Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts
Adoption für Homosexuelle: Es geht gleicher!
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Die Welt dreht sich im Kreis. Das tut sie bekanntlich immer. Nur: In Deutschland kreiselt sie gerne länger um anachronistische Familienbilder als anderswo. Jetzt ist das Bundesverfassungsgericht einen ersten kleinen Schritt aus dem Kreis herausgetreten: Wenn ein Partner ein adoptiertes Kind in eine homosexuelle Beziehung mitbringt, darf der andere Partner es nachträglich adoptieren. "Sukzessive" Adoption heißt das. Sukzessive und gemächlich kommt mit dieser Gerichts-Aufforderung an die Gesetzgeber hoffentlich die grundsätzlichere Frage nach Gleichstellung homosexueller Paare neu auf die Agenda des Bundestags.
Dann werden wir – mal wieder – Fragen hören, auf die wir im Jahr 2013 reflexhaft antworten können. Nein, wir entwerten mit schwulen und lesbischen Eltern nicht die heilige Vater-Mutter-Kind(er)-Familie. Die entwickelt sich ohnehin zunehmend zu einem Vater-Vater-Mutter-Mutter-Kinder-Kinder-Patchwork-Modell. Nicht die Form einer Familie ist wichtig für das Glück eines Kindes, sondern der Inhalt. Nämlich Liebe und Zuwendung. Überhaupt. Die Liebe. Wir möchten nicht mehr diskutieren müssen, ob Frauen, die Frauen lieben, und Männer, die Männer lieben, weniger Rechte haben als Menschen, die Menschen lieben.
Wir müssen uns, fürchten wir, allerdings mit dieser Diskussion noch ein bisschen länger quälen. Denn Deutschland kreiselt eben nicht nur an dieser Stelle um Anachronismen. Unsere Gesellschaft sucht immer noch nach zeitgemäßen Rollen für Männer und Frauen. Da kann Familie gar nicht sinnvoll definiert werden. Also werden wir, auch wenn es wenig Neues gibt, nicht aufhören, darüber zu reden, wie es eigentlich sein sollte. Nämlich ganz einfach: gleich.













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am um
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ariella60
am 08.03.13 um 15:03
Na gut, dann sei es so. Ich habe beruflich schon viele wissenschaftliche Studien gelesen, aber noch nie eine mit derart eindeutigem (positiven) Fazit. Demnach ist Homo-Familie dann ja wirklich das bessere Modell. Erscheint mir zweifelhaft, aber ich kann es nicht belegen, und wahrscheinlich kommt es halt auf den Einzelfall an. Wenn die Mehrheit das so will, dann muss man es machen. Erst wenn die Kinder von heute erwachsen sind, wird sich zeigen, ob das nun eine gute Idee war oder nicht.
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Meike
am 25.02.13 um 22:49
Liebe Ariella,
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Siv75
am 22.02.13 um 00:03
Liebe Ariella, niemand hat gesagt dass gleichgeschlechtliche Elternpaare ein besseres Models ist. Viele Jahre her es wäre die Kinder auch peinlich wenn die Eltern nicht verheiratet wären, wenn die Mutter ein bessere job als der Vater hätte usw. Vieles sind die Kinder peinlich genau weil die Erwachsene nicht in der Lage sind ein Gesellschaft offen und mit Rücksicht auf die andere zu schaffen, leider.
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ariella60
am 21.02.13 um 09:09
Natürlich gibt es völlig kaputte "Normal"-Familien, aber die wird es im ungefähr gleichen Prozentsatz genauso bei Homo-Familien geben. Wieso auch nicht? Ich glaube auch, dass Liebe und Zuneigung das Wichtigste sind für Kinder, trotzdem sollten wir nicht so tun, als seien gleichgeschlechtliche Elternpaare nun das bessere Modell. Das ist der politischen Korrektheit einfach zuviel. Wenn man sich selbst fragt (und ehrlich ist!), wie man das als Kind gefunden hätte, wenn zwei Mamas zum Elternsprechtag gehen oder zwei Papas die Gäste zum Kindergeburtstag begrüßen, dann gibt einem das Gefühl schon die richtigen Hinweise. Kinder hassen es, anders zu sein, und Kinder sind stinkkonservativ! Man macht ihnen mit solchen Arrangements, die im Interesse der Erwachsenen sind, das Leben schwerer, zumal das Modell Waisenhaus ja auch fast gar nicht mehr existiert bei uns. Und wo die Studien herkommen sollen, die das Gegenteil belegen, frage ich mich auch. Können jedenfalls keine Langzeitstudien
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Siv75
am 20.02.13 um 23:35
Kinder brauchen Liebe, Unterstützung, Respekt, und das ist nicht garantiert wenn sie in Hetero Familien aufwachsen. Und die welt braucht Kinder die lernen ohne Vorurteil zu leben, die andere zu akzeptieren. Wenn sie das in eine Patchwork oder Hetero oder Homo oder Alleinerziende Familie finden, es ist eine Wunderschöne Sache, sicher besser als die Waisenhaus.
