ARD-Doku
Markencheck: Fakten über dm
Die ARD hat in ihrer Doku-Reihe "Markencheck" Deutschlands erfolgreichste Drogeriekette dm unter die Lupe genommen. Wie sind die Läden aufgebaut? Sind die Produkte wirklich günstiger? Und wie fair ist das Unternehmen wirklich? Die wichtigsten Fakten.
Die Drogeriekette dm
Götz Werner eröffnete 1973 in Karlsruhe die erste dm-Filiale. Heute suchen täglich mehr als eine Millionen Deutsche einen dm-Markt auf. Das rentiert sich: In dem Geschäftsjahr 2010/2011 machte dm einen Umsatz von 4,48 Milliarden Euro und ist damit Deutschlands Drogeriekette mit dem höchsten Umsatz. In elf europäischen Ländern ist dm vertreten, unter anderem in Österreich, Ungarn und Bulgarien. Viele Kunden kaufen bei dm, weil sie glauben, dass dm nicht nur qualitativ hochwertig ist, sondern dass sich das Unternehmen auch für Mensch und Umwelt einsetzt.
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Die Geschäfte
Eins fällt gleich auf: dm-Geschäfte unterscheiden sich deutlich von Schlecker-oder Rossman-Filialen. Die Gänge sind so breit, dass Einkaufs- oder Kinderwagen problemlos geschoben werden können. Die Regale sind nicht nur niedrig, sie stehen auch noch schräg. Das soll Kunden einen besseren Einblick in das Sortiment geben. Die dm-Filialen werden nicht mit kalten Neonlampen ausgeleuchtet, sondern mit einzelnen Strahlern, die warmes Licht spenden.
Im Vergleich zu Rossmann und Schlecker wird den Produkten von dm am meisten vertraut. Im ARD-Test erhält Schlecker durchschnittlich 4,7 von sieben Punkten. Rossmann liegt mit 4,9 Punkten auf Platz zwei – und dm mit 5,1 Punkten auf dem ersten Platz. Das ARD-Ergebnis lautet: "Der Kundenfang ist gelungen".
Preise und Produkte
Schlecker und Rossmann locken die Kunden durch kurzfristige Angebote, dm arbeitet mit Dauerniedrigpreisen, die für mehrere Monate konstant bleiben. In einem Test verglichen die Redakteure von Markencheck 30 Produkte, von der Sonnencreme bis zum Waschmittel. dm belegte mit 61,95 Euro den ersten Platz, Rossmann mit 68,29 Euro den zweiten und Schlecker 74,94 Euro den dritten Rang. Allerdings ändert sich das Ergebnis, wenn die Angebote von Schlecker und Rossmann berücksichtigt werden: dm belegt dann hinter Rossmann den mittleren Platz. Die Dauertiefpreise unterscheiden sich bei dm von Stadt zu Stadt und selbst in derselben Stadt fallen die Auszeichnungen verschieden aus. Das Urteil: "Der Preisvorteil wird überschätzt."
Ist die dm-Qualität besser?
dm führt Eigennamen wie Balea, "denk mit" oder p2. In einem Test traten die dm-Produkte gegen Markennamen wie Nivea oder Manhattan an. Bei dem Vergleich von Shampoo, Rasierschaum, Nagellack und Spülmittel konnte nur das Spülmittel von dm überzeugen. Aber auch die Balea-Tagescreme (1,95 Euro) schlug ihre teureren Konkurrenten von Vichy (Aqualiathermal, 16,95 Euro) und Biotherm (38,95 Euro). Elf Probanden nutzen drei Wochen die Cremes und das dm-Produkt war klarer Gewinner im Bereich Feuchtigkeitsspende. Außerdem wurden Stiftung-Warentest-Hefte der vergangenen drei Jahre verglichen. Im Durchschnitt bekamen die getesteten Schlecker-Eigenmarken eine Note von 2,82. Rossmann schnitt mit 3,12 schlechter ab. dm kam auf 2,77 – und landete damit knapp auf dem ersten Platz. Das Urteil lautet: "Die dm-Qualität ist ordentlich."
Wie fair ist dm wirklich?
Die Mitarbeiter in den Filialen können kaum klagen. Die Gewerkschaft Ver.di bezeichnet dm als "guten Arbeitgeber". Aber wie ökologisch und fair verhält sich dm wirklich? In vielen angebotenen Produkten ist Palmöl ein wichtiger Bestandstoff. Für Palmölplantagen, beispielsweise in Indonesien, wird Regenwald gerodet und die ansässige Bevölkerung vertrieben. Und dm? Der dm-Gründer Götz Werner sagt: "Verantworten muss es der Hersteller und wir haben ja verantwortungsbewusste Hersteller." Es gilt: keine Aussagen über Lieferkette – keine Transparenz. Daher das Urteil: "Die Fairness ist ausbaufähig."
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am um
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combatiente
am 22.05.12 um 10:56
Natürlich sind nicht alle Preise gleich, jede DM Filiale wirtschaftet für sich selbst (wie es im Markencheck gezeigt wurde). Durch unterschiedliche Mietpreise der Filialen enstehen auch geringe preisliche Unterschiede. Eine Filiale die in einem "nobleren" Gebiet oder in einer hochfrequentierten Einkaufsgegen ist hat höhere Mietkosten als eine Fildie beispielsweise in ländlicher Gegend verkauft.
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Balkonmeister
am 20.05.12 um 12:54
Alverde und Alterra enthalen auch Palmöl
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Jule
am 17.05.12 um 00:33
Wenn man über die Drogeriemarkte so schimpft, dann macht uns doch einen Vorschlag wo wir sonst die Produkte herbekommen. Ich weiss von einer Freundin das dm ein sehr guter Arbeitgeber ist. Vor allem bei Müttern. Und in welchem Produkt ist kein Palmöl drin?
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Froschkönigin
am 16.05.12 um 15:31
Schade, dass die Marken Alverde und Alnatura mit keinem Wort vorkommen!!!!
mehr (4)Das Problem mit dem günstigen Palmöl in unseren Produkten ist ein allgemeines, vorallem gesellschaftliches Fehlverhalten was wieder einmal unsere eigene Geiz ist geil Seite aufzeigt.
DM ist eine der wenigen Anbieter die bei ihren selbst hergestellten Produkten kenntlich nmachen ob Palmöl enthalten ist oder nicht. Bei den meisten Markenherstellern steht statt dessen "pfalnzliches Öl". DM hat schon öfters in der Öffentlichkeit zu der Palmölproblematik Stellung bezogen und ist sich dessen bewusst. Der Markt lässt es dank unserem Einkaufsverhalten momentan nicht anders zu, DM vers