Reisefreiheit in Kuba
Yoani Sanchez: In 80 Tagen um die Welt

Endlich raus: Kubas bekannteste Bloggerin und Dissidentin, Yoani Sanchez, passierte die Ausreise-Kontrollen am 17. Februar 2013 am Flughafen von Havanna, um Kuba für eine 80-tägige Reise zu verlassen.

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Foto: Desmond Boylan/Reuters

Yoani Sanchez verlässt Kuba für eine Reise durch zwölf Länder, auf der sie Vorträge halten und Interviews geben wird. Auf ihrer Route stehen unter anderem Brasilien, Argentinien, Mexiko, Spanien, Italien, Polen, Tschechien und auch Deutschland. In den USA will die Social-Network-Pionierin die Firmenzentralen von Google, Twitter und Facebook besuchen.

Sánchez wurde durch ihr mehrsprachiges Blog Generation Y weltbekannt, Auszüge davon hat sie 2007 auch bei BRIGITTE.de veröffentlicht. Ihre klugen und kritischen Beobachtungen des sozialistischen Alltags auf der Karibikinsel gingen der einheimischen Zensur zum Trotz um die Welt. "Natürlich habe ich Angst in Kuba", schrieb sie, "aber ich habe nichts zu verbergen, ich habe keine Waffen, meine Waffe ist die freie Meinungsäußerung." 2011 setzte die Zeitschrift "Foreign Policy" Sanchez auf die Liste der 100 einflussreichsten Menschen.

Erst im Januar hat die kubanische Regierung die Migrationsgesetze gelockert, wodurch Kubaner weitgehende Reisefreiheit erlangten. In den Jahren zuvor wurde Sanchez rund 20 Mal die Ausreise verweigert – sie durfte auch nicht ins Ausland reisen, um ihre zahlreichen Auszeichnungen und Journalistenpreise entgegenzunehmen.

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