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Sport-Wissen: So trainieren Sie schlauer

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Muss ich mit einem verstauchten Fuß unbedingt zum Arzt?

Kommt drauf an. Wenn der Knöchel nicht dick wird und sich bewegen lässt, ist wahrscheinlich nichts Schlimmes, etwa ein Bänderriss, passiert. Dann aber trotzdem erst mal eine Weile nur gehen und schauen, ob sich alles normal anfühlt, eventuell zunächst zehn Minuten kühlen. Tut der Knöchel beim Auftreten oder Bewegen weh, wird dick oder blau, zum Arzt gehen. Dort wird mit Ultraschall, Röntgen oder Kernspin die Diagnose gesichert. Ein Hinweis auf eine schlimmere Verletzung ist auch, wenn der Kreislauf reagiert, sprich einem schlecht oder schwindlig wird.

Bei welchen Sportverletzungen bringt Kühlung eigentlich was?

Bei allen Verletzungen, die mit Schwellungen verbunden sind, z. B. Prellungen oder Verstauchungen, aber auch bei schweren Verletzungen wie Bänderriss oder Knochenbruch als Erste Hilfe. Zu intensives Kühlen kann aber auch Nachteile haben. Man nimmt keinen Schmerz mehr wahr und kann deshalb schlechter beurteilen, wie schlimm die Verletzung ist. Und an der Haut kann es zu Erfrierungen kommen. Deshalb: Immer nur zehn bis 15 Minuten lang kühlen, dann eine Pause machen. Zerstoßenes Eis in einer Plastik- tüte nicht direkt auf die Haut legen, sondern in ein Handtuch oder T-Shirt wickeln. Noch schonender ist sogenanntes Hot Ice: Dafür 15 Eiswürfel in einem Liter Wasser schmelzen lassen, dann hat das Wasser die richtige Temperatur für kalte Umschläge. Unterwegs sind Coldpacks, die durch Drücken aktiviert werden, besser als Kältesprays, die weniger Tiefenwirkung haben.

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  • Ein Artikel aus BRIGITTE Balance 3/2012
    Fotos: Jan Rickers
    Produktion und Styling: Joana Claro
    Text: Sabine Thor-Wiedemann