Claudia Kirsch
Politikerinnen in Bund und Ländern gewinnen die Macht und die Herzen der Menschen, weil sie zuhören, integrieren und mitnehmen können - und keiner spricht darüber, dass hier eine stille, aber gewaltige Revolution stattfindet. Hallo, geht's noch? Frauen in der Politik stehen für Glaubwürdigkeit, Kompetenz und Zuverlässigkeit, ihnen traut das Volk zu, dass sie das Land auch in Krisenzeiten sicher manövrieren können. In Nordrhein-Westfalen fahren Hannelore Kraft (SPD) und Sylvia Löhrmann von den Grünen einen krachenden Sieg ein, im Saarland hat Annegret Kramp-Karrenbauer gewonnen und Angela Merkel genießt höchstes Vertrauen und Wertschätzung. Die Frauen lassen die Männer hinter sich, und das soll kein Thema sein? Warum stellt Günter Jauch nicht die Frauenfrage? Während die Medien in ihren Wahlanalysen jeden noch so kleinen Trend begutachten, diskutieren, hin- und herwenden, diskutieren sie über den deutlichsten Trend einfach hinweg: Politik wird weiblich.













Ganz einfach deshalb, weil es nicht stimmt! Was ist da so explizit und nachprüfbar weiblich und nicht nur ein Konstrukt? War Thatchers oder Indira Ghandis Politik weiblich? War Olof Palmes Politik männlich?
Ich gucke mir lieber die Aussagen der Politiker an als Platitüden zu akzeptieren