- In diesem Artikel:
Zwei Vergewaltigungen hat sie erlebt. Über die erste hat die 29-Jährige lange geschwiegen. Die zweite hat sie gleich angezeigt. Ramonas Geschichte zeigt, dass es sich lohnt, den Täter nicht davonkommen zu lassen.
"Nach meiner ersten Vergewaltigung vor neun Jahren ging ich nicht gleich zur Polizei. Ich hatte Angst, man würde mir nicht glauben. Ich war 20, war mit einem Mann nach Hause gegangen, den ich kaum kannte. Wir küssten uns, aber als er Sex wollte, sagte ich Nein. Er hat gegen meinen Willen mit mir geschlafen. Ich traute mich nicht, ihn anzuzeigen, weil ich ja freiwillig mitgegangen war, ich schämte mich.
Aber er ließ mir keine Ruhe, verfolgte mich, baute sich in meinem Lieblingslokal vor mir auf und guckte mich höhnisch an. Ich lebe auf dem Land, man kann sich kaum aus dem Weg gehen. Mein Hass auf ihn wurde immer größer, jede Begegnung empfand ich als Demütigung.
Nach einem halben Jahr hielt ich es nicht mehr aus und wagte mich zur Polizei - obwohl ich keinerlei Beweise hatte. Aber ich wollte mich wehren, er sollte sich nicht als Sieger fühlen. Die Kripobeamtin fragte, ob mein Leben bedroht gewesen sei, sie sprach von verschmähter Liebe und glaubte mir nicht. Ich bereute, dass ich damals nicht zur Spurensicherung gegangen war.
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Zwei Jahre später wurde ich wieder vergewaltigt. Fast sieben Jahre ist das jetzt her. Dieses Mal ging ich sofort zur Polizei. Weil ich Angst vor ihm hatte und weil ich andere Frauen vor ihm schützen wollte.
Inzwischen weiß ich: Eine Vergewaltigung endet nicht mit der Tat. Man geht durch die Hölle, wenn man sie anzeigt, und man geht auch durch die Hölle, wenn man hinterher nichts unternimmt.
Seit einem Jahr waren Martin* und ich ein Paar. Er war vier Jahre älter als ich. Am Anfang gab er sich charmant. Das blieb er auch nach außen, aber wenn wir allein waren, rastete er immer häufiger aus. Weil ich zu spät von der Arbeit kam, weil ich mit einem Mann geredet hatte. Er schlug mich, zweimal musste ich ins Krankenhaus. Nach jedem Ausfall bat er zerknirscht um Verzeihung, und ich schaffte es nicht zu gehen.
*Namen von der Redaktion geändert













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am um
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Aufklärung
am 01.10.12 um 14:21
Ich wünschte, dass die Zeitungen auch ein realistischeres Bild von Vergewaltigungsanzeigen würden. Opfer leiden auch unter der Vorstellung der Gesellschaft, dass man nur anzeigen brauchen würde, um Gerechtigkeit zu bekommen.
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Sue
am 15.09.12 um 14:55
Dieses Benutztwerden kenne ich nur zu gut. In meinem Kollegenkreis gibt es einen Mann, der mich noch nie angefasst hat. Aber wenn wir alleine sind, nutzt er die Gelegenheit und erzählt mir von seinen Träumen. Wie er mich gefesselt, geschlagen und in anderer Weise erniedrigt hat. Ich habe ihn schon oft angeschrien und rausgeworfen. Außerdem vermeide ich es, mit ihm allein zu sein. Der Mann ist meines Erachtens krank, macht aber nach außen einen normalen Eindruck.
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Angie
am 15.09.12 um 08:49
sich über ihn, und was rauskommt, ist dann letztendlich eine gefühlte Vergewaltigung, die juristisch aber keine war.
