Debatte

Frauenquote: Drei Ministerinnen, drei Meinungen

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Ursula von der Leyen (CDU)

Die gesetzliche Quote: Arbeitsministerin Ursula von der Leyen fordert bis 2018 eine Frauenquote von 30 Prozent. "Ich bin der festen Überzeugung, ohne Gesetz wird es nicht gehen", sagte die Ministerin im "Morgenmagazin" von ARD und ZDF - mit Hinweis auf die "frustrierenden Erfahrungen in den letzten zehn Jahren". Die DAX-Konzerne hätten fast nichts bewegt. Per Gesetz müssten vor allem Sanktionen definiert werden, "wenn wieder nichts passiert", so von der Leyen. Sie verlangt eine eindeutige Aussage von den Dax-Konzernen. "Wie Frauen dort in Führungspositionen kommen, mit welcher Quote und in welcher Zeit diese erreicht werden soll - das muss klar sein".

Nach dem Treffen mit den Dax-Unternehmen am 17. Oktober gratulierte Ursula von der Leyen den Personalvorständen zu ihrem Schritt der freiwilligen Selbstverpflichtung in Führungspositionen. Gleichzeitig kritisierte sie aber, dass keine Angaben über Top-Positionen gemacht wurden. "Wie aber geht es weiter mit Frauen in den Vorständen und Aufsichtsräten? Hier spielt die Musik", so die Bundesarbeitsministerin. Deutschland sei mit einem Anteil von 3,7 Prozent von Frauen in Vorständen und 15 Prozent in Aufsichtsräten europaweit zurück.

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  • Fotos: Cinetext