren und vorne und hinten noch stärker nach oben gebogenen Rocker-Ski. Carving- und Rocker-Ski sind einfacher zu fahren, da sie sich in den Kurven leichter drehen. Das führt bei Neueinsteigern allerdings oft dazu, dass sie ihr Können überschätzen. "Viele fahren zu schnell, ohne dass sie wirklich sicher bremsen und ausweichen können", sagt Max Holzmann. Messungen haben ergeben, dass das Tempo auf den Pisten in den vergangenen zehn bis fünfzehn Jahren deutlich zugenommen hat. Umso wichtiger ist die richtige Technik beim Skifahren. Die zehn häufigsten Fehler und wie es richtig geht.
Die häufigsten Fehler und die richtige Technik beim Skifahren
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Da hakt's: Die Kanten werden nicht oder zu wenig eingesetztSo läuft's: Die Carving-Technologie hat einen Haken: Die modernen Ski sind so drehfreudig, dass eine leichte Oberkörperrotation oft ausreicht, um eine Kurve zu fahren. Doch das ist nicht Sinn der Sache: Ein guter Skifahrer kantet beim Kurvenfahren. Dafür Sprung-, Knie- und Hüftgelenk nach innen zur Kurvenmitte kippen. Durch das Kanten steuert man die Ski aktiv und behält Tempo und Richtung im Griff.
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Da hakt's: Oberkörper und/ oder Arme rotieren in der KurveSo läuft's: Wer die Kraft zum Drehen aus dem Oberkörper oder aus den Armen holt, belastet Hüfte und Wirbelsäule unnötig. Ziel ist es, den Oberkörper ruhig, gerade und stabil talwärts gerichtet zu halten. So als würde man ein Tablett vor sich hertragen, von dem nichts runterfallen soll. Nur die Beine bewegen sich (Fuß- und Kniegelenk). Sie fahren damit ökonomischer und stabiler. Generell gilt: Die Gelenke, die dem Sportgerät am nächsten sind, arbeiten am effektivsten. Wenn sie diesen Grundsatz beachten, erzielen Sie mit minimalem Einsatz maximalen Nutzen – und haben am Abend noch Energie für einen Einkehrschwung in der Schnee-Bar.
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Da hakt's: Der Außenski rutscht in der Kurvenausfahrt wegSo läuft's: Der Außenski rutscht vor allem auf harten und eisigen Pisten gerne nach außen weg. Das hilft: Statt beide Beine gleich zu belasten, in der Kurvenausfahrt den Außenski stärker belasten und aktiv innen kanten. Dann haben Sie wieder alles im Griff.
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Da hakt's: Rücklage nach der KurveSo läuft's: Wer sich nach einer Kurve in der Rücklage wiederfindet, hat ein Problem: Er verliert die Kontrolle über die Ski. Das hilft: Bei der Kurveneinfahrt geht es in der Falllinie den Berg hinunter. Um das auszugleichen, den Körper aktiv nach vorne bewegen. Ziel: immer mittig über dem Ski bleiben. So lange Sie den Druck des Skischuhs am Schienbein spüren, ist die Position richtig.
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Da hakt's: Der Beinabstand stimmt nichtSo läuft's: Die Beine sollen maximal hüftbreit geöffnet sein. Optimal ist die Beinstellung, wenn zwischen die beiden Ski eine Hand passt. Anfänger neigen dazu, die Beine zu weit zu öffnen. Wer Skifahren noch im alten Stil gelernt hat, hält die Beine dagegen oft zu eng zusammen ("Wedeln"). Beide Haltungen verhindern eine optimale Gewichtsverteilung und erschweren das Kanten.
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Da hakt's: Falsche Beinbelastung im TiefschneeSo läuft's: Mit dem richtigen Material (breiteren All-Mountain- oder Freeride-Skiern) ist Tiefschnee-Fahren richtig einfach. Die breiteren Ski werden vom Schnee nach oben gedrückt, sie "schwimmen auf", das erleichtert das Drehen. Trotzdem gibt es im Tiefschnee eine Besonderheit: Die Beine werden in der Kurve möglichst gleichmäßig belastet. Der Körperschwerpunkt liegt etwas weiter hinten. Aber Vorsicht: Die Betonung liegt auf etwas. Der Körperschwerpunkt bleibt dabei nahezu in der Mitte. Wird er zu weit nach hinten verlagert, sinken die Ski hinten zu stark ein. Kurvenfahren und Drehen wird dadurch schwerer und anstrengender.
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Da hakt's: Zu wenig Beinbewegung in der BuckelpisteSo läuft's: In der Buckelpiste muss man beim Kurvenfahren umdenken. Auf der normalen Piste strecken wir die Beine zum Kurvenwechsel. In der Buckelpiste beugen wir dagegen die Beine und drehen gleichzeitig, wenn wir auf einen Buckel fahren. Dieses Anziehen der Beine muss deutlich ausgeführt werden, um den Buckel auszugleichen. Vor allem, wenn die Buckel auf einer vielbefahrenen Piste im Laufe des Tages immer höher und damit schwieriger zu fahren sind.
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Da hakt's: Die Skiausrüstung ist nicht in SchussSo läuft's: Der Trend geht zur Leihausrüstung und damit fährt man in der Regel gut. Bei eigenem Material gilt: "Spätestens nach einer Woche Skifahren sollte man Belag und Kanten neu präparieren lassen", rät Skilehrer Max Holzmann. Die Bindung sollte zudem immer auf das aktuelle Körpergewicht eingestellt sein. Im Sportgeschäft oder in der Skischule kann man sein Material checken lassen.
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Da hakt's: Untrainiert auf die PisteSo läuft's: Fürs Skifahren benötigt man Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit. Ideal zur Vorbereitung sind Nordic Walking oder Jogging, kombiniert mit Skigymnastik. Je besser trainiert Sie in den Skiurlaub starten, desto lässiger fahren Sie die Pisten runter. Und keine Angst vor aufwändigem Training: Nur zehn Minuten Skigymnastik am Tag bringen schon viel (zum Beispiel mit diesem Programm: Skigymnastik: Die besten Übungen). Wenn es mit dem Training trotzdem nicht geklappt hat: Lassen sie es im Skiurlaub langsam angehen, beginnen Sie mit einfachen Abfahrten und planen Sie über den Tag mehrere Pausen ein.
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Da hakt's: Ausschlafen und den Tag gemächlich beginnenSo läuft's: Sie können gerne die Erste beim Après-Ski sein – so lange Sie auch die Erste am Lift sind. Nach Betriebsbeginn sind die Pisten perfekt präpariert. Es gibt keine Eisplatten. Diese perfekten Bedingungen sollten Sie nutzen.
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Buchtipp zum WeiterlesenHier finden Sie die wichtigsten Tipps zur richtigen Technik beim Skifahren für vier Könnensstufen, vom Einsteiger bis zum Experten: Skifahren einfach. Der DSLV-Lehrplan. BLV-Verlag, 24,95 Euro.












vielen Dank für Ihren Kommentar, aber da sind Sie leider falsch informiert. Die Erklärung finden Sie beim nächsten Punkt: "Wer die Kraft zum Drehen aus dem Oberkörper oder aus den Armen holt, belastet Hüfte und Wirbelsäule unnötig. Ziel ist es, den Oberkörper ruhig, gerade und stabil talwärts gerichtet zu halten. So als würde man ein Tablett vor sich hertragen, von dem nichts runterfallen soll. Nur die Beine bewegen sich (Fuß- und Kniegelenk). Sie fahren damit ökonomischer und stabiler."
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