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11.000 Erzieherinnen streiken bundesweit für besseren Gesundheitsschutz und mehr Gehalt. Auf BRIGITTE.de erzählen vier Erzieherinnen, was ihren Job so schwer macht.
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"Ich bin schon sehr frustriert"
"Auf sieben Kinder kommt in der Krippe ein Erzieher – das ist der gesetzliche Schlüssel. Wenn alle da sind, arbeiten wir also zu viert für maximal 30 Kinder. Wir sind aber oft nur zu dritt. Einer ist immer mal krank oder hat Urlaub – und das müssen wir dann auffangen. Da sind massig Überstunden vorprogrammiert. Manchmal bin ich 10 Stunden am Stück in der Kita. Eigentlich müssten dann Ersatz-Erzieher kommen, aber das passiert nie. Es wäre zu teuer. Und die Kitaleitung erwartet von uns, dass wir solche Engpässe auffangen.
Es gibt eine Menge hauswirtschaftliche Aufgaben, die wir erledigen müssen: Wäsche waschen, Aufräumen, Tische decken, Betten machen. Diese Dinge sind essentiell für das Funktionieren einer Kita, die müssen gemacht werden, – auch bei personalen Engpässen. Es fallen dann also all die Sachen unter den Tisch, die uns und den Kindern am meisten Spaß machen: Projekte, Aktivitäten, Lernen. Der pädagogische Bereich kommt zu kurz. Aber deshalb bin ich doch überhaupt Erzieherin geworden: weil ich pädagogisch arbeiten will! Aufräumen und Wäsche waschen kann ich auch zu Hause. Ich bin schon oft sehr frustriert.
Ich habe versucht, einen Betriebsrat zu gründen, damit wir eine größere Lobby haben gegenüber der Kita-Leitung. Als das rauskam, bekam ich meine Kündigung. Angeblich lassen meine hauswirtschaftlichen Fähigkeiten zu wünschen übrig. Ich vermute, dass man mich einfach loswerden wollte."
Katharina S., 38, Erzieherin aus Wuppertal













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am um
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Fapaju
am 18.06.09 um 14:02
Nach über 20 J. Arbeit mit Kindern, zuletzt als Leitung einer Kita mit Integrationsplätzen, habe ich Ende letzten Jahres schweren Herzens meinen Arbeitsplatz verlassen. Die Gründe sind vielseitig und reichhaltig: Immer schlechter werdende Arbeitsbedingungen, u. a. durch schwammige Regelungen des Gesetzgebers. Illusorische Bildungspläne, ohne verbindlichen Leitfaden für Rahmen-und Arbeitsbedingungen. Größtenteils konsumorientierte, belehrungsresistente Eltern ( "Habt Ihr Psychomotorik, Waldtage, Zahlenland, Lernwerkstätten, Traumreisen und musik. Frühförderung?") Eine überlastete Kommune, die versucht die Personalstunden aufs gesetzl. Minimum zu schrumpfen. Über allem hängt das Damoklesschwert der geburtenschwachen Jahrgänge und drohende Schließungen. Über Neueinrichtung von Krippenplätzen wird im Gegenzug wenig gesprochen. Dafür gibt es in Hessen demnächst ein flächendeckendes Sprachscreening für 4-jährige (KISS). Leider stellte sich in der Info-Veranstaltung hera
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naboly
am 09.06.09 um 23:39
Schade, wenn sich gerade Frauen so oberflächlich erklären wie Sandra und Sabine. Abhilfe? Eltern sind die besten Anwälte für die Aufwertung der Erzieherinnentätigkeit, denn es ist in ihrem Interesse, dass die eigenen Kinder pädagogisch gut, mit Zeit und Spass betreut werden. Dies ist übrigens ganz klare Basisarbeit für eine Gesellschaft mit perspektivisch sozial denkenden und handelnden Menschen. Egoisten haben wir bereits genug. Oder ist dies vielleicht gar nicht gewollt? Verknappung in der Kleinkindbetreuung, schlechte Schulbildung durch permanenten Unterrichtsausfall, hohe Gruppen- und Klassenfrequenzen - ist dies nun Mittel zum Zweck; frei nach dem Motto "ein dummes Volk regiert sich gut"?! Die Frage ist, lassen wir dies mit uns machen, gehen lieber aufeinander los, anstatt Erzieherinnen zu stärken, sie in dieser Auseinandersetzung als Eltern, Kolleginnen und Nachbarn zu unterstützen. Frauen und hoffentlich auch bald "mehr" Männer - meine Unterstützung habt ihr.
