Hilfe braucht keine Millionen: Gehen Sie stiften!

In Liechtenstein oder Österreich sind Stiftungen als Steuerflucht-Oasen ins Gerede gekommen. Doch die meisten Stifter - immer öfter auch Frauen - haben hehre Ziele.

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Als Musiktherapeutin hatte Christine Bronner mit schwerst- und unheilbar kranken Kindern zu tun, und sie wusste: Unterstützung für die Familien war dringend nötig. Sie informierte sich, nutzte ihre guten Kontakte, engagierte sich mit 50 000 Euro aus dem Erbe ihres Vaters für die Gründung der Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München und investierte später noch mal die gleiche Summe. Mit Erfolg. Das Ambulante Kinderhospiz betreut in Bayern ständig 60 bis 70 Familien, unterstützt von ehrenamtlichen Helfern (www.ambulantes-kinderhospiz-muenchen.de).

Finanzberaterin Helma Sick

Finanzberaterin Helma Sick

Gemeinnützig arbeiten rund 95 Prozent der mehr als 18 000 Stiftungen bürgerlichen Rechts, die es in Deutschland gibt. Und das finanzielle Engagement ist längst keine reine Männersache mehr wie noch bis Ende der 80er Jahre. Frauen rufen mittlerweile jede vierte Stiftung ins Leben und sind an rund 60 Prozent der Stiftungsgründungen beteiligt. Prominente wie Liz Mohn, Sarah Wiener, Katja Ebstein oder Sandra Völker gehören dazu. Aber eben auch Frauen wie Christine Bronner oder die Finanzkauffrau Anne Wulf. Sie ist eine von acht Gründerinnen der "divida"-Stiftung, die sich - wie viele andere auch - um Chancen und Zukunft von jungen Mädchen und Frauen kümmern. Zum Beispiel mit einem Patinnenprojekt, das engagierte erfahrene Frauen mit denen zusammenbringt, die Unterstützung brauchen beim Start ins Leben (www.divida-stiftung.de).

Stichwort: Stiftung

Mit privaten Stiftungen werden gezielt soziale, kulturelle und wissenschaftliche Einrichtungen gefördert. Im Gegensatz zu Vereinen oder Verbänden gibt es aber weder Mitglieder noch Eigentümer. Basis der Stiftung ist ein bestimmtes Vermögen, das dem per Satzung festgelegten Zweck auf Dauer dienen soll. Die Projekte werden aus den Erträgen finanziert. Das Kapital selbst bleibt in der Regel unangetastet. Auch Stifterin oder Stifter haben darauf keinen Zugriff mehr.

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  • Ein Artikel aus der BRIGITTE, Heft 10/2011
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