Ökobilanzen

Öko-Duell: Was ist besser für die Umwelt?

Bus oder Bahn? Papier oder Plastik? Wir haben einige Ökobilanzen miteinander verglichen - tippen Sie richtig?

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Foto: B. and E. Dudzinscy/Fotolia.com

Klar, im Zweifel möchte wohl jeder eher umweltfreundlich handeln. Aber manchmal ist die richtige Wahl nicht so offensichtlich, wie Sie vielleicht denken.

Wollen auch Sie als gutes Beispiel vorangehen und im Alltag die Umwelt schützen? In unserem Öko-Duell können Sie Ihr Wissen über Öko-Bilanzen testen.

  • Frage 1 von 12:

    Getränke: Was ist besser für die Umwelt?

    © IDM

    Getränke: Was ist besser für die Umwelt?

    Ihre Antwort:

    Ich greife zu Glas- Mehrwegflaschen.

    Richtig!

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Ich nehme PET- Mehrwegflaschen.

    Richtig!

    Die Vor- und Nachteile von unterschiedlichen Getränkeverpackungen werden häufig untersucht. Knapp vorne in der Ökobilanz liegt mittlerweile die PET-Mehrwegflasche, sie wird etwa 15 mal wiederbefüllt und ist sehr leicht, das spart Energie beim Transport. Knapp dahinter liegen Glas-Mehrwegflaschen, wenn die Abfüllstation in Ihrer Region liegt. Glasflaschen können zwar 50 mal neu befüllt werden, da sie aber schwer sind, schlägt der Transport negativ zu Buche – je weiter die Strecke, umso stärker. Einen mittleren Platz belegt der Karton, er ist leicht und lässt sich mittlerweile gut recyceln, es folgen PET-Einwegflaschen und ganz am Ende rangieren Dosen.

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Die Ökobilanz ist bei beiden gleich.

    Richtig!

    Das war leider falsch.
  • Frage 2 von 12:

    Einkaufen: Was ist besser für die Umwelt?

    © dispicture/Fotolia.com

    Einkaufen: Was ist besser für die Umwelt?

    Ihre Antwort:

    Ich bevorzuge eine braune Papiertüte.

    Richtig!

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Ich nehme eine stabile Plastiktüte.

    Richtig!

    Am allerbesten sind natürlich ein Korb oder Taschen aus Stoff oder Kunstfaser, die man mindestens 30 mal verwendet. Wenn Sie diese mal vergessen haben: Greifen Sie zu einer stabilen Plastiktüte, verwenden Sie diese mehrfach und werfen Sie die Tüte hinterher in den Gelben Sack zum Recycling. Papiertüten haben keine ökologischen Vorteile, vor allem müssen sie meist nach einmaligem Gebrauch weggeworfen werden. Lassen Sie aber Plastiktüten niemals einfach irgendwo zurück, sie zersetzen sich erst nach sehr langer Zeit. Gelangen Plastikreste ins Meer, richten sie großen Schaden an und können sogar in die Nahrungskette gelangen. Deshalb wird sogar ein Verbot von Plastiktüten diskutiert.

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Die Ökobilanz ist bei beiden gleich.

    Richtig!

    Das war leider falsch.
  • Frage 3 von 12:

    Obst: Was ist besser für die Umwelt?

    © Thomas Pächer/Fotolia.com

    Obst: Was ist besser für die Umwelt?

    Ihre Antwort:

    Ich kaufe ausschließlich Äpfel aus Deutschland.

    Richtig!

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Ich kaufe meistens Äpfel aus Deutschland, im Frühjahr nehme ich aber lieber welche aus Südamerika.

    Richtig!

    Deutsche Äpfel werden nach ihrer Ernte im Herbst lange bei niedrigen Temperaturen gelagert. Spätestens im April kippt deshalb die Ökobilanz zugunsten von Äpfeln aus Südamerika: Die werden dann frisch geerntet und - was die CO2-Bilanz angeht - relativ umweltfreundlich per Schiff nach Deutschland gebracht, ebenso wie Bananen, Orangen und sogar Kiwis (die mittlerweile meist nicht aus Neuseeland sondern aus Italien kommen). Der Schiffstransport schneidet sogar besser ab als der Transport mit dem Zug oder LKW. Richtig schlecht ist die Ökobilanz lediglich für Obst, das mit dem Flugzeug importiert wird. Doch nur ein winziger Bruchteil empfindlicher Früchte (z.B. Ananas) kommt auf dem Luftweg zu uns.

    Das war leider falsch.
  • Frage 4 von 12:

    Beilagen: Was ist besser für die Umwelt?

