Porträt: Anne Will
... gefährlich: "Vor der muss man sich in Acht nehmen!", sagte vor ein paar Jahren Regierungssprecher Béla Anda. Der Anlass: Anne Will hatte Medienprofi Gerhard Schröder in den Tagesthemen ins Schwitzen gebracht, als sie ihn unverblümt nach dem Grund für die vorgezogenen Neuwahlen fragte. Hilflos stammelte der Altkanzler, dass man sich doch vorher auf das Thema Außenpolitik geeinigt habe ... Doch Will ließ sich nicht abwimmeln. Sie weiß, dass es diese Fragen sind, die ihre Zuschauer beantwortet haben möchten.
... erfolgreich: Im Gegensatz zu anderen Fernsehstars hatte Anne Will nie einen konkreten Plan für ihre Karriere. Trotzdem ist sie ganz oben angekommen. Ursprünglich wollte sie beim Hörfunk bleiben, weil ihr beim Fernsehen das "Drumherum viel zu viel war". Das erste Angebot für eine Probemoderation schlug sie aus. Glücklicherweise blieb der damalige Sportchef des SFB hartnäckig und bewegte sie schließlich doch noch zum Schritt vor die Kamera. Selbst als Will schon die Tagesthemen moderierte, sah sie ihre weitere Laufbahn eher nüchtern: Im BRIGITTE-Gespräch gefragt, ob sie mal Nachfolgerin von Sabine Christiansen werden wolle, entgegnete sie nur: "Ich träum von nix."












