Kinder

Gift im Spielzeug

  • 1 Kommentar
  •  
  •  

Was sagen Prüfzeichen aus?

Ein Spielzeug soll stabil, pädagogisch wertvoll, frei von Schadstoffen und unter fairen Bedingungen produziert sein. Leider gibt es kein Siegel, das alle diese Kriterien abdeckt. Es existiert vielmehr eine ganze Reihe von Prüfzeichen, die verschiedene Aussagen zu Sicherheit und Qualität machen. Verbraucherschützerin Gitta Geue rät, auf folgende Zeichen zu achten:

Das CE-Zeichen: Dieses Zeichen müssen alle Spielzeuge auf dem deutschen Markt tragen. Dadurch verpflichtet sich der Hersteller, dass er die Mindestanforderungen der EU-Richtlinien erfüllt. Aber: Wegen der lückenhaften Gesetze sagt das Zeichen über Schadstoffbelastungen so gut wie nichts aus. Zudem wird es laut Verbraucherzentrale von Herstellern und Importeuren ohne jegliche Kontrolle in eigener Regie vergeben. Dennoch gilt: Fehlt das CE-Zeichen auf Spielzeug oder Verpackung, ist etwas faul: Besser, Sie lassen es im Laden liegen.

Das GS-Zeichen: Trägt ein Spielzeug das GS-Zeichen für "Geprüfte Sicherheit", hat der Hersteller freiwillig ein unabhängiges Institut beauftragt, die Sicherheit zu überprüfen. Es bestätigt, dass der Hersteller die Richtlinien zu Schadstoffen und zur Sicherheit (möglichst geringe Verletzungsgefahr durch Ecken, Kanten und Kleinteilen) eingehalten hat.

Das TÜVProof-Zeichen "Sicherheits- und schadstoffgeprüft": Um dieses Zeichen tragen zu können, muss das Produkt nicht nur den Normen der EU-Spielzeugrichtlinie entsprechen - der TÜV prüft auch Schadstoffe, für die noch keine Grenzwerte festgelegt wurden, etwa Holzschutzmittel, Nickel und Azo-Farbstoffe. Sie können in diesem Fall also von einem hochwertigen Spielzeug ausgehen.

Öko-Tex Standard 100: An diesem Siegel ist zu erkennen, ob Textilprodukte (also etwa Stoff-Spielzeuge) gesundheitlich unbedenklich sind. Die unabhängigen Institute der "Öko-Tex Gemeinschaft" prüfen, ob die Textilien frei von krebserzeugenden und allergisierenden Stoffen sind.

Das "Spiel gut"-Zeichen: Hier steht der Spielwert im Vordergrund, den ein unabhängiger Ausschuss nach pädagogischen Kriterien beurteilt. Auch Design, Sicherheit, Haltbarkeit sowie Material und Umweltverträglichkeit werden getestet, allerdings sind die gesundheitlichen und ökologischen Kriterien nicht sehr streng. Immerhin ist Spielzeug aus PVC-Plastik seit Oktober 2005 davon ausgeschlossen.

Seite:

  1. 1
  2. 2
  3. 3
  • Artikel vom 07.04.2009
  • Text: Michèle Rothenberg
    Foto: kimako/photocase.com
Letzte Kommentare
  • Aleksandar Milenkosk
    am 17.10.10 um 10:00
    Wenn man sich für Holzspielsachen bewährter Markenhersteller entscheidet, dann hat man keine Sicherheitsprobleme mit Spielsachen. Diese Hersteller stellen sicher, dass es keine Gifte in den Spielsachen gibt, dass keine verschluckbaren Teile vorhanden sind und auch keine scharfen oder splitternden Kanten. Und wesentlich teurer sind Holzspielsachen auch nicht als Plastikkram.
 
Kommentar schreiben
Wird nicht angezeigt.
Unter diesem Namen erscheint Ihr Kommentar.
Bitte schreiben Sie den Sicherheitscode ab * (Andere Zeichenfolge)
noch 1000 Zeichen übrig!
Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder, alle anderen sind optional.

BRIGITTE im ABO

Brigitte-Netzwerk
BRIGITTE-woman.de
Bfriends.de
Bym.de