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Angie
am 15.09.12 um 08:47
Natürlich gibt es viele Anzeigen wegen angeblicher Vergewaltigung, bei denen z. T. schon Stunden später das angebliche Opfer zugibt, es hätte nur dem Ex eins auswischen wollen. Die gibt es ebenso wie die Anzeigen im Rahmen des Scheidungsverfahrens, weil der Vater vor 5 Jahren das Kind sexuell missbraucht haben soll. Spreche aus der Praxis. Es gibt auch zuhauf psychisch kranke Menschen, die mit einer Anzeige irgendeiner Art auf sich aufmerksam machen wollen. Die Frauen unter ihnen wählen dann halt gerne die Variante Vergewaltigung. Es gibt im übrigen in deutschen Strafrecht keine Beweislast (die gibt es im Zivilrecht), sondern eine Unschuldsvermutung, und diejenigen, die sie bei Vergewaltigung aufgehoben haben wollen, haben wohl nicht so recht zu Ende gedacht, was das denn soll.
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BRIGITTE.de-Team
am 25.11.11 um 10:36
Liebe Userinnen, liebe User,
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Baerbel
am 24.11.11 um 17:28
@Petra
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Pety
am 18.10.11 um 18:41
Beim Durchlesen Ihres Artikels wurde ich eigentlich nur wütend auf das Opfer. Was für ein Schaf ist das denn? Frauen dürfen sich wehren u. zwar sofort und auch mit Gewalt. Ich weiß vielen ist es aufgrund ihrer Erziehung u. die daraus entstandene Persönlichkeit nicht möglich, aber Mut u.Tatkraft sind erlernbar. Gerade auch, wenn ich merke, dass ich eine labile Persönlichkeit habe. Es werden mittlerweile überall Therapien angeboten, die nächste Stadt ist nicht weit. Ich könnte echt brechen - immer diese Opferhaltung der Frauen. Mich wundert es nicht, dass Männer sich so verhalten, viele Frauen sind verdammt leichte Beute. Ich würde mir mehr Selbstbewußtsein u. Selbstvertrauen für die Frauen wünschen.
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Herr_Rhein
am 28.09.11 um 20:43
Hallo Petra,
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Petra
am 27.09.11 um 14:38
es sind nicht 80.000 Es sind nach neuesten Studien über hunderttausend Vergewaltigungen. Hunderttausend Frauen werden jedes Jahr in Deutschland brutal vergewaltigt. Würden nur 20% der Männer verurteilt, würden über 20.000 Männer pro Jahr weggeschlossen, wie sie es verdient hätten. Und weil das nicht passiert steigen logischerweise die Zahlen immer weiter an. warum damit aufhören? ist doch quasi straffrei. Warum um eine Frau werben, sie erobern, wenn es auch schnell und einfach geht. Männer sind wie sie sind. Natürlich sind nicht alle Männer Vergewaltiger. Richtig wäre eine Umkehr der Beweislast. Da erwiesen ist, dass kaum eine Frau eine Vergewaltigung einfach erfindet, sollte der Täter in die Lage gebracht werden seine Unschuld zu beweisen. Dann würden die Herren der Schöpfung sicher vorsichtiger werden. Aber das wird politisch nicht gewollt sein.
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Herr_Rhein
am 09.09.11 um 23:39
Vergewaltigung ist strafbar und das zu Recht, aber auch das Vortäuschen einer Straftat ist strafbar, wie auch eine falsche Verdächtigung.
mehr (16)Z.B.
" Auf Staatskosten: Sie haben Anspruch auf eine Opferanwältin, die Sie während des ganzen Verfahrens - also schon bevor es zur Gerichtsverhandlung kommt - vertritt."
stimmt nur, wenn es hinterher tatsächlich zu einer Anklage kommt. Davor ist es eine Kann-Regelung, und viele Anträge werden abgelehnt.
Erfahrungen und Infos gibt es hier:
http://ausopfersicht.wordpress.com/
Er lässt mir auch keine Ruhe und verfolgt mich. Inzwischen habe ich wenige vertrauenswürdige Kollegen eingeweiht und die passen mit auf, dass er mich in Ruhe lässt.
Wenn ich könnte, würde ich ihn anzeigen. Allerdings kenne ich diese feige Ratte. Er würde alles abstreiten und versuchen, mich endgültig fertig zu machen.
