Jede dritte Frau auf der Welt wird mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von Gewalt. Vergewaltigungen, Schläge, Misshandlungen, Anschläge sind keine Ausnahmen, sie passieren täglich. Der Mord an einer indischen Studentin hat es uns gerade erst auf entsetzliche Weise vor Augen geführt. Die ständige unterschwellige Gefahr schränkt zudem alle Frauen in ihrer Freiheit ein: in dem, was wir anziehen, wohin wir gehen, wie wir uns verhalten. Gegen dieses schreiende Unrecht will die internationale Bewegung "V-Day" ein Zeichen setzen und ruft alle Frauen (und Männer) weltweit dazu auf, am 14. Februar 2013 auf die Straße zu gehen, zu demonstrieren und zu tanzen. "One Billion Rising" ist der Name der Aktion, "Billion" steht für die Milliarde weiblicher Gewaltopfer (die engl. Billion entspricht 1 Milliarde im Deutschen), die unsere Solidarität und unseren Mut brauchen. In rund 203 Ländern der Erde finden heute Aktionen statt. In Deutschland wurden rund 180 Events gemeldet (Stand 12.2.), die Organisatoren schätzen aber, dass etwa doppelt so viele Demonstrationen am 14. Februar deutschlandweit stattfinden werden.
Foto: © Cinetext/Allstar
Initiatorin des internationalen Flashmobs ist die Autorin und Aktivistin Eve Ensler. Gewalt gegen Frauen ist eines der Lebensthemen der New Yorkerin, die mit dem Theaterstück "Die Vagina Monologe" weltberühmt wurde. Sie gründete die Organisation "V-Day", die seit Jahren weltweit Frauenprogramme fördert. Im Kongo baute sie ein Dorf für vergewaltigte Frauen auf, in dem diese zu neuer Stärke finden können. Und mit der gleichen Energie machte die 59-Jährige nun die Idee "One Billion Rising" zu einem globalen Projekt. Sie produzierte Videos, einen eigenen Song und reiste um die Welt, um Unterstützer zu gewinnen und die Aktion bekannt zu machen.
Das Besondere ist, dass es Eve Ensler schafft, diese "Revolution", wie sie es nennt, mit Lebenslust, Stolz und Spaß zu füllen - trotz des ernsten Themas. Denn ihre Idee ist, dass die Demonstranten nicht nur Plakate tragen, sondern auch gemeinsam tanzen. "Wer tanzt, der beansprucht mit seinem Körper Platz im öffentlichen Raum und macht auf sich aufmerksam, das befreit den Geist", so Ensler gegenüber dem Magazin Spiegel. Dafür stellten New Yorker Tänzer eine eigene "Break the Chain"-Choreografie zusammen, die man sich auf Youtube ansehen und Schritt für Schritt lernen kann. Schon in kleine Gruppen entwickelt sich so beim Üben und beim Tanzen eine positive Energie, der man sich kaum entziehen kann - sollten am 14. Februar Hunderte oder gar Zehntausende im Gleichschritt tanzen, könnte der Effekt überwältigend werden.
Dass es funktioniert, beweisen die vielen Videos, die täglich auf den "One Billion Rising"-Websites eingehen und viral verbreitet werden. Zu sehen sind Schülerinnen in Soweto, Mitglieder des Europaparlements, Burlesque-Tänzerinnen aus Nürnberg, Trommlerinnen aus Madrid, Jane Fonda mit einem bewegenden Appell, eine kämpferische Ulrike Folkerts, die Berliner Rapperin Sookee, Rollstuhlfahrerinnen, Rentnerinnen - die bunte Mischung zeigt, dass sich nicht nur in den USA, sondern weltweit Frauen von der Idee anstiften lassen und in diesen Tagen Aktionen und Flashmobs in ihren Ländern vorbereiten.
Und auch Eve Ensler selbst meldete sich letzte Woche in einer Videobotschaft zu Wort und sendete, sichtlich gerührt, ein großes "Danke" hinaus in die Welt. Aber auch den Appell, sich noch nach dem 14.2. zu engagieren. Jeder, der an diesem Tag auf die Straße geht, solle einen Schwur leisten, in diesem Jahr etwas gegen Gewalt gegen Frauen zu tun, so Enslers Vorschlag. Sei es, einen Song zu schreiben, den Freund um einen respektvolleren Tonfall zu bitten oder politisch aktiv zu werden. Hier können Sie Ihren individuellen Schwur eintragen: www.onebillionrising.org/one-billion-rising-pledge.
Werden Sie auch Teil von "One Billion Rising! Auf den nächsten Seiten sehen Sie auf einer Karte, wo überall in Deutschland Events geplant sind sowie weitere Videos und Statements zur Aktion.













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am um
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Astrid Sommerfeld
am 16.02.13 um 00:22
Wer hat denn in der muslimischen Welt den Tanz verboten? War es der Prophet selbst? Sollten wir mal anfangen Verbote zu hinterfragen und was NEUES wagen?
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zombie1969
am 14.02.13 um 16:39
"Frauen tanzen gegen Gewalt"
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Astrid Sommerfeld
am 13.02.13 um 11:26
Wir müssen was bewegen, sonst bewegt sich nichts.... heißt es in einem Lied. Was gibt es besseres als sich selbst zu bewegen, um etwas für andere zu bewegen. Ich halte den Tanz für das geeigneste Mittel. Tanz hat schon immer aus einer unfreien Situation in die Freiheit geführt. Freiheit ist schließlich weiblich. Gutes Tanzen uns allen.
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Barbara Conrad
am 12.02.13 um 20:22
Wann schaffen wir es endlich mal für etwas zu sein. z.B. für die Unversehrtheit jeglichen Lebens auf unserem wunderschönen Planeten. Wann fangen wir an die Energie in die Richtung zu lenken, wohin wir wirklich wollen. Liebe und Frieden für alle auf unserer Mutter Erde
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Renate Schäfer-Dorn
am 12.02.13 um 18:26
Wir kämpfen gegen Krebs, gegen Armut, gegen Krieg, gegen Drogen, ....gegen Gewalt!
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sabine minten
am 12.02.13 um 15:42
...und eine "tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt" beinhaltet für mich auch, daß diejenigen, die sich als potentielle Opfer sehen und gegen Gewalt aufstehen, sich auch mit der Tasache befassen, selbst Teil einer tagtäglichen zigmillionenfachen unforstellbar grausamen Gewaltausübung gegen die wehrlosesten aller Geschöpfe zu sein - nämlich wenn man Pelz trägt und Fleisch isst...
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Eva Schmidt
am 12.02.13 um 09:03
http://snd.sc/YaB8lc
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Ulla Menger
am 11.02.13 um 19:49
Super! Endlich hat die Brigitte das Thema aufgenommen. Die Kampagne ist leider bisher kaum präsent in deutschen Medien. Frauen, es gibt 165 Aktionen in Deutschland - macht mit! Bonn ist dabei mit einem Flashmob um 16:30 auf dem Münsterplatz.
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Bonn Femmes
am 11.02.13 um 19:43
Super! Endlich hat die Brigitte das Thema aufgenommen. Die Kampagne ist leider bisher kaum präsent in deutschen Medien. Frauen, es gibt 165 Aktionen in Deutschland - macht mit! Bonn ist dabei mit einem Flashmob um 16:30 auf dem Münsterplatz.
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Georg Addison
am 11.02.13 um 18:55
Tolle Idee
mehr (11)Lieber im Traum tanzen lernen dann können sogar Träume wahr werden. Am 14.02. war mein Geburtstag danke an alle Tänzerinnen und Tänzer.
Es kann allerdings davon ausgegangen werden, dass in den besonders frauenfeindlichen muslimischen Ländern bestimmt keine Tänze von Frauen vollführt werden. Daran ändern auch hiesige bildungsfernen rot-grüne Traumtänzerinnen nichts.
Alles, worauf wir uns konzentrieren, erschaffen wir......statt uns auf Vertrauen, Liebe, Leben in Fülle, Bildung oder Frieden zu konzentrieren?
Mutter Teresa sagte: "Ich werde niemals eine Antikriegsveranstaltung besuchen, bei einer Friedensveranstaltung, ladet mich ein." (DVD...."The Secret")
Gewalt gegen Frauen ist Teil einer Dominanz- und Unterdrückungsstrategie, Ausdruck des Verfügbarkeitsanspruchs des Stärkeren über den Schwächeren - und nichts anderes tun wir als Frauen - ohne mit der Wimper zu zucken - den Tieren an!
.. denn es geht selbstverständlich um eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt - von Männern gegen Frauen, von Männern gegen Männer, von Frauen gegen Frauen, von Frauen gegen Männer, von Erwachsenen gegenüber Kindern und gegenüber Alten.