Sportmode
Die neuen Wintersport-Trends - frisch von der Ispo
Trendspotting auf der Ispo: BRIGITTE-Ressortleiterin Sinja Schütte stöberte für uns auf der Internationalen Fachmesse für Sportartikel und Sportmode nach den Neuheiten für den kommenden Winter.
Trend: Pudelmütze
Sie sehen aus wie Kinderwollmützen: bunt gemustert und mit Bommel, sind aber ganz funktional aus Kunstfaser mit Fleece-Innenfutter. Beide Modelle sind von Marmot.
Trend: Pudelmütze
...sehr schick auch die Neonfarben-Variante von Hagloefs.
Trend: Fäustlinge
Fäustlinge sind gar nicht mehr uncool und unpraktisch. Das zeigt auch die Knallfarben-Vollleder-Variante von Hestra. Sie fühlt sich im Inneren an wie ein Fingerhandschuh mit separaten Fingerfächern. Das erhöht die Griffigkeit, bietet aber gleichzeitig die viel bessere Wärmeleistung eines Fäustlings. Auch praktisch: die Handgelenkschlaufe – den Fäustling kann man eigentlich nicht mehr verlieren...
Trend: Knallfarben
Im nächsten Jahr heißt es: Hauptsache bunt und knallig. Auf dem Marmot-Stand ist schon zu sehen, wie es geht: Man nehme lila, grün, pink, orange und neongelb, dann einmal kräftig mischen und fertig ist das Trend-Outfit. Also. Nur Mut!
Trend: Daune - warm und jetzt auch trocken
Der Daunentrend geht weiter: Die warmen Jacken gibt's in der nächsten Saison in noch mehr Farben, Formen und Längen. Und endlich auch so gut wie wasserdicht. Berghaus zum Beispiel hat ein patentiertes Verfahren entwickelt, die einzelne Daune zu imprägnieren. D.h. die kleinen Federn sollen erst gar nicht mehr feucht werden. Ergänzend ist auch das Obermaterial der Jacken stark wasserabweisend. Überraschend modisch präsentiert der eher klassische englische Hersteller seine High-Performance-Linie in knalligem grün-türkis (Foto) und lila.
Haglöfs: Da ist kein Durchkommen
Natürlich hat auch der innovative skandinavische Hersteller Haglöfs Daune im Sortiment, wie zum Beispiel die Bivvy II Down Jacket. Ihre Außenhülle ist gefertigt aus Pertex-Eco-Gewebe. Das Besondere: Der Stoff ist so fein gewoben, dass auch wirklich nicht die kleinste Daune piksen kann. Undurchdringlich soll der Stoff sein, für Daunen von innen und für Wind von außen.
Columbia: Rettende Wärme
Der amerikanische Hersteller Columbia setzt an, den europäischen Markt zu erobern. Da darf Daune nicht fehlen. In diesem Jahr gibt es die Damen-Variante mit Kapuze. Hier wärmt übrigens nicht nur die superleichte Daune sondern auch die Omniheat-Technologie, eine wärmereflektierende Stoffbeschichtung, mit denen Columbia ihre Jacken aber auch Unterwäsche und Schuhe ausstattet. Abgeguckt von den Wärmedecken der Bergretter, nutzt Columia das Material mit dem Ziel, die körpereigene Wärme zu reflektieren und zu verstärken ohne dabei die Atmungsaktivität zu verlieren.
Ganz schön heiß!
Und so sieht die Omniheat-Technologie aus (das ist die Innenseite nach außen gekehrt), die Columbia in Unterwäsche, Jacken, Handschuhe und sogar Schuhe steckt. Kleine Silberwaben halten von Kopf bis Fuß warm - von innen aus.
Trend: Hybriden
In Sachen Stoff und Füllung wird gemischt, was praktisch ist und die Nutzer trocken und warm hält. Jack Wolfskin zum Beispiel kombiniert bei der Zenon Jacke Daunen mit Fibercloud-Füllung. Fibercloud ist eine Kunstfaser, die wie Daune wärmt, aber sehr viel unempfindlicher ist. Sie wird bei diesem Modell an Schultern und Armen eingesetzt. Das ist der Bereich wo Rucksackriemen sitzen und die bei Regen tropfnass werden. Daune ist hier überfordert, würde bei Druck und Nässe nicht mehr wärmen. Die Kunstfaser schafft das und trocknet auch schneller.
