Voller Mut: Malala Yousafzai auf dem Weg zur Schule
Foto: Reuters/Edelman/Handout
"Ich habe mir meinen Traum erfüllt!" Mit diesen Worten ist die pakistanische Bloggerin Malala Yousafzai am Dienstag wieder zur Schule gegangen. In ihrer Heimat hatte sich das junge Mädchen dafür stark gemacht, dass alle Mädchen zur Schule gehen dürfen. Und hat dafür fast mit ihrem Leben bezahlt. Im Oktober 2012 schossen ihr Taliban-Kämpfer in den Kopf, als sie gerade unterwegs im Schulbus saß.
Malala bloggte seit Jahren über die Situation von Mädchen in ihrer Heimat, unter anderem auch für die BBC, weshalb die Terroristen in ihr eine "Spionin des Feindes" sehen. Nach dem Anschlag war lange Zeit nicht klar, ob sie je wieder sprechen und sehen können würde. Ärzte in Birmingham hatten sie zwei Mal operiert und konnten ihr Leben retten. Dass sie jetzt wieder zur Schule gehen kann, ist ein kleines Wunder. Allerdings vermisse sie ihre Klassenkameraden in Pakistan sehr, erklärte Malala. Sie hoffe nun aber auf neue Freunde an der Edgbaston High School für Mädchen in Birmingham.
Die grausame Tat hatte vergangenes Jahr weltweit Entsetzen ausgelöst. In Deutschland startete die pakistanische Journalistin Hani Yousuf eine Petition, die forderte, dass Malala für den Friedensnobelpreis nominiert werde. Die Petition, der sich über 280.000 Menschen anschlossen, hatte Erfolg: Am 1. Februar 2013 wurde Malala offiziell für den Friedensnobelpreis nominiert. "Ein Preis für Malala wäre nicht nur zeitgemäß und passend in der Reihe der Preise für Vorkämpfer von Menschenrechten und Demokratie, sondern würde auch die Themen Kinder und Bildung auf die Tagesordnung setzen", so der Chef des Osloer Friedensforschungsinstituts, Kristian Berg Harpviken. Malala will sich weiter für die Rechte von Mädchen und für Bildung engagieren.