Ich hasse es, ein Opfer zu sein!
Das eigentliche Problem sind die vielen Anzeigen von Frauen mit sehr ambivalenten Gefühlen. Eigentlich wollte man nicht so richtig, aber so richtig aufhören wollte man beim Sex auch nicht. Hinterher är
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Herzliche Grüße
Ihr BRIGITTE.de-Team
Wissen Sie überhaupt, was Sie dort schreiben?
Alleine die Behauptung, es sei erwiesen, das kaum Frauen eine Vergewaltigung erfinden würden, ist schon extrem grenzwertig.
In der häuslichen Zweisamkeit steht in der Regel Aussage gegen Aussage.
Also wer will Ihre Behauptung bewiesen haben? Und wie?
Schlimmer ist aber Ihre Forderung der Beweislastumkehr.
Leider gibt es diese bereit, eingeführt im Jahre 2002 durch rot/grün mit steigenden, fatalen Folgen.
Ich wünsche Ihnen, im Angesicht Ihrer Forderung, Sie müssen mal irgendwo Ihre Unschuld beweisen. Egal wo oder warum.
Vielleicht denke Sie dann mal darüber nach, was für ein Wahnsinn das ist, den Grundsatz jedes RECHTSSTAATES auszuhebeln, namens Unschuldsvermutung und das die Schuld bewiesen wird.
DENN ES IST NICHT MÖGLICH, ETWAS ZU BEWEISEN, WAS NICHT PASSIERT IST!
Denken Sie also bitte mal nach.
P.S. Ich wurde auch schon überfallen, zu einer Verw. kam es zum Glück nicht. Ich bin vorher schon so ausgerastet u. habe mich mit dem Täter geprügelt. Keine schöne Lebenserfahrung.... Das bekommene Schmerzensgeld half auch nicht über meine Fassungslosigkeit einfach an
ich habe es mir hier angewöhnt für meine Aussagen Quellen zu benennen, nachdem ich einmal scharf und direkt von der Redaktion ermahnt wurde, als ich eine „Behauptung“ aufstellte und in diesem Zuge der entsprechende Beitrag gelöscht wurde.
Aber übergehen wir mal die wohlwollende Behandlung femininer Beiträge und nehmen an, es wäre wie Sie es darstellen: Die Gesetzgebung verabschiedet die von Ihnen ersehnte Beweislastumkehr und fasst diese in ein Gesetz (was bisher nicht einmal die Schweden, trotz höchster Anzeigebereitschaft in Europa geschafft haben, EU-Studie: Vergewaltigungsrate).
Sie vermuten, dass sich Männer Frauen vorsichtiger nähern würden, aber in welcher Form und zu welchem Zweck, für Mann und Frau?
Und abschließend noch die Frage: Warum sollten Ihrer Meinung nach lediglich 20% - nach welchen Kriterien ausgewählt – eine Haftstrafe verbüßen müssen, wenn doch 100% gleichermaßen schuldig sind?
Wirklich interessant an den "Fakten" ist die Tatsache, dass zwar das Hellfeld ständig wächst, aber mit ihm die Dunkelziffer.
So hieß es aus Opferinnenkreisen noch vor wenigen Jahren, dass ca. 40.000 Frauen im Jahr betroffen wären, heute sollen es 80.000 sein, weil der Faktor 10 geblieben ist.
Ebenso interessant ist, dass von den nicht 8.000 Verfahren nur 13,5% zu einer Verurteilung führen, die ermittelnden Beamten mehrheitlich von überwiegend nicht rechtsstaatlich verfolgten Falschbeschuldigungen ausgehen, dass die Betreiber der Bayerischen Studie ausdrücklich vor Hysterie warnten und eine zunehmende Kriminalisierung junger Männer feststellten.
Die Brigitte-Redaktion tut sich und der Gesellschaft keinen Gefallen mit der Verbreitung von tragischen Einzelfallschilderungen, mit dem Zweck die Geschlechter insgesamt gegeneinander auszusp