Der Hörsinn
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Tinnitus oder Hörsturz?
In Deutschland leiden rund drei Millionen Menschen unter Ohrgeräuschen. Dabei senden aufgequollene oder entzündete Hörzellen von selbst Signale ans Gehirn. Ein Tinnitus tritt oft nach Lärmüberlastung auf und kann durch eine Therapie mit Infusionen oder Medikamenten behandelt werden. Hält der Tinnitus jedoch länger als drei Monate an, hat diese Durchblutungsförderung keinen Sinn mehr: Die Tinnitus-Aktivität ist dann im Gehirn fixiert. "In der Therapie geht es nun darum, das Weghören zu lernen", erklärt Tinnitus-Expertin Dr. Birgit Mazurek, HNO-Ärztin an der Berliner Charite. Viele Betroffene leiden besonders unter den Geräuschen, weil sie ihre ganze Wahrnehmung darauf fokussieren. Wer hingegen plötzlich schlecht hört, leidet möglicherweise an einem Hörsturz und sollte spätestens am zweiten Tag zum Arzt gehen. Denn die Ursache ist oft eine Art Innenohr-Infarkt, und die Sinneszellen können absterben, wenn die Therapie nicht rechtzeitig beginnt. Ein Hörsturz kann verschiedene Ursachen haben, wie Birgit Mazurek erklärt: "Stress ist allerdings häufig eine Mitursache."











