Alternativer Nobelpreis

Sima Samar: "Die Frauen in Afghanistan sind stark"

Klein, zäh, unerschrocken: Die Ärztin Sima Samar wurde für ihr Engamenent in Afghanistan mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Wir stellen die außergewöhnliche Frau vor.

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Wer sie ist: Eine afghanische Ärztin und Menschenrechtlerin. Die 55-Jährige war außerdem erste Ministerin für Frauenangelegenheiten und Stellvertreterin von Präsident Karzai.

Was sie ausmacht: Ihre Kämpfernatur. Wenn sie Unrecht sieht, dann muss sie etwas dagegen tun. Eine Eigenschaft, die sie bei vielen afghanischen Frauen beobachtet: "In Afghanistan sind die Frauen ziemlich stark. Stellen Sie sich vor, sie haben 35 Jahre Krieg überlebt - aber sie sind immer noch da!", so Samar gegenüber Tagesschau.de. Auch sie selbst hat Schlimmes hinter sich: 1984, während der russischen Besatzung, verschwanden ihr Ehemann und seine drei Brüder - sie hat sie nie wieder gesehen. Statt zu verzweifeln, floh die damals 30-Jährige mit ihrem jüngsten Sohn nach Pakistan und gründete eine Klinik für afghanische Flüchtlinge. Sie konnte das Elend in den Flüchtlingslagern nicht ertragen.

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