Versuchter Amoklauf in Ansbach: Wie gefährdet sind unsere Kinder?
Am Donnerstagmorgen, kurz nach halb neun, stürmte ein 18-jähriger Schüler das Gymnasium Carolinum in Ansbach, bewaffnet mit einer Axt, Messern und Molotow-Cocktails. Laut Polizeiangaben verletzte Georg K. zwei Mädchen schwer und weitere sieben Schüler leicht. Die Polizei eröffnete das Feuer auf den Täter und konnte ihn nach zehn Minuten überwältigen. Er wurde schwer verletzt und musste mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Georg K., der die 13. Klasse des Gymnasiums besucht, wird als freundlich, harmlos und nicht aggressiv beschrieben. Ihm droht nun eine Anklage wegen versuchten Mordes.
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Wie kann man Amokläufen vorbeugen? Fragen, die sich Eltern stellen
Der neue Fall erreicht glücklicherweise nicht die Dimension der Amokläufe in Winnenden oder Erfurt. Aber trotzdem löst die schreckliche Tat erneut viele Fragen aus, vor allem Eltern sind verunsichert: Was treibt die jungen Menschen an? Wie kann man solchen Verbrechen vorbeugen? Wie erkennt man mögliche Amokläufer? Ist mein Kind womöglich gefährdet? BRIGITTE.de gibt Antworten
Seit Monaten hängt mein 15-Jähriger nur noch zu Hause, er schließt sich ein, wird zunehmend zum Einzelgänger. Ist das schon bedenklich oder ist das noch die ganz normale Pubertät?
Einzelgängerdasein selbst ist nicht weiter tragisch. Es ist vollkommen normal, wenn sich Jugendliche in ihr Zimmer zurückziehen, einsilbig sind, keinen Bock auf Familienleben haben. Machen Sie sich keine Sorgen, das ist nur eine Phase. Es mag anstrengend sein, aber: Es geht vorüber. Mitunter können Ihre Kinder in dieser Zeit auch depressiv und aggressiv sein. "Bei Mädchen äußert sich das allerdings anders als bei Jungs", sagt Angela Ittel, Entwicklungspsychologin an der Freien Universität in Berlin. "Jungs tendieren eher zu Gewalttätigkeit, Mädchen dagegen reagieren oft mit Essstörungen." Obwohl all das zur Pubertät gehört: Nehmen Sie es nicht auf die leichte Schulter. Signalisieren Sie Ihren Kindern immer, dass Sie für sie da sind - auch wenn sie Ihnen mit ihrem hormongesteuerten Verhalten auf die Nerven fallen.














Gewalttätige Computerspiele sind im besten Fall sinnlos, im schlimmsten Fall Ideenquelle für Amokläufer. Das Bild des Bewaffneten, der durch Gänge geht und auf alles schießt, was sich bewegt, stammt eins zu eins aus Computerspielen! Ich sage: verbieten und damit als Gesellschaft ein Zeichen setzen. Dass es dann trotzdem illegale Wege gibt, sie zu beschaffen, ist nicht zu ändern und bei Drogen nicht anders.