Geburtsvorbereitung: Promis schwören auf Yoga
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BRIGITTE.de: Und nach der Geburt?
Patricia Thielemann: Auch nach der Geburt ist Yoga ideal - als spezielles postnatales Yoga-Programm. Die Mütter können etwa sechs Wochen nach der Geburt damit anfangen, wenn die ersten Rückbildungsübungen mit der Hebamme beendet sind. Für ein normales Sportprogramm ist es zu diesem Zeitpunkt noch zu früh. Der Beckenboden ist noch von der Schwangerschaft und der Geburt geschwächt, die Gelenke und Muskeln sind gelockert und die Mütter fühlen sich oft wie "auseinandergefallen". Das ändert sich nach einer Geburt auch nicht von heute auf morgen. Deshalb sollte man in den ersten sechs Monaten noch auf das gewohnte Training verzichten.
Dazu kommt, dass die Mütter meist müde und erschöpft sind, weil sie nachts alle paar Stunden aufstehen müssen, um das Baby zu versorgen. Ein normaler Fitnesskurs wäre ein großer Stress für sie - der auch dazu führen kann, dass die Milchproduktion nachlässt.
Beim Rückbildungs-Yoga werden all diese Faktoren berücksichtigt. Die Frau hat die Möglichkeit, aufzutanken und körperlich und seelisch wieder zu sich zu finden. Wichtig ist, dass die Psyche beim Yoga mit einbezogen wird. Die anstrengende Zeit fängt für die Frau ja meist erst nach der Geburt an - dann, wenn keiner mehr im Bus für sie aufsteht oder sich nach ihrem Befinden erkundigt. Sie muss das Kind versorgen, hat oft keine Zeit mehr für ihre eigenen Bedürfnisse und fühlt sich vielleicht unwohl, weil sie zugenommen hat. Gerade wenn sie erschöpft ist und das Gefühl hat, sie schafft das alles nicht mehr, gewinnt sie beim Yoga wieder Zuversicht und Vertrauen. Zum Beispiel bei der Tiefenentspannung, die den Frauen das Gefühl geben soll, sie werden von einer größeren Kraft getragen.














