Workout
Diese Skigymnastik macht auch Nichtwedler fit

Skigymnastik hat sich zum idealen Fitmacher entwickelt - egal, ob Sie auf die Piste wollen oder nicht. Diese Übungen kräftigen die Tiefenmuskulatur und halten Sie fit.

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Erinnern Sie sich noch an die gute alte Skigymnastik im Fernsehen, mit Rosi Mittermaier und Christian Neureuther? Wippen, wedeln, hüpfen? Auch wenn das lustig war: Die Wipp- und Wedelbewegungen aus den Telegym-Zeiten können Sie vergessen. Die Skigymnastik hat sich inzwischen zum modernen Core-Workout gemausert, das die stabilisierende Tiefenmuskulatur anspricht. Und deswegen ist sie ein perfektes Krafttraining für alle, die fit über den Winter kommen wollen, egal, ob auf Skiern oder einfach so. "Am besten sind Übungen, die Kraft, Koordination und Gleichgewicht zugleich schulen", sagt Skisportexperte Andreas Thomann von der Deutschen Sporthochschule Köln und verrät seinen Lieblingstrick. "Jeden Morgen die Zähne im Einbeinstand putzen."

Da das allein aber natürlich als Skigymnastik noch nicht reicht, hat der Diplom-Sportwissenschaftler zusammen mit BRIGITTE ein Ski-Workout zusammengestellt, das Sie aus dem Gleichgewicht bringt - damit Sie es später besser halten können. Zwei Tennisbälle spielen bei dieser Skigymnastik eine tragende Rolle (es geht aber auch ohne). Die effektiven Skigymnastik-Übungen kräftigen von Kopf bis Fuß alle wichtigen Körperpartien fürs Carven im Schnee. Das sind vor allem Sprung- und Kniegelenke, Beine und Rumpfmuskulatur, Schultern und Handgelenke, denn diese Bereiche sind beim Skifahren und Snowboarden besonders gefordert und gefährdet.

Der Effekt: Mit der ganzheitlichen Kraft und Koordination bleibt nicht nur der Muskelkater aus. Auch die Fahrtechnik wird durch diese Skigymnastik besser, weil die Muskulatur sogar am Ende langer Pistentage noch fit ist. So minimiert man das Risiko von Überlastungen und Verletzungen. Sollten Sie doch einmal hinfallen, fängt Ihre Muskulatur dank der Vorbereitung durch die Skigymnastik den Sturz besser ab.

So funktioniert's:
Zwei Tennisbälle intensivieren das Skigymnastik-Workout, weil sie für einen Wackeleffekt sorgen. Das trainiert die tiefe Rumpfmuskulatur und bringt Stabilität auf holprigen Abfahrten und bei unfreiwilligen Rutschpartien. Untrainierte sollten die acht Skigymnastik-Übungen zuerst ohne Tennisbälle ausführen - mit oder ohne Schuhe, wie Sie mögen.

Sie brauchen etwa eine halbe Stunde Zeit und:
• eine weiche Unterlage für die Bodenübungen
• zwei Tennisbälle
• einen größeren Ball
• Sportschuhe

Mindestens sechs Wochen vor dem Skiurlaub sollten Sie mit Skigymnastik beginnen - am besten drei Mal pro Woche. Dazu sollten Sie auch Ihre Ausdauer durch Laufen, Walken oder Schwimmen trainieren.

Keine Tennisbälle? Dann geht's auch so:
• Augen zu - das macht die Übungen schwerer, weil Ihr Gleichgewichtssinn gefordert ist.
• Weiche Unterlagen wie Kissen, eine gefaltete Decke oder auch eine Matratze machen den Untergrund instabil.
• Zwei Holzstäbe quer unter dem Ballen - die gibt es günstig im Baumarkt.
• Therapiekreisel oder Wackelbrett - alles, was Sie aus dem Gleichgewicht bringt.

  • Text: Michaela Rose
    Ein Artikel aus der BRIGITTE Balance
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