Die perfekte Bewerbung

Was beeindruckt Personal-Profis wirklich, wenn sie Stellen neu besetzen müssen? Hier verraten sie Ihnen, wie für sie eine perfekte Bewerbung aussieht.

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Morgens schlägt man die Zeitung auf, und dann ist da diese Stellenanzeige. Passt wie nach Maß geschneidert. Fehlt eigentlich nur noch die perfekte Bewerbung. Mittags geht die Bewerbungsmappe dann in die Post. Wenige Tage später ruft eine begeisterte Personalchefin an, bittet umgehend zum Bewerbungsgespräch, und zwei Tage später hat man den Job.

Schön wär's ja. Aber das Leben geht anders. "Eine ganze Reihe meiner Klientinnen und Klienten hat durch Eigeninitiative interessante Jobs gefunden, die sie auf anderem Wege niemals bekommen hätten", erklärt Karrierecoach Svenja Hofert. Das Geheimnis dieser ungewöhnlichen Jobsuche: Man schlängelt sich an all denen vorbei, die sich auf ausgeschriebene Stellen bewerben. Nur eine Initiativbewerbung - eine perfekte Bewerbung natürlich - hat die Chance, beim Chef just dann auf dem Tisch zu landen, wenn er das erste Mal über Verstärkung im Marketing nachdenkt. Manche engagierte Bewerbung führt sogar dazu, dass eine Stelle erst geschaffen wird - weil vorher niemandem klar war, dass die Firma jetzt zum Beispiel eine Koordination Internet braucht.

Mit den Initiativbewerbungen ist es so ähnlich wie beim Langstreckenlauf: Wer den ersten Halbmarathon gut über die Runden bringen möchte, muss ein klares Ziel vor Augen haben, sich über Wochen intensiv vorbereiten, eine perfekte Bewerbung schreiben - und dann durchhalten. Klingt nach Arbeit? Keine Frage: Es ist Arbeit. Aber der Lohn für die ganze Mühe: Am Ende hat man genau den Job, den man auch wirklich will. Und der Arbeitgeber hat genau die Mitarbeiterin, die er für diesen Job schon immer haben wollte.

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  • Text: Carola Kleinschmidt
    Illu: Andreas Jakobs
    Fotos der Personal-Profis: privat
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