"Spirit Moonlight Yoga"
Besser schlafen und entspannen mit Yoga

Diese Übungen aus dem Programm "Spirit Moonlight Yoga" tragen Sie wie in einer Sänfte in die Nacht - sie schenken tiefe Entspannung und lassen Sie besser schlafen.

Da reckt man beim Yoga als Hund den Po gen Himmel, blickt dem Leben als Held entgegen und stellt die Welt sogar per Handstand auf den Kopf. Entspannend ist das aber nicht unbedingt. "In den dynamischen Yoga-Stilen sind äußere Form und korrekte Ausführung gefragt - durch dieses "Machen" schafft man die unverzichtbare muskuläre Struktur, die Kraft", sagt Yoga-Lehrerin Patricia Thielemann. "Wirklich loslassen kann man dabei allerdings nur selten." Als sanften Gegenpol zum normalen Yoga, bei dem Körper und Geist sehr aktiv sind, hat Thielemann deshalb das Programm "Spirit Moonlight Yoga" entwickelt. Hier geht es nicht um "Machen", sondern um "Sein" - auf diese Weise bringt Moonlight-Yoga tiefe Entspannung, hilft Körper und Geist bei der Regeneration und sorgt für festen Schlaf.

Das Geheimnis: Bei den üblichen Yoga-Asanas wie Krieger, Kobra oder Katze arbeiten die Muskeln ständig gegen die Schwerkraft an. Bei den Moonlight-Asanas jedoch lässt man sich ganz in die Erdanziehung fallen: Das Körpergewicht wird mithilfe von Kissen, Decken oder Yoga-Block vollständig an den Boden abgegeben. Muskeln, Bauchorgane und Geist können auf diese Weise völlig entspannen. "Die Hilfsmittel tragen uns wie in einer Sänfte, durch das lange Halten können wir tiefer loslassen", sagt Patricia Thielemann. Ein bewusster Atem steigert den Entspannungseffekt noch. Und: Man kann die Haltungen auch zur Meditation nutzen. "Selbst Ungeübte bleiben durch die ungewöhnlichen Haltungen mit ihrer Achtsamkeit bei der Sache und erfahren, was Meditation bedeuten kann: aktiv entspannen, Innigkeit erleben und eins werden mit etwas Größerem", sagt Patricia Thielemann.

So geht's: Mit Moonlight-Yoga klingt der Abend beruhigend aus, das Programm eignet sich ideal, um danach einzuschlafen. Sie können damit einmal in der Woche Ihre reguläre Yoga-Praxis ergänzen. Oder, wenn Sie erschöpft sind, mit ein bis drei Asanas rasch neue Energie tanken. Patricia Thielemanns Tipp: "Wie in einem Hollywood-Film kann man die Stimmung mit der passenden Musik unterstreichen - meist sieht man die Welt danach mit strahlenderen Augen."

Die richtige Moonlight-Atmung

Diese drei gedanklichen Bilder helfen Ihnen, den Atem während der Übungen sanft fließen zu lassen. Üben Sie die drei Schritte zuerst nacheinander, verbinden Sie sie anschließend zu einem sanften Atemfluss. Diese Atmung gilt für alle Übungen.

Eine Blume atmen: Atmen Sie sanft und nur durch die Nase - als würden Sie gegen eine zarte Blume atmen. Den Atem dabei trotzdem spüren.

Das Meer atmen: Lassen Sie den Atem in der Kehle zum leichten Meeresrauschen werden. Leise und kaum hörbar. Ziehen Sie die Atemphasen in die Länge, als ob Sie am Meer stehen und die Luft tief einsaugen.

Einen Satz atmen: Betonen Sie außerdem die Ausatmung, wie bei einem langen Satz, den Sie bis zum Ende sprechen. Die Einatmung passiv geschehen lassen, danach langsam und präzise ausatmen.

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  • Text: Michaela Rose
    Fotos: Jan Rickers
    Produktion: Joana Claro
    BRIGITTE Balance Heft 4/09
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