Kursname: WOYO (Workout & Yoga)
Kursdauer: 60 Minuten
Angeboten von: bisher überwiegend im süddeutschen Raum, aber auch z. B. in Düsseldorf und Hamburg. Alle Studios finden Sie hier: www.woyo.de)
Das bringt's:
Kondition *
Beweglichkeit ***
Muskelstraffung ***
Koordination ***
Geeignet für: Einsteiger, die schon länger mit Yoga liebäugeln, sich aber langsam herantasten möchten.
Darum geht's: Mix aus Yoga und Workout-Übungen. Erweiterung von klassischen Yoga-Übungen mit diversen Hilfsmitteln wie Kork-Block oder Schaumstoffpolster, keine Choreographie. Intensität der Asanas je nach Trainingsniveau individuell anpassbar.
So war's: Der Kursraum im Hamburger Fitnessclub Aspria (www.aspria.com) ist abgedunkelt, irgendwie gemütlich, kuschelig. Ganz im Gegensatz dazu der Look der Kursleiterin: In ihrem weißen Yoga-Outfit strahlt sie zwar Entspannung, aber doch auch eine unglaubliche Energie aus. Und auch die Utensilien auf dem Boden neben ihrer Matte machen schnell deutlich: Die bevorstehenden 60 Minuten WOYO werden keine gemütliche oder gar meditative Stunde. Auch wenn es die ruhige Musik im CD-Player vermuten lässt.
Die erfahrenen WOYO-isten stehen bereits perfekt vorbereitet auf ihren Yoga-Matten, während ich noch mit einigen anderen Einsteigern die Hilfsmittel zusammensuche. Wie früher im Sportunterricht in der Schule stürmen wir das Regal und nehmen Kork-Blöcke, Gurt, Schaumstoffpolster, Ball und Matte.
Das Besondere am Workout-Yoga ist, dass die klassischen Yoga-Übungen wie "der Hund" und "das Brett" mit Hilfsmitteln ausgeübt werden. "So kann die Stunde je nach Trainingsform des Einzelnen auf individuelle Bedürfnisse abgestimmt werden. Der Fokus beim WOYO liegt auf Muskelkräftigung, Entspannung und Beweglichkeitstraining sowie Koordination und ist eine gute Vorbereitung für den Einstieg in das traditionelle Yoga", erklärt Kursleiterin Anja.
Für mich ist die Yoga-Welt mit Ausdrücken wie "Asanas" und "Kundalini" noch fremd. Mal sehen, was mich erwartet. Nervös rücke ich die beiden Kork-Blöcke zurecht. "Zum Warmwerden ein paar Brain-Gym-Übungen", kündigt Anja an. Überkreuzbewegungen sollen helfen, die beiden Gehirnhälften miteinander zu vernetzen, um Konzentration und Gedächtnis zu verbessern: Linkes Bein heben, rechten Arm heben, zur Körpermitte führen und umgekehrt. Jeder in seinem Tempo. Ein sportlicher, bullig aussehender junger Typ pariert, ihm gelingt die Übung problemlos. Man kann erahnen, dass er sonst eher hohe Gewichte stemmt, als an Kursen teilzunehmen, die ein angenehmes und motivierendes Körpergefühl versprechen. Eine ältere Dame in der letzten Reihe kämpft mit der Motorik. So richtig will der linke Ellenbogen nicht zeitgleich mit dem rechten Knie die Körpermitte erreichen.