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Sandra
am 05.06.09 um 17:05
Hallo,
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Andrea
am 26.05.09 um 00:27
hallo sabine, hallo katatinka,
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xanidae
am 20.05.09 um 17:28
ja, katatinka - ein wenig hintergrundrechere wäre gehaltvoller.
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katatinka
am 20.05.09 um 11:52
Ich finde diesen Artikel einfach nur schlecht! Hat die Brigitte-Redaktion eigentlich eine Meinung oder werden neuerdings Statements einfach kommentarlos aneinandergereiht und das heißt dann Artikel?
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spirea
am 20.05.09 um 10:29
hause statt.
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spirea
am 20.05.09 um 10:23
jammern auf hohem niveau?ca 700 kg am tag hochhieven,ist in der tat nicht erwähnenswert... *g* -sorry,habe den beruf vor 30 jahren erlernt,das rentenalter ist leider noch ne weile hin.
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Sabine
am 19.05.09 um 10:06
Wenn man nicht hauswirtschaftlich tätig sein möchte, dann hätte man sich vielleicht vorher über das Berufsbild informieren sollen, insbesondere was alles dazu gehört.
mehr (9)die Arbeitswelt wird insgesamt härter, so jedenfalls mein Eindruck. Egal ob Du Erzieherin, Fleischerfachverkäuferin oder Bürokraft bist: Perfektionismus macht alle fertig. Den Erzieherinnen kann man nur raten, dass sie einen Gang zurückschalten und die unerzogenen Plagen nebst anspruchsvoller Eltern etwas weniger gut bedienen. Sonst läuft das Hamsterrad immer schneller
Gruß
Sandra
wie schwach und hochnäsig die kommentare! es geht hier nicht um das wissen um arbeitsmethoden und alles was dazugehört, sondern um die anerkennung eines pädagogisch wertvollen und je nach wohnlage immer komplizierter zu bewältigendem job! habe selber zwei kinder und gegenüber den (meisten) engagierten erzieherinnen oft ein schlechtes gewissen, da ich weiß wie knapp bezahlt diese unendlich wichtige aufgabe der kinderbetreuung ist und wieviele steine einem in den weg gelegt werden! es ist eine schande das bei den schwächsten und lobbyarmen des landes am meisten gespart wird, nämlich unseren kindern und unserer zukunft. Die betreuungsschlüssel in den kitas (teilw. in den bundesländern verschieden, bei uns sogar 8 kinder auf eine erzieherin) finde ich eine katastrophe, vor allem bei kleinstkindern.
und warum nicht statements mal kommentarlos aneinanderreihen? jeder hat seinen eigenen kopf zum denken. es geht hier um den inhalt, nicht um die f
der job ist ein knochenjob unter diesen arbeitsbedingungen. es gibt einrichtungen, die haben lösungen und alternativen gefunden, um z. b. die heberei von wickelkindern zu minimalisieren. meistens waren das private lösungen, ohne geld vom träger.
und die viele hauswirtschaft fällt deshalb auch an, weil kein geld mehr für hauswirtschaftskräfte oder putzfrauen ausgegeben wird.
die forderung nach mehr erziehern und kleineren gruppen ist auch schon uralt.
da hat sich nichts geändert und es kam noch viel mehr administration/dokumentation dazu - da fehlt die arbeit am kind.
ob die kinder mit uns konstanz in der betreuung erleben können,werden wir in den sommerferien erfahren, wenn es darum geht, ob wir anschlussverträge bekommen.
ich empfehle mal,sich eine woche auf kinderstühlchen zu setzen,an waschbecken zu stehen,die in kinderhöhe angebracht sind und ähnliches mehr.
natürlich brauchen die kleinen die kindgerechte umgebung-bestreitet keiner,aber wenn träger da sparen,wo es auf knochen der arbeitnehmer geht,kann das nicht länger hingenommen werden.
in der ausbildung war hauswirtschaft kein thema,sondern es ging um pädagogik,didaktik, psychologie etc. wenn wir jetzt z.b. in der küche stehen,um unsere küchenfee zu unterstützen, die bei krankheit ihrer kollegin sonst gar nicht mehr nach hause käme,müssen wir die kinder in der zeit noch mehr zusammenfassen-toll für den betreuungsschlüssel*g*.
ach ja:wir sind 7 gruppenleiter mit halbtags-zeitvertrag,pädagogische vor-und nachbereitung findet natürlich ehrenamtlich zu
Und wenn man nicht in der Lage ist, Kinder bis 12 kg 60 x pro Tag auf die Wickelkommode zu heben ohne sich zu verheben, sollte man seine Arbeitsmethoden reflektieren und mal rückenschonend arbeiten.
Ich empfinde das als Jammern auf hohem Niveau und Verständnis für den Streik kann ich überhaupt nicht aufbringen.