Die leicht auskühlenden Bereiche wie Rücken und Brust dagegen halten Daunen warm. Das Obermaterial der gesamten Jacke wurde mit einer speziellen Silikonmischung behandelt, die umweltverträglich ist und gleichzeitig den Stoff wasserabweisend macht. Und das Beste: Es muss nicht nachimprägniert werden. Ganz trendy gibt es die Jacke in knallgrün mit pinken Farbtupfern an Kapuze und Bund.
Trend: Daunen-Ersatz
Daune ist warm, aber Daunen werden auch schnell nass, dann wärmen sie nicht mehr. Das Naturprodukt ist nicht leicht zu pflegen (muss immer in den Trockner) und außerdem wird es immer schwerer, Daunen von glücklichen Gänsen zu bekommen. Darum setzen die Hersteller auf Daunen-Ersatz. Primaloft war der Vorreiter, inzwischen gibt es viele sehr gute Varianten. Fast jeder Hersteller hat seine eigene High-Tech-Faser entwickelt. Sie sind leicht wie Daunen, wärmen ähnlich gut, vor allem aber auch in nassem Zustand und sie sind um vieles pflegeleichter. Schöffel zum Beispiel setzt auf Ventloft statt Federn und nutzt die hochtechnische Polyesterfaser für Jacken, Westen und einen Mantel. Ganz praktisch lässt sich die gesamte Cushy-Hoody-Jacke in sich selbst zum kleinen Päckchen falten und in der Handtasche verstauen.
Trend: Skibergsteigen
Die Skibergsteiger nehmen sich von beidem das Beste: vom Skifahren und vom Tourengehen. Sie steigen abseits der Pisten einfach ein paar hundert Meter auf, genießen den Pulverschnee und fahren dann aber auch auf der Piste zum nächsten Lift, um wieder nach oben zu kommen. Nichts muss, alles kann. Und das Material macht mit: Ski, die so leicht sind, dass man mit ihnen auch aufsteigen kann, aber gleichzeitig so breit, dass sie im Pulverschnee das reinste Vergnügen bereiten. Wie zum Beispiel der Ski Stella von Salomon. Die Wabenkonstruktion in den Skispitzen spart die entscheidenden Gramm, die den Aufstieg erleichtern.
Trend: Eine Bindung für alles
Sehr praktisch sind Bindungen, die mit wenigen Handgriffen von der Sicherheitsbindung in eine Tourenbindung mit Aufstiegshilfe verwandelt werden können und wieder zurück. Hier zum Beispiel die Bindung Guardian WTR 13 von Salomon, die die Anforderungen einer kompletten Ski-Sicherheitsbindung erfüllt, aber ruckzuck umgebaut werden kann.
Trend: Stiefel für Aufstieg und Abfahrt
Skistiefel, die sich von weich auf hart und umgekehrt verstellen lassen, wie zum Beispiel der Waymaker von Atomic. Ein Dreischnaller, der vom Abfahr- in den Aufsteigemodus gestellt werden kann und wieder zurück. Die Sohle hat übrigens das Profil eines Bergschuhs, das greift besser im Gelände. Die Profilsohle lässt sich aber mit wenigen Schrauben abmontieren und durch eine glatte Skischuhsohle ersetzen.
Trend: Weg von verspielten Blumen-Ski für Damen...
... hin zu graphischen Mustern (z.B. von Atomic) oder ganz schlichten schwarzen oder weißen Modellen (z.B. von Blizzard).
Trend: Sicherheit für den Kopf
Helme sind nicht mehr wegzudenken von den Pisten. Alpina schützt beim Menga JV per Visier gleich noch die Augen mit.
Trend: Sicherheit im Boarder-Look
Uvex setzt beim Helm HLMT 5 Pro auf Farbe, dreidimensionale Größenverstellbarkeit und den Boarder-Look.
Trend: Outdoor für jeden Tag
Funktionale und lässige Oudoorjacken erobern die großen und kleinen Städte. Zum Beispiel der wasser- und winddichte 29 dri2 Coat vom norwegischen Trendlabel Norrøna als Herbstvariante.

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