Sheryl Sandberg, 43, hat zwei Kinder, ist Geschäftsführerin von Facebook und eine der reichsten Frauen der Welt.
Foto: Mike Segar/Reuters
Sheryl Sandberg hat eine Vision: Eine Welt, in der die Hälfte der Firmen von Frauen geführt wird. Und damit daraus möglichst schnell was wird, ermahnt die Facebook-Chefin in ihrem neuen Buch, das gerade in den USA erschienen ist, die Frauen, endlich alles für ihre Karriere zu geben. Sie rät, nein, sie fordert: Heiratet den richtigen Mann, einen, der wirklich die Hälfte im Haushalt übernimmt und die Hälfte der Kindererziehung. Hört auf, für Kinder, die noch nicht mal geboren sind, auf eure Karriere zu verzichten. Verbringt weniger Zeit mit euren Kindern, die kommen auch so klar. Arbeitet an euren Karrieren, ruft "hier", wenn es um die Verteilung von Posten geht.
Ja, räumt die 43-jährige Managerin ein, es gäbe auch politische Gründe, die das Weiterkommen von Frauen behindern. Aber der Hauptgrund seien die Frauen selbst, die Sandberg für zu zögerlich hält, wenn es um ihre Positionen im Job geht. Ihnen fehle es an Selbstbewusstsein und am Willen, Verantwortung zu übernehmen.
Das ist radikal. Und bevormundend. Sheryl Sandberg schwingt sich auf zur feministischen Einpeitscherin, die, nebenbei bemerkt, auch völlig außer acht lässt, dass die meisten Frauen in einer ganz anderen Welt leben: Sie haben gar nicht die Chance, Karriere zu machen, sie haben weniger Geld und vielleicht auch andere Vorstellungen von einem guten Leben. Natürlich wollen wir, dass Frauen ganz oben ankommen. Natürlich wünschen wir, dass Frauen die Hälfte der Führungspositionen besetzen, möglichst bald. Aber das Privatleben opfern für den Job? Ist es das, was Frauen wirklich wollen? Schaut man sich an, dass in Deutschland bei jungen Frauen – und jungen Männer - Raum und Zeit für die Familie immer wichtiger wird, kommen Zweifel auf. Und es stellt sich die Frage: Was zählt mehr - die persönliche Lebensplanung oder der Kampf für Geschlechtergerechtigkeit? In den USA ist eine intensive Diskussion über Sandbergs Thesen entbrannt - diskutieren auch Sie mit in unserer Community!
Das Buch von Sheryl Sandberg "Lean in: Frauen und der Wille zum Erfolg" erscheint in Deutschland im April bei Econ













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am um
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chris
am 19.03.13 um 13:31
Wenn sich eine Frau entscheidet, nicht oder nicht existenzsichernd zu arbeiten, sollte sie eine andere Absicherung haben. Ein Ehemann ist definitiv keine, wie man tagtäglich in diesem Land sehen kann.
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Sarah
am 19.03.13 um 12:56
Ich wünsche mir vor allem eins: Dass jede Frau selbst entscheidet, welches ihr erklärtes Lebensziel ist und sich nicht darum schert, was all die Expertinnen um sie herum dazu sagen! Große Karriere mit oder ganz ohne Kinder? Ja, richte dein Leben so ein und bleibe aufmerksam, ob es dir und deinen Lieben gut geht damit. Kinder und ein Leben als Hausfrau? Ja, wenn es das ist, was dich und deine Lieben glücklich macht. Und alles dazwischen ist auch in Ordnung!
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Bettina
am 16.03.13 um 22:55
Viele Mütter oder Väter würden ja gerne.... Für meine Kinder gab es weit und breit keinen Krippenplatz und der Kindergarten schloss um 12.30 Uhr. Wenn man da nicht Oma und Opa in der Nähe hat - keine Chance.
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Katarina
am 13.03.13 um 20:05
Danke Chris,
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chris
am 11.03.13 um 21:56
Sie fordert vor allem, mit dem Partner, der Vater der Kinder ist, die Arbeit zu teilen, was oftmals nicht passiert.
mehr (5)Woher also soll die Wahlfreiheit, die man akzeptieren soll, kommen? Lottogewinne für alle Frauen, damit sie sich frei machen vom "Joch der Arbeit"?
Die Lebensrealität vieler Frauen in diesem Land zeigt, dass sie nicht finanziell vorsorgen, sich im Falle eines Falles nicht selbst versorgen können und oftmals - auch wenn sie zuvor arrogant von Wahlfreiheit sprachen - auf die Leistungen aus dem Steuertopf angewiesen sind.
Wieso also sollte man das gut heißen? Es führt doch oftmals zu nichts.
Seid selbstbewusst und lebt so wie es euch glücklich macht! Alles andere ist für die anderen.
Tagesmutter wird richtig teuer und es ist nicht immer einfach, die richtige zu finden.
Meine Kinder sind jetz zwischen 10 und 15, und ich sehe, dass es langsam besser wird. Aber wirklich etwas ändern wird sich nur, wenn Vater und Mutter zu gleichen Teilen den Kinderjob übernehmen können und wollen. Beides heute noch eher selten.
Dem schließe ich mich an.
Gut ausgebildete Frauen klappen beim ersten Kind die Retro-Brille runter, um nach einigen Jahren und evtl. erfolgter Scheidung zu jammern, dass sie einen Knick in der Berufsbiographie haben, miese Rentenaussichten haben oder gar in staatliche Hilfssystemen festhängen.
Partnerschaftliches Teilen würde viel verhindern.
Statt dessen wird nach dem Staat gerufen, der aufstocken, ermöglichen, bereiten soll, während die Familie ein Nachkriegsleben zu Hause führt.
Sorry, aber Sandberg hat sehr recht und nicht nur für Führungskräfte.
Und das beste an der Sache wäre: die Kinder könnten mehr von ihren Vätern haben.