    © Mostafa Hefni/istockphoto.com

    Beilagen: Was ist besser für die Umwelt?

    Ihre Antwort:

    Ich kaufe Reis.

    Richtig!

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Ich kaufe Kartoffeln.

    Richtig!

    Auf den ständig überfluteten Reisfeldern entsteht durch Bakterien Methan, ein Treibhausgas, das viel stärker wirkt als CO2. So verursacht eine Portion Reis umgerechnet 20mal so viel schädliche Treibhausgase wie eine Portion Kartoffeln.

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Die Ökobilanz ist bei beiden gleich.

    Richtig!

    Das war leider falsch.
  • Frage 5 von 12:

    Waschen: Was ist besser für die Umwelt?

    © Kzenon/Fotolia.com

    Waschen: Was ist besser für die Umwelt?

    Ihre Antwort:

    Ich nehme ein herkömmliches Waschpulver für Buntwäsche.

    Richtig!

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Ich wähle ein Bio-Color-Waschmittel.

    Richtig!

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Die Ökobilanz ist bei beiden gleich.

    Richtig!

    In diesem Fall gilt: unentschieden. Beide belasten das Abwasser gleichermaßen. Für Biowaschmittel verwenden die Hersteller nachwachsende Rohstoffe, das sagt jedoch nichts über die Umweltverträglichkeit aus. Beispiel: Orangenschale ist schlecht abbaubar und giftig für Wasserorganismen. Das gleiche gilt für Citrusöl, das in zahlreichen Reinigungsmitteln enthalten ist. Es kann außerdem Allergien auslösen.

    Das war leider falsch.
  • Frage 6 von 12:

    Spülen: Was ist besser für die Umwelt?

    © Inga Knol/Fotolia.com

    Spülen: Was ist besser für die Umwelt?

    Ihre Antwort:

    Ich spüle mit der Hand, lasse das Wasser aber nicht laufen.

    Richtig!

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Ich verwende lieber die Geschirrspül- maschine.

    Richtig!

    Es gibt mehrere Vergleichsstudien. Selbst die allersparsamsten Handspüler konnten in puncto Energie- und Wasserverbrauch nicht mit der Geschirrspülmaschine mithalten.

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Die Ökobilanz ist bei beidem gleich.

    Richtig!

    Das war leider falsch.
  • Frage 7 von 12:

    Windeln: Welche sind besser für die Umwelt?

    © shootingankauf/Fotolia.com

    Windeln: Welche sind besser für die Umwelt?

    Ihre Antwort:

    Wegwerfwindeln

    Richtig!

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Bio-Stoffwindeln

    Richtig!

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Die Ökobilanz ist bei beiden gleich.

    Richtig!

    Zur Wickel-Frage gibt es eine Vielzahl von Studien. Und alle kommen zum selben Ergebnis: Die Frage ist nicht zu entscheiden. Stoffwindeln verursachen zwar weniger Müll. Aber für Waschen und Trocknen (und evtl. den Transport zum Windelservice) ist viel mehr Wasser und Energie nötig als zur Produktion der Wegwerfwindeln. Also: Wählen Sie nach Ihrem persönlichen Geschmack!

    Das war leider falsch.
  • Frage 8 von 12:

    Mode: Welche Textilien sind besser für die Umwelt?

    © Gordon Bussiek/Fotolia.com

    Mode: Welche Textilien sind besser für die Umwelt?

    Ihre Antwort:

    Ich nehme den Pullover aus Fleece.

    Richtig!

    Hier schneiden die Kunstfasern besser ab. Denn: Zur Produktion von einem Kilo herkömmlicher Baumwolle sind 8.000 Liter Wasser nötig, für ein Kilo Kunstfasern nur 210 Liter. Herkömmliche Baumwolle muss bis zu 20mal im Jahr gespritzt werden, auf jedes Shirt entfallen so 150 Gramm Gift (der Anteil von umweltfreundlich angebauter Bio-Baumwolle ist bislang noch verschwindend gering). Für Kunstfasern wird zwar Erdöl benötigt, Fleece-Materialien bestehen jedoch aus recyceltem Kunststoff (meist PET-Flaschen), sind langlebiger als Baumwollprodukte, müssen weniger heiß gewaschen werden, trocknen schneller. Der Transport fällt in der Ökobilanz bei beiden Materialien kaum ins Gewicht.

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Ich wähle den Pulli aus Baumwolle.

    Richtig!

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Die Ökobilanz ist bei beiden gleich.

    Richtig!

    Das war leider falsch.
  • Frage 9 von 12:

    Reisen: Was ist besser für die Umwelt?

    © Imago

    Reisen: Was ist besser für die Umwelt?

    Ihre Antwort:

    Ich fahre Strecken über 500 km mit dem Zug.

    Richtig!

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Ich nehme lieber den kostengünstigen Reisebus.

    Richtig!

    Beim CO2-Ausstoß pro Person und Kilometer liegt der Reisebus vorn, danach erst folgt die Bahn, an dritter Stelle der private Pkw, an letzter Stelle das Flugzeug. Dabei ist berücksichtigt, dass Reisebusse fast immer voll besetzt ist, die Bahn und das Auto in der Praxis jedoch nur etwa zur Hälfte ausgelastet sind.

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Die Ökobilanz ist bei beidem gleich.

    Richtig!

    Das war leider falsch.
  • Frage 10 von 12:

    Autofahren: Was ist besser für die Umwelt?

    © ferkelraggae/Fotolia.com

    Autofahren: Was ist besser für die Umwelt?

    Ihre Antwort:

    Ich tanke normal, fahre aber keine Strecke unter zwei Kilometern.

    Richtig!

    Der Begriff "Biosprit" ist irreführend. Es handelt sich um Treibstoff, der aus Pflanzen wie Mais, Weizen oder Zuckerrüben gewonnen wird, die vor allem in Süd- und Nordamerika unter hohem Einsatz an Düngemitteln und Pestiziden angebaut werden. Millionen Hektar fruchtbares Ackerland werden dafür bereits genutzt. Verschiedene Vergleiche kommen zum Ergebnis: Bei E10 überwiegen die Nachteile für die Umwelt.
    Dagegen ist ganz klar, wie man besonders einfach Sprit sparen kann: Wege bis zwei Kilometer zu Fuß oder per Rad zurücklegen, denn kurz nach dem Start verbrauchen Autos am meisten, manche bis zu 20 Liter pro Kilometer.

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Ich tanke konsequent Biosprit E10.

    Richtig!

    Das war leider falsch.
  • Frage 11 von 12:

    Wasser sparen - was bringt mehr?

    © silver-john/Fotolia.com

    Wasser sparen - was bringt mehr?

    Ihre Antwort:

    Ich verzichte auf eine Tasse Kaffee pro Tag.

    Richtig!

    Für Baden und Duschen verbrauchen wir nur noch etwa 45 Liter Wasser pro Tag und Person, halb so viel wie vor 20 Jahren. Weit größere Mengen Wasser sind zur Produktion unserer Konsumgüter nötig ("virtuelles Wasser") und es wird vor allem in Ländern verschwendet, in denen Trinkwasser im Unterschied zu Deutschland knapp ist. Für eine einzige Tasse Kaffee, die wir trinken, werden umgerechnet 140 Liter Wasser verbraucht, genauso viel, wie in eine Badewanne passt.

    Noch sinnvoller ist es übrigens, so oft wie möglich auf warmes Wasser zu verzichten, weil wir dann weniger Energie zum Aufheizen benötigen.

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Ich dusche/bade nur noch jeden zweiten Tag.

    Richtig!

    Das war leider falsch.
  • Frage 12 von 12:

    Lesen: Was ist besser für die Umwelt?

    © Anton Maltsev/Fotolia.com

    Lesen: Was ist besser für die Umwelt?

    Ihre Antwort:

    Ich lese Bücher fast nur noch als E-Books.

    Richtig!

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Ich bevorzuge nach wie vor Printausgaben.

    Richtig!

    Das war leider falsch.

    Ihre Antwort:

    Die Ökobilanz ist bei beiden gleich.

    Richtig!

    Bei diesem Duell gibt es keinen Gewinner. Für die Herstellung eines E-Book-Readers sind enorme Mengen Energie, Wasser und Rohstoffe nötig, zum Beispiel auch seltene Metalle. Für die Produktion von Papier werden andererseits große Mengen an Wasser und Chemikalien benötigt, etwa 80 Prozent der in Deutschland verarbeiteten Fasern stammen aus Importen und nicht aus dem Recycling. Zieht man eine Bilanz, ergibt sich: Erst ab dem 50. Download eines E-Books hat man den hohen Ressourcenverbrauch bei der Produktion des Readers wettgemacht. Unberücksichtigt bleibt dabei, dass Bücher langlebiger sind, häufig verschenkt und weiterverkauft werden.

    Das war leider falsch.
  • Text: Beate Koma
    Teaserbild: Barbara Dudzinska/Fotolia.com
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