Debatte

Frauenquote: Drei Ministerinnen, drei Meinungen

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Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP)

Keine Quote per Gesetz: Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger lehnt eine schnelle gesetzliche Regelung zu einer Frauenquote für Vorstände und Aufsichtsräte ab. "Bis 2013 werden weitere Aufsichtsratsmandate und Vorstandsposten neu zu besetzen sein, bis dahin müssen die Unternehmen noch Taten folgen lassen und die Zahl der Frauen in den Führungsebenen angemessen erhöhen", sagte Leutheusser-Schnarrenberger der "Passauer Neuen Presse". Erst dann entscheide sich, ob doch noch gesetzliche Vorgaben nötig seien.

Die FDP-Politikerin setzt auf Selbstregulierung - und sieht bereits erste Erfolge. Seit Mai 2010 empfehle der "Corporate Governance Kodex", Frauen angemessen zu berücksichtigen. Seitdem seien bei Nachwahlen von einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern neun von 23 Posten mit Frauen besetzt worden. "Das sind fast 40 Prozent", sagte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

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  • Fotos: Cinetext