Gutscheine für Haushaltshilfen: Wie denn jetzt?
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Was für ein großzügiger Vorschlag: CDU und CSU warfen jüngst den Plan ins Rennen, „gut ausgebildeten“ Müttern, die schnell wieder zurück in den Beruf möchten, für die ersten paar Monate einen Zuschuss für eine Haushaltshilfe zu zahlen.
Das ist ja eine nette Idee – aber die gleichen Parteien haben sich gerade erst erfolgreich dafür eingesetzt, dass Mütter, die ihre Kinder zuhause versorgen, das umstrittene Betreuungsgeld bekommen sollen.
Geld fürs Arbeiten, Geld fürs zuhause Bleiben – wie denn jetzt? Klar, wir könnten uns natürlich erst mal freuen, wenn es etwas geschenkt gibt. Aber auf den zweiten Blick zeigt dieser Vorschlag, dass man innerhalb der Regierung bestenfalls stark unterschiedliche Ansichten zur Familienpolitik hat. Wahrscheinlicher ist die Vermutung, das man es wohl mit Blick auf die Wahl allen Leuten recht machen will. Ist ja für beide Seiten der Debatte was dabei.
Aber, Leute, so wird das auch nichts! Erstmal: „Frauen“? Entweder ihr wollt „Familien“ fördern, oder ihr lasst es bleiben – ihr könnt nicht immer alles, was mit Kindern zu tun hat, automatisch unter „Frauenproblem“ abheften. Und „gut ausgebildet“? Heißt das, Nicht-Akademikerinnen sollen weiter selbst zum Wischmop greifen? Auch nicht so richtig zu Ende gedacht, irgendwie.
Nein, wenn ihr wiedergewählt werden möchtet, könnt ihr nicht einfach alle paar Wochen irgendwelche halbgaren Ideen rauspusten und hoffen, dass sich genug Fans finden. Ihr müsst uns einfach mal erklären, was ihr beim Thema „Familie und Beruf“ wollt, und warum. Beim Betreuungsgeld hat das nicht so richtig geklappt, der Nutzen für alle Beteiligten wird, sagen wir mal freundlich, angezweifelt. Und die Gegenargumente sind auch beim Haushaltshilfen-Bonus wieder die gleichen: Wäre es nicht schlauer, das Geld in ein besseres Kita-Netz zu investieren? Und, wenn ihr noch Geld für solche Wahlkampf-Aktionen herumliegen habt, noch ein ganz heißer Geheimtipp: Ganz Deutschland, links wie rechts, ist total unzufrieden mit unserem Schulsystem – aber da wird immer gekürzt. Es ist, glaube ich, noch kein Politiker vom Wähler fertig gemacht worden, weil er bessere Schulen haben wollte.
Kommentar: Henning Hönicke
Also, danke für das Angebot – aber mit dem Geld könnte man sinnvollere Dinge zur Förderung von Familien anstellen. Und wir können im Gegenzug einfach weiter selbst staubsaugen.
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am um
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Elena
am 07.12.12 um 09:44
Wann werden eigentlich mal diejenigen entlastet, die einen Vollzeitjob haben, den Spitzensteuersatz zahlen und gleichzeitig von Gesellschaft und den Medien als Schmarotzer bezeichnet werden, weil sie (aus welchen Gründen auch immer) keine Kinder haben?
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Andrea
am 03.12.12 um 14:19
Warum keine Firma gründen, die "Haushaltshilfen" und "Kindermädchen" als normalen Job anbietet. Diese Jobs gibt es bereits als Kindergärtnerin oder Putzfrau außerhalb der Familie und wer es sich leisten kann, hat sie bereits im Haus und achtet ihre Arbeit. Und ja es gibt Frauen, die diese Arbeit gern machen. Gutscheine finde ich Schwachsinn, das sieht wieder so nach Bevorzugung und Benachteiligung aus, solche "Hilfen" sollten für jeden Haushalt erschwinglich sein, der sie braucht und wo beide berufstätig sind und es doch nicht reicht oder eine/r Alleinerziehend, kann der Staat einen Zuschuss geben. Dass Männer dagegen sind ist mir schon klar, Frauen könnten andere Sachen machen außer Haus und dem Mann nicht mehr so einfach zur Verfügung stehen und sie wären länger Gesundheitlich fit, weil eine Menge Stress weg fällt. Frauen, die diese Arbeit wollen, haben einen Job, ihre Familie zu ernähren und d. anderen können mehr von ihren Ideen in den Dienst der Firmen und Gesellsch
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Andrea
am 03.12.12 um 14:11
Warum keine Firma gründen, die "Haushaltshilfen" und "Kindermädchen" als normalen Job anbietet. Diese Jobs gibt es bereits als Kindergärtnerin oder Putzfrau außerhalb der Familie und wer es sich leisten kann, hat sie bereits im Haus und achtet ihre Arbeit. Und ja es gibt Frauen, die diese Arbeit gern machen. Gutscheine finde ich Schwachsinn, das sieht wieder so nach Bevorzugung und Benachteiligung aus, solche "Hilfen" sollten für jeden Haushalt erschwinglich sein, der sie braucht und wo beide berufstätig sind und es doch nicht reicht oder eine/r Alleinerziehend, kann der Staat einen Zuschuss geben. Dass Männer dagegen sind ist mir schon klar, Frauen könnten andere Sachen machen außer Haus und dem Mann nicht mehr so einfach zur Verfügung stehen und sie wären länger Gesundheitlich fit, weil eine Menge Stress weg fällt. Frauen, die diese Arbeit wollen, haben einen Job, ihre Familie zu ernähren und die anderen können mehr von ihren Ideen in den Dienst der Firmen und Gesellsc
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Frau Ü50
am 30.11.12 um 08:31
"Geld fürs Arbeiten, Geld fürs zuhause Bleiben – wie denn jetzt?"
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Gretchen
am 26.11.12 um 19:51
Ist das cool. Ich gründe eine Firma, und gehe putzen. Auftraggeberinnen gibts ja genug. Die bekommen ja alle Gutscheine. Dann stelle ich Putzfrauen ein, die dann ihren Gutschein (wo sonst??) bei mir einlösen. (wie hoch ist eigentlich der Mindestlohn? Und sind Putzfrauen eigentlich hochqualifiziert - will sagen, bekommen die überhaupt einen Gutschein??) Ich löse meinen Gutschein auch ein. Bei mir selber. Krieg ich den denn dann? Oder muss ich mein Betreuungsgeld angreifen? Und wo ist der Break-Even-Point. Wieviel Stunden darf ich arbeiten gehen, ohne das Betreuungsgeld zu verwirken und trotzdem den Gutschein zu bekommen?? Da frag ich dann meinen Steuerberater (40, Single, ohne Kinder, verdient nicht schlecht) Krieg ich für den dann auch einen Gutschein? Ach nee, der lacht mich aus - 6 Euro die Stunde, ts ts.....
mehr (5)Unabhängig davon, ob das mit den Gutscheinen eine gute Idee ist - Ihr Kommentar und Ihre Argumente sind schlecht.
Es ist nicht Aufgabe der Politik, sich für ein Modell zu entscheiden und das zu forcieren - sondern es ist Aufgabe der Politik, Wahlfreiheit herzustellen und sowohl Eltern, die zuhause bei ihren Kindern bleiben wollen, wie auch Eltern, die schnell nach der Geburt wieder berufstätig sein wollen, zu unterstützen - und kein Modell vorzuziehen.