Kaum, dass sie schreiben gelernt hatte, begann die heute neunjährige Anna, kleine Briefe an den Unbekannten zu senden. Zu seinem 40. Geburtstag schickte sie ihm eine Postkarte: "Papa, ich liebe dich, wann kommst du mich endlich besuchen?" Da schrieb der Vater tatsächlich zurück: ". . . wir sehen uns in den Osterferien." Anna hat es allen erzählt, den Freundinnen, in der Schule, überall. "Sie war völlig durch den Wind", sagt ihre Mutter, die fürchtete, dass es nur bei dem Versprechen bleiben würde. Doch Annas Wunsch ging in Erfüllung, zwei Stunden haben sie sich getroffen. Der Vater, der sich schon in der Schwangerschaft von der Mutter getrennt hatte, stellte fest, die Tochter sei ihm sehr ähnlich. Er werde sich wieder melden. Das war vor zehn Monaten.
Geschichten von verschwundenen, abwesenden Vätern - wer mit alleinerziehenden Müttern spricht, kann unendlich viele hören: über Väter, die ihr Kind nie kennen lernen wollen, oder andere, die nach jahrelangem Zusammenleben abtauchen. Mehr als 50 Prozent der Väter sehen nach der Trennungsphase ihre Kinder gar nicht oder nur noch selten, fasst die österreichische Familienforscherin Mariam Tazi-Preve in ihrem neuen Buch "Väter im Abseits" die wenigen Forschungen im deutschsprachigen Raum zusammen. Dabei sind Mütter und Väter in Deutschland seit fast zehn Jahren gleichberechtigt. Früher wurde im Normalfall die Sorge ums Kind selbstverständlich der Mutter zugesprochen. Im Juli 1998, mit der Reform des Kindschaftsrechts, änderte sich dies gravierend: Seitdem gilt bei Scheidungen automatisch das gemeinsame Sorgerecht - außer wenn schwerwiegende Gründe für eine Klage auf ein alleiniges Sorgerecht ausreichen. Trotzdem kümmert sich nicht einmal die Hälfte aller Väter regelmäßig um ihre Kinder.
Auch finanziell verweigern viele getrennte Väter die Verantwortung: Gut zwei Drittel geben ihren Kindern und der Ex-Frau nicht das, was ihnen zusteht. Und für 492 000 Kinder muss der Staat den Unterhalt sogar komplett übernehmen. Das kostet jährlich 853 Millionen Euro. Doch die Zahl der Väter, die keinen Cent für ihren Nachwuchs berappen, liegt weitaus höher: Das Jugendamt springt nämlich maximal sechs Jahre ein. Danach sind die Mütter auf sich allein gestellt. Eine Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums stellt fest: Viele Erzeuger drücken sich einfach davor, einen angemessenen Unterhalt zu bezahlen. Nur 10 bis 20 Prozent haben wirklich kein Geld.















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am um
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cog
am 16.05.12 um 20:20
ich habe selten so einen sachlichen Blödsinn gelesen. Wenn Vätern auf Antrag des anderen Elternteils die Verantwortung am gemeinsamen Kind gerichtlich genommen wird, darf sich nicht über die Folgen beschwert werden. In Deutschl. wird diese gegen Väter gerichtete Selektion in 9 von 10 Fällen ausgelöst. Solche rücksichtslos eingerichteten Exklusivgesellschaften schaden nur Kindern. Es ist der staatlich geförderte Kindsentzug, der ausschließlich dem Mutterwohl dient. Schafft endlich Art.6 (4) ab und vieles löst sich von selbst, weil es plötzlich keine Verlierer und Gewinner, Mächtige und rechtlose Elternteile mehr gibt. Dabei verhalten sich die nach diesen mittelalterlichen Methoden aussortierten Väter noch sehr kooperativ. Es ist statisch belegbar, dass Frauen doppelte so häufig Unterhalt verweigern als Väter, sollten sie Eltern 2. Klasse sein. Der vorgenannte Artikel ist deshalb nur dumpfe Stimmungsmache von Personen mit auffallendem Frustrationshintergrund
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carla
am 23.03.12 um 06:54
Am allerbesten wäre es , daß man gleich von Anfang an das gemeinsame Sorgerecht für das gemeinsame Kind erhält. Wäre eine gerechte Aufteilung für das Kind und für die Mutter. Die alleinerziehende Mutter wäre nicht mehr überfordert und hätte mehr Kraft zum arbeiten und das Kind hätte einen großen Vorteil wenn beide Eltern an der Erziehung beteiligt wären. Es gäbe auch weniger Harz IV Anträge.
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petra
am 28.02.12 um 06:18
man jammert nicht einfach so ohnen weiteres, das Jammern kommt ja von einer tiefen Erschöpfung der Psyche und der Seele. Wenn man einfach nicht mehr kann braucht man doch irgendein Ventil um los zu lassen. Es ist sogar Erschöpfung des ganzen Körpers das kaputt macht. In meiner Nachbarschaft sind vier alleinerziehende Frauen, die lassen sich nicht mehr unter dem Volk sehen, weil sie einfach nicht mehr können. Die Gesellschaft macht sie so kaputt. Ich ziehe mich auch so langsam zurück. Ich kann alle nachvollziehen. Alle sind in psychischer Behandlung und ich hoffe nicht daß ich die nächste sein werde. Die Politik muß einfach mehr tun um das Bewußtsein zu wecken daß einfach mehr Respekt und Menschenachtung in diesem Lande herrschen sollte. Die Liebe Gottes fehlt. DIE WÜRDE EINES JEDEN MENSCHEN IST .....
