"Männer, die Skateboard fahren" - Stellungnahme der Redaktion

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Update 29.11., 17.45 Uhr
Liebe Userinnen, liebe User,
wir haben Ihr Feedback und die Diskussion sehr genau verfolgt und verstehen dadurch viele der von Ihnen geäußerten Kritikpunkte.
Wir möchten uns an dieser Stelle offiziell bei Ihnen entschuldigen. Es war nicht unsere Absicht, Gefühle zu verletzen, jemanden zu beleidigen oder zu diskriminieren.
Wir bitten darum, auf diffamierende, beleidigende oder Gewalt androhende Kommentare zu verzichten. Diese werden wir unverzüglich löschen.
Ihre BRIGITTE.de-Redaktionsleitung

Update 29.11., 16.40 Uhr
Liebe Userinnen und User,
einige von Ihnen fragen, warum der Artikel nicht mehr zu lesen ist. Wir haben ihn vor etwa einer Stunde wieder online gestellt.
Außerdem möchten Sie wissen, warum wir trotz Meinungsfreiheit Kommentare "zensieren". Wir löschen nur Kommentare, die Beleidigungen enthalten. Da wir keine einzelnen Sätze oder Formulierungen editieren können, müssen wir in solchen Fällen den ganzen Kommentar löschen.
Ihre BRIGITTE.de-Redaktionsleitung

Update 29.11., 16.05 Uhr
Liebe Userinnen und User,
unten finden Sie den kritisierten Artikel. So können Sie sich selber ein Bild machen.
Ihre BRIGITTE.de-Redaktionsleitung

Update 29.11., 15.30 Uhr
Liebe Userinnen und User,
zunächst möchten wir noch einmal ganz klar sagen, weil sich das offensichtlich missverständlich im Netz verbreitet: Es ging in dem genannten Artikel nicht gegen Skateboarden und Skateboarder im Allgemeinen. Sondern um die Frage, ob Männer ab einem bestimmten Alter wirklich noch Skateboard fahren müssen. Es ist und bleibt Geschmackssache der Autorin, wie sie das findet. Wir versichern, dass Sie damit niemanden beleidigen wollte, und wir unterstellen nicht, dass Sie diese Ansicht teilen müssen. Und Ihre Meinung interessiert uns durchaus. Wir freuen uns auf Ihre Ansichten, deshalb schalten wir die Artikelkommentare wieder ein. Wir bitten Sie unbedingt, im Ton fair zu bleiben. Wir werden unsachliche Beleidigungen und Schmähungen löschen.
Ihre BRIGITTE.de-Redaktionsleitung

Erste Stellungnahme
Liebe Userinnen und User,
wir haben auf den Artikel "Erwachsene Männer, die Skateboard fahren" sehr viel negative Resonanz von Ihnen bekommen. Wir haben den Artikel aus dem Netz genommen. Der Autorin und BRIGITTE.de wird Engstirnigkeit vorgeworfen. Wir sind erschrocken darüber, wie engstirnig so eine Reaktion ist. Wir haben hier eine vertretbare Meinung formuliert. Damit unterstellen wir nicht, dass keine andere zugelassen ist. Die Welt und Ansichten sind eben kunterbunt - und zum Glück gilt genau deshalb die Meinungsfreiheit. Eine sachliche Diskussion zum Thema hätten wir nicht unterbunden. Aber wir dulden nicht, dass unsere Mitarbeiterinnen bedroht und beleidigt werden. Deshalb haben wir Kommentare gelöscht, die Bedrohungen und Beleidigungen enthielten, und die Kommentare unter diesem Artikel ausgeschaltet. Anders als von verschiedenen Usern unterstellt, haben wir andere Kommentare nicht gelöscht. Wenn Sie Ihren Kommentar nicht auf Anhieb wiedergefunden haben, liegt es vermutlich daran, dass in der Zwischenzeit zahlreiche neue Kommentare eingegangen waren.
Ihre BRIGITTE.de-Redaktionsleitung


Erwachsene Männer, die Skateboard fahren: Steig ab, Mann!

Es gibt Dinge, die lösen bei mir große Aggressionen aus. Das muss unterbewusst vorgehen, denn die Gründe sind mir zunächst nicht immer klar. Als ich in Hamburg umgezogen bin - vom schicken Eppendorf ins hippe St. Pauli - waren sie plötzlich da: erwachsene Männer, die Skateboard fahren. Zusammen mit anderen erwachsenen Männern und kleinen Jungen, die aber offensichtlich nicht ihre Söhne waren. Ich liebe den Kiez und seine Verrücktheit. Sogar die Touristen stören mich nicht. Aber bei Männern jenseits der 25, die ein Board zwischen sich und das Pflaster kleben, sehe ich nur noch Rot. Das sind oft Typen, die eine schräge Pony-Frisur tragen, nie lächeln und nach der Party von letzter Nacht riechen. Am liebsten würde ich die am ergrauten Schopf packen und anschreien: "Hör auf damit! Dafür bist du zu alt."

Skateboards gehören zu kleinen Jungs. Basta. Nicht zu Menschen, die selbst Steuern zahlen und beim Orthopäden in Behandlung sind. Falls sich Männer über 30 austoben wollen, können sie gern schnelle Autos fahren, Fußball spielen oder auf Bäume klettern. Das stört mich nicht. Aber lasst bitte die Skateboards in Ruhe. Ich laufe ja auch nicht im rosa Tutu über die Straße. Aus manchen Dingen wächst man einfach raus: Das ist nicht spießig, das ist so. Und ehrlich: Erwachsen sein ist gar nicht schlimm. Versprochen.

  • Artikel vom 29.11.2012
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