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J.B
am 20.02.13 um 17:36
Wenn ich mir denke, dass ich als kleines Mädchen von zwei Männern adoptiert werden würde und mein ganzes Leben zwei Väter und keine Mutter hätte....Mir wird bei diesem Gedanken schlecht! Mit wem könnte ich meine "Frauenprobleme" besprechen? Auch bin ich überzeugt, dass ein kleiner Junge nicht von zwei Frauen aufgezogen werden kann! Auch hier braucht es einen Mann, der ihm als Vorbild dienen kann!
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TheQuibbler
am 20.02.13 um 17:28
Kinder wollen Papa, Mama, Kind. Aha. Wollen sie das oder wollen sie das, weil ihnen überall suggeriert wird, dass dies die allein seligmachende Form des Familienlebens ist? Ich bin überzeugt, dass es genügend Kinder gibt, die in einer (nach außen hin) "intakten" Familie leiden. Papa, Mama, Kind bedeutet noch lange nicht, dass alles stimmt und dass alles eitel Sonnenschein ist.
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sany
am 20.02.13 um 15:25
sorry, adoptieren dürfen, sollte das heißen, nicht sortieren...
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sany
am 20.02.13 um 15:21
@edith
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ariella60
am 20.02.13 um 15:20
Diese Studie würde mich mal interessieren. Hast du einen Link, Meike?
mehr (13)ich sehe gerade erst deine Frage. Hier ist ein Link zu einer Zusammenfassung der betreffenden Studie: http://lsvd.de/fileadmin/pics/Dokumente/Adoption/LSVD_Essentiels-BMJ-Studie.pdf
Die Zusammenfassung ist vom Lesben- und Schwulenverband, die Studie wurde aber im Auftrag des Bundesjustizministeriums und anderer staatlicher Stellen durchgeführt.
Mann und Frau ergänzen sich, sind das Pendant zueinander. Es braucht BEIDE um Kinder zu erziehen!
Homosexualität widerspricht meiner Ansicht der Natur.
Meiner Meinung und Überzeugung nach kommt es auf die Liebe an, die dem Kind entgegengebracht wird, und auf die kann von Mama und Papa kommen, nur von Mama oder nur von Papa oder eben auch von einem homosexuellen Paar.
Und was ist gegen einen Samenspender einzuwenden, wenn sich eine Frau ein Kind wünscht? Ist es so verwerflich, sich ein Kind zu wünschen, und muss man dafür zwangsläufig eine Partnerschaft eingehen, von der man weiß, dass sie sowieso zum Scheitern verurteilt ist und dadurch erst Probleme für das Kind schaffen?
Deutschland war schon immer rückschrittlich und das wird sich wohl leider
wenn sie verantwortung für ihren partner übernehmen, rechte und pflichten teilen möchten, gemeinsam einen haushalt bestreiten, warum heiraten sie nicht und untermauern ihren privaten verantwortungsgedanken nicht durch die legitimation desselben durch den gesetzgeber? und ja! homosexuelle sollten sortieren dürfen! definitiv! und dennoch, frau leister, autorin des artikels, sollten wir nicht ganz so lässig mit den “neuen “ rollen umgehen. es ist nämlich stress, scheidungskind zu sein, in einer patchworkfamilie oder mit mehrheitlich einem elternteil zu leben. zumindest in det phase der umstellung. überzogenes auch für alle erwachsenen. tun wir doch nicht immer so, als wäre alles soooo normal, wenn neue formen erst normalität werden müssen. kleine schritte können da hilfreich sein, um entwicklung zu beobachten. auch in der reform von gesetzen.