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Aufstieg

Karriereplanung: Wie viel Karriere will ich wirklich?

Chefin sein, das wäre was ... Aber ganz schön stressig. Einen eigenen Laden aufmachen ... Noch stressiger. Halt! Springen Sie doch einfach in den Job, den Sie wollen. Karriereplanung ist gar nicht so schwer. Wenn man sich vorher ehrlich fragt: Wie viel Karriere will ich wirklich?

Gelegentlich denke ich darüber nach, ob im Job noch mehr ginge. Aber woher weiß ich, dass der nächste Karriereschritt wirklich dran ist?

Foto: jochenL.E./Fotolia.com

Gegenfrage: Wie lange zögern Sie schon? Frauen sind oft viel zu zaghaft, wenn es um den nächsten Schritt im Job geht. Nach Schätzungen von Karriereberaterinnen brauchen sie etwa 2 bis 3 Jahre länger als gleich ausgebildete Männer, um "Hier bin ich!" zu rufen, wenn es um einen ersten Führungsjob oder ein kniffeliges finanziell interessantes Projekt geht. Der Grund ist ein innerer: Wir sind ambivalent, blockiert, sabotieren unseren Erfolg.

Versteh ich nicht. Warum sollte ich mich beim beruflichen Weiterkommen blockieren?

Auch, wenn wir es nicht wahrhaben wollen, sind wir heute ständig zwischen zwei Weltbildern hin- und hergerissen. Einerseits sind wir längst im 21. Jahrhundert angekommen, wo Frauen selbstbewusst überall in Führung gehen. Andererseits sind wir durch die Prägung unserer Eltern teilweise noch im rigiden und sicherheitsdominierten 20. Jahrhundert verhaftet. "Deshalb haben Frauen heute zu jedem Thema zwei Meinungen, egal, ob es um Karriere oder Kindererziehung geht", erklärt Dr. Petra Bock, Coach und Beraterin aus Berlin. Das ständige Hin und Her lähmt unsere Entscheidungsfähigkeit. Und schadet uns. Denn Männer sind im Zwiespalt zwischen "altem" und "neuem" Denken zwar auch gefangen - aber lange nicht so stark.

Klingt frustrierend. Kann man denn etwas gegen die Selbstsabotage im Job tun?

Sogar ganz leicht. Erster Schritt: Akzeptieren, dass es die widerstreitenden Stimmen einfach gibt. Dann verstehen wir schneller, warum wir hadern. Und können uns bewusst entscheiden, die zweifelnde Stimme einfach plappern zu lassen. Wer das trainiert, handelt selbstbestimmt und setzt im Job immer mehr auf Mut und Neugier, statt auf angstvolles Sicherheitsdenken.

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  • Text: Anne Otto