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Kerstin
am 24.02.12 um 10:34
"wer mit alleinerziehenden Müttern spricht, kann unendlich viele hören" Die Frage ist nur, ob das alles wahr ist, was die erzählen...
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sofia
am 20.01.12 um 10:05
Leider ist die Realität anders wie sie im Gesetz steht. Es ist ganz normal daß sich viele Väter vor der Verantwortung drücken. Diese Väter sollten gezwungen werden sich um "jedes eigene" Kind zu kümmern. Gerade um des Wohl des Kindes.Die Gesetze müßten härter werden. Diese Abwesenheit des Vaters ist nicht nur für das Kind diskriminierend sondern auch für jede alleinerziehende Frau.
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Mathias Virchow
am 18.01.12 um 20:52
Es war, bleibt und wird auch immer spannend bleiben. Es gilt eigenen Vorstellungen - auch im Habitus - zur Gesellschaft zum Kindeswohl abzugrenzen.
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carolina
am 13.01.12 um 09:40
die Gesetze sollten geändert werden, so daß jeder Vater in die Pflicht automatisch einbezogen wird. Ich selber hatte drei Jahre ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann, angeblich lebte er in Scheidung. Er zahlt zwar für seine Tochter, aber er lässt sich nicht blicken. Meine Tochter wird daraufhin diskriminiert weil sie ihren Vater überhaupt nicht kennt. Sie ist fünf Jahre alt und wirklich ein wunderschönes und goldiges Kind, doch leider fängt die Diskriminierung auch schon im Kindergarten an. Würde ihr Vater einmal die Woche
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Einsamer
am 30.10.11 um 13:27
Mal ein paar Punkte:
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Mathias Virchow
am 06.09.11 um 17:14
Männer und Frauen sind schon aufgrund der biochemischen Bestimmung hinsichtlich der Herangehenweise von Konfliktlösungen anders und dem Grunde nach nicht auf eine dauerhafte Verbindung ausgerichtet. Weder der realtive Wohlstand noch die Kindschaftsreform von 1998 können den Faktor Mensch und die Biologie überwinden, sondern "heizen" das Konfliktpotential erst richtig an. Was beziehungstechnisch kaput ist, soll ich nachher durch den Aufbau von Vertrauen zum Kindeswohls klappen ? Aus eigener leidvoller Erfahrung halte ich diesem Irrglauben für grotesk. Die gemeinsame elterliche Sorge - nach der Trennung - erachte ich nicht für praktikabel. Derjenige bei dem das Kind überwiegend lebt, soll auch das meiste entscheiden können. Das ist sachlogisch praktikabel und richtig. Das Unterhaltsrecht gehört gewaltig reformiert. Sonst wird der Trend immer weniger aber verhaltensauffällige Kinder anhalten.
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Manuela
am 20.07.11 um 17:02
Mein Sohn wird bald 17 ich habe für ihn nur3Monate Unterhalt bekommen und das auch nur über Pfändung.Der Vater arbeitet einfach nicht mehr stellt sich krank.So muss ich meinen Sohn allein durchbringen es hilft einen sowieso keiner.Die Leute vom Arbeitsamt sollten mal alle Väter zuerst in Arbeit bringen dann währen viel weniger Hartz 4 Kinder
mehr (14)cog
Es nutz dem Kind in der Entwicklung nichts, wenn der eine der beiden Eltern keinen Kontakt haben will. Erstaunlicherweise hat dies auch schin das BVerfG so entschieden (Umgangsrecht ist eben nicht allein Entlastungsrecht.)
im Kindergarten anwesend sein, hätte es meine Tochter wesentlich einfacher und sie würde mehr respektiert werden.
1. Dieser Bericht gilt nicht für alle Väter.
2. Dieser Bericht gilt nicht für alle Mütter.
3. Dieser Bericht ist zu einseitig. im Sinne von Arme Frau und Kind,
und der böse Vater.
4. Es gibt auch Väter, die sich um ihre Kinder kümmern, manche sogar allein.
Ich für meinen Teil muß sagen, es geht auch völlig anders. Mit meiner Ex, die mich verlassen hat von heute auf morgen, habe ich das Wechselmodell. Die Kinder sind die halbe Woche bei mir, und bei ihr. Wir wohnen ca. 300Meter auseinander. Wir sind damals beide bewußt aus der gemeinsamen Wohnug in diesen Ort so dicht gezogen. Die Entwicklung der Kinder in den 2 Jahren kann als normal bezeichnet werden, was auch von anderen Stellen bestätigt wurde.
Die Schwierigkeiten sind vielschichtiger, es badarf einer Reform in Unterhaltsfragen in Verbindung mit Kontakten, bei den Familiengerichten, bei streitsüchtigen Anwälten, in der Gesellschaft und in den Köpfen der Väter und Mütter.
Sehen wir