Probewohnen im Passivhaus

  • 2 Kommentare
  •  
  •  
In diesem Artikel:

Vorurteil 5: "Die ganze Technik ist viel zu kompliziert."

Kinderleicht: Thomas Reinke bedient die Lüftungsanlage

Kinderleicht: Thomas Reinke bedient die Lüftungsanlage

Angelika Reinke sieht unsere Blicke und lacht. "Keine Angst, im Alltag kriegt man von der ganzen Technik gar nichts mit." Sie zeigt uns einen Schalter an der Tür. Damit könne sie das ganze System bedienen. "Und das Beste ist: Bis auf den Luftfilter ist die Anlage komplett wartungsfrei."

Vorurteil 6: "So ein Haus kann sich doch kein normaler Mensch leisten!"

Ich bin ganz baff angesichts so viel Öko-Hightech und stelle die Frage, die mich schon seit der Herfahrt beschäftigt: Was kostet der ganze Spaß eigentlich? "Etwa 15 Prozent mehr als ein konventionell gebautes Haus", antwortet Thomas Reinke. Nicht gerade wenig. Bedenke man allerdings die hohen Gas- und Ölpreise, hätten sich die Mehrkosten schnell amortisiert. "Wir sparen jedes Jahr fast 2000 Euro Heizkosten."

Später liegen wir im Gästebett der Reinkes und lauschen in die gedämmte Stille. "Sag mal, die Lüftungsanlage, die hört man überhaupt nicht, oder?" - "Nö." - "Weißt Du was?" - "Mhm?" - "Irgendwann möchte ich auch in einem Passivhaus leben." In dieser Nacht schlafen wir so tief und fest wie lange nicht mehr.


Info zum "Tag des Passivhauses"

Sie wollen auch ein Passivhaus von innen erleben? Jedes Jahr im November öffnen Passivhaus-Besitzer in ganz Deutschland ihre Türen für interessierte Besucher. 2009 finden die "Tage des Passivhauses vom 6. bis 8. November statt. Veranstalter ist die IG Passivhaus, ein unabhängiges Netzwerk von Architekten, Ingenieuren, Wissenschaftler und Privatleuten, die das Passivhaus-Konzept bekannter machen wollen. 2007 nahmen 14.000 Menschen das Gratis-Angebot in insgesamt 232 Passivhäusern wahr. Infos und Anmeldung unter www.ig-passivhaus.de.

Seite:

  1. 1
  2. 2
  3. 3
  • Text und Fotos: Michèle Rothenberg
BRIGITTE im Abo

Jetzt bis zu 30% sparen
und Geschenk sichern