One Billion Rising 2016
Die ganze Welt tanzt gegen sexuelle Gewalt - tanzt mit!

Es ist die größte Demo aller Zeiten. Frauen rund um den Globus tanzen zum Song „Break the Chain“ auf der Straße – wie jedes Jahr am Valentinstag. Auch in eurer Nähe!

Foto: Mansi Thapliyal/Reuters

Globales Problem - globaler Tanz

„One Billion Rising“ („eine Milliarde erheben sich“) ist die größte Bewegung der Welt – und sie zeigt, wie mächtig Frauen sind, wenn sie sich zusammenschließen. Die Kampagne macht auf die Gewalt gegen Frauen und Mädchen in aller Welt aufmerksam und hat zum Ziel, sie zu beenden.

Die globale Aktion wurde 2013 von der amerikanischen Aktivistin Eve Ensler (bekannt für ihre "Die Vagina Monologe") ins Leben gerufen, die selbst als Kind von ihrem Vater vergewaltigt wurde.

Damit ist sie bekanntlich nicht allein: Jede dritte Frau wird in ihrem Leben geschlagen, vergewaltigt, missbraucht - das sind rund eine Milliarde („one billion“) Frauen und Mädchen.

Am 14. Februar 2013 tanzten Menschen rund um den Globus zum ersten Mal gegen die Gewalt an. Tausende Flashmobs in Hunderten Ländern finden seitdem jedes Jahr am Valentinstag statt - um zu zeigen, wie viel eine Milliarde Frauen sind, und um ein Licht auf die Misshandlungen zu werfen, die so oft hinter verschlossenen Türen stattfinden.

Die globale Ausrichtung der Aktion zeigt, dass Gewalt gegen Frauen ein weltweites Problem ist – unabhängig von Nationalität, sozialer Schicht und Religion.

Der Trailer zum Kurzfilm "One Billion Rising"

„Tanzen ist feierlich, gefährlich, freudig und irritierend“

Warum wird getanzt, wenn es um ein derart trauriges Thema geht? Eve Ensler sagte im Interview mit BRIGITTE.de: „Das Besondere am Tanzen ist, dass es gleichzeitig feierlich ist und gefährlich, freudig und irritierend. Das macht es zur perfekten weiblichen Protestform. Ich würde sogar behaupten, dass Tanzen eines der mächtigsten Dinge überhaupt ist, die wir tun können.“

Das Tanzen hat auch schon Einiges bewirkt: „In vielen Ländern führte One Billion Rising dazu, dass Gewaltverbrechen an Frauen erstmals vor Gericht kamen. In Somalia zum Beispiel gingen die Frauen zum ersten Mal überhaupt gemeinsam auf die Straße - nun werden dort immer mehr Vergewaltigungen angezeigt“, sagte Ensler.

Was ist in Deutschland los, wo kann ich mittanzen?

Flashmobartig tanzen Frauen und Männer am Sonntag, dem 14. Februar, in mehr als 250 Ländern zu dem Song "Break the Chain." Dafür stellten New Yorker Tänzer eine eigene Choreografie zusammen (siehe Youtube), die auch in diesem Jahr wieder von Menschen auf aller Welt getanzt wird.

Allein in Deutschland beteiligen sich über 130 Städte an der Aktion. Auf der Facebook-Seite von One Billion Rising Germany erfahrt ihr, was wo geplant ist. Schön übersichtlich ist auch die Aktionskarte auf www.onebillionrising.de.

Über die Initiatorin

Eve Ensler

Eve Ensler

Foto: Adil Razali

Initiatorin des internationalen Flashmobs ist die Autorin und Aktivistin Eve Ensler. Gewalt gegen Frauen ist eines der Lebensthemen der New Yorkerin, die mit dem Theaterstück "Die Vagina Monologe" weltberühmt wurde.

Ensler gründete die Organisation "V-Day", die seit Jahren weltweit Frauenprogramme fördert. Im Kongo baute sie ein Dorf für vergewaltigte Frauen auf, in dem diese zu neuer Stärke finden können. Mit der gleichen Energie machte sie die Idee "One Billion Rising" zu einem globalen Projekt. Sie produzierte Videos, einen eigenen Song und reiste um die Welt, um Unterstützer zu gewinnen und die Aktion bekannt zu machen.

  • Artikel vom 11.02.2016
    sar / miro

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