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Atomkraftwerke: Die unsichtbare Gefahr
Die Katastrophe im japanischen Fukushima hat uns auf erschreckende Weise vor Augen geführt, wie gefährlich die Atomkraft ist. Und dass es absolut sichere Kernkraftwerke nach wie vor nicht gibt. In Deutschland ist die Anti-Atomkraft-Bewegung darum in den vergangenen Wochen zu einem Massenphänomen geworden. Hunderttausende demonstrierten am Osterwochenende für den Ausstieg aus der Kernenergie, Ökostrom-Anbieter melden Rekordanmeldezahlen, und der "Atomkraft, nein danke"-Sticker feiert eine erstaunliche Renaissance. Die Bundesregierung zog nun Konsequenzen: Die im März abgeschalteten Reaktoren sollen dauerhaft deaktiviert bleiben, die Mehrheit der anderen Kraftwerke bis 2021 vom Netz gehen. Lediglich die drei neuesten Kraftwerke Emsland, Neckarwestheim 2 und Isar 2 sollen erst 2022 stillgelegt werden.
Auch abgeschaltete Kernkraftwerke strahlen noch
Fukushima hat auch gezeigt: Nach der Abschaltung ist ein Reaktor immer noch gefährlich. Der hochradioaktive Reaktordruckbehälter mit den Brennstäben muss jahrelang in Becken gelagert werden, damit die Strahlung abklingen kann. Wird die Kühlung unterbrochen, wie es in Japan der Fall war, kann es zu Explosionen und einer Schmelze der Brennstäbe kommen. Der Rückbau eines Atomkraftwerks ist ein kompliziertes Verfahren: Mit Robotern wird der Reaktor zerlegt und speziell gereinigt, jedes Bauteil der Anlage, auch die kleinste Schraube, muss auf Strahlung geprüft werden. Die radioaktiven Teile landen dann in Atomzwischenlagern wie Gorleben oder Ahaus. Der Rückbau eines Kernkraftwerks dauert rund 20 Jahre. Der Atommüll strahlt noch Hunderttausende Jahre